Speiden/Ostallgäu

Wenn Wirte wallfahren

Wirtewallfahrt3

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Bild: Albert Guggemos

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Bild: Albert Guggemos

Pilgertour Seit 1993 ziehen Ostallgäuer Gastronomen jährlich zu Maria Hilf. Auch die Einkehr im Sudhaus gehört dazu
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Von ag
07.05.2019 | Stand: 14:59 Uhr

Bei kühlem Wetter haben sich Ostallgäuer Wirtsleute am Bahnhof Weizern-Hopferau zur Fußwallfahrt zur Wallfahrtskirche Maria Hilf in Speiden aufgemacht – wie es seit mehr als 25 Jahren Tradition ist. Und wie alle Jahre wurden sie von der Musikkapelle Lengenwang begleitet, die auch den Gottesdienst mit der Schubertmesse festlich gestaltete. Singend und betend zog eine sehr große Wirteschar über Osterreuten zur Wallfahrtskirche, wo sie Pfarrer Hans Ulrich Schneider willkommen hieß und den feierlichen Gottesdienst zelebrierte.

Die Idee zu einer Wallfahrt der Wirte hatte im Jahr 1993 Adolf Kössel, der damalige Wirt des Burghotels Bären in Zell mit gleichfalls mittlerweile verstorbenen Heinz Sepp, dem damaligen Wirt des Hotels Sepp in Marktoberdorf. Sie schmiedeten mit Anton Kössel, dem Wirt des 1992 neu eröffneten Sudhauses in Speiden den Plan, einmal im Jahr eine Fußwallfahrt für die Wirte der Umgebung nach Maria Hilf mit anschließender Einkehr im Sudhaus zu veranstalten. Seither treffen sich die Wirte aus der ganzen Region an einem Montag im Mai zum Fußmarsch vom Bahnhof zur Kirche Maria Hilf und anschließend im Mariahilfer Sudhaus zum gemütlichen Beisammensein. Heuer fand die Wallfahrt zum 26. Mal statt.

Von Anfang an ist die Musikkapelle Lengenwang mit dabei und gestaltet auch den Gottesdienst. Pfarrer Schneider aus Roßhaupten ist ebenfalls alle Jahre mit dabei und zelebriert in feierlichem Rahmen den Gottesdienst für die Wirtsleute. Er nannte es in seiner Begrüßung eine wunderbare Tradition, dass die Wirte ihre Bitten und Sorgen zur Gottesmutter tragen. In seiner Predigt sagte der Geistliche, dass über die Gottesmutter die Sorgen der Menschen auf direktem Weg zu Jesus gelangen. Ursache für Leid und Krankheiten sei die Sünde, die Jesus durch seinen Tod am Kreuz auf sich genommen habe. Bitten werden oft erhört, sagte der Pfarrer, man müsse nur mit Gott in Verbindung bleiben. Oft sei schon ein kurzes Stoßgebet sehr wirksam und hilfreich.

Die Anliegen der Wirtsleute trug der Vorsitzende der Wirtegemeinschaft Ostallgäu, Wolfgang Sommer aus Füssen, in den Fürbitten vor. Nach dem Schlusssegen und dem Marienlied, „Meerstern ich dich grüße“ fanden sich alle zum festlichen Schmaus und zum gemütlichen Plausch unter Kollegen im Sudhaus ein, wo die Musikanten noch frisch und fröhlich aufspielten und für jeden Geschmack aufgekocht wurde.