Trotz Corona

Wie der Nikolaus doch noch zu 35 Familien nach Füssen kam

Im Kaminzimmer des Hotels Schlossanger wurden Videobotschaften mit dem Nikolaus gedreht, die Familien dann exklusiv zugestellt bekamen.

Im Kaminzimmer des Hotels Schlossanger wurden Videobotschaften mit dem Nikolaus gedreht, die Familien dann exklusiv zugestellt bekamen.

Bild: Köpf

Im Kaminzimmer des Hotels Schlossanger wurden Videobotschaften mit dem Nikolaus gedreht, die Familien dann exklusiv zugestellt bekamen.

Bild: Köpf

Not macht erfinderisch: Füssener Nikoläuse drehen eine Videobotschaft und besuchen Familien am Fenster. Wie sie den Kindern die Situation erklären.
08.12.2020 | Stand: 08:09 Uhr

Kreativ geworden sind ein halbes Dutzend Weißenseeer jetzt, als es darum ging, Kindern doch noch einen Nikolausbesuch zu ermöglichen. Sie drehten eigens eine persönliche Videobotschaft. Familien, die sich vorab dafür angemeldet hatten, konnten sich diese dann gemeinsam mit den Kindern über den Fernseher anschauen. Gedreht wurde im Kaminzimmer des Hotels Schlossanger. Den Nikolaus mimten dabei abwechselnd Christoph Buschmann und Stefan Köpf. Um die Organisation kümmerte sich Fabian Strodl.

Der Nikolaus erzählt den Kindern, dass er wegen einer gebrochenen Kufe nicht kommen kann

„Es haben sich acht Familien bei uns gemeldet, für die wir ein Video erstellten“, sagt Köpf. Er erklärte den Kindern über die Kamera, dass der Nikolaus heuer ausnahmsweise nicht kommen könne, weil bei der Probefahrt mit seinem Schlitten vorne eine Kufe abgebrochen sei. Dann wurden die guten und weniger guten Taten der Buben und Mädchen verlesen. Da natürlich auch die Geschenke nicht zu kurz kommen sollten, hieß es im Video, dass Knecht Ruprecht die Geschenke vor die Haustüre gestellt habe und die Kinder doch nachschauen sollen, ob sie diese finden. Entstanden sind so acht sehr persönliche Videos, die natürlich ausschließlich für die betreffenden Familien abrufbar waren. Zum Ende wünschte der Nikolaus den Kindern frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr mit der Aussicht, dass man sich im kommenden Jahr wieder treffen kann.

27 Familien aus Füssen entscheiden sich für einen Haustürbesuch

Aber auch wer nicht ganz auf den persönlichen Nikolaus-Besuch verzichten wollte, konnte sich bei den Weißenseern melden. 27 Familien aus Füssen, den Ortsteilen und Eisenberg waren das heuer. Wie das ablief? Die Familien öffneten entweder ein Fenster oder die Haustüre, als der Nikolaus kam. Dort verlas der Bischof, was über das Jahr vorgefallen ist. Um einen Kontakt zu vermeiden, verzichteten die Weißenseer darauf, mit mehreren Knechten die Familien zu besuchen. Stattdessen begleiteten heuer nur Sebastian Brenner und Michael Köpf die beiden Nikoläuse. „Des Weiteren gingen wir auch in keine Wohnungen der Familien, um den Sicherheitsabstand zu wahren“, sagt Köpf. Nach dem der Nikolaus dann aus dem großen goldenen Buch vorgelesen hatte, legte er die Geschenke vor die Haustüre. „Das hatten die Eltern natürlich vorab schon gemacht“, sagt Köpf.

So gab es auch hier keinen Kontakt zwischen dem Nikolaus-Team sowie den Eltern und Kindern. Köpf möchte die Gelegenheit auch dazu nutzen, sich beim Hotel Schlossanger sowie bei den weiteren Helfern Korbi Brenner und Andrea Schneider zu bedanken.

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