Füssen: Trinkwasser abkochen

Wie kamen die Bakterien ins Füssener Trinkwasser? Jetzt spricht der Bürgermeister Klartext

Einige Tage lang mussten die Füssener ihr Trinkwasser abkochen. Nun erklärt der Bürgermeister, wie es dazu kam.

Einige Tage lang mussten die Füssener ihr Trinkwasser abkochen. Nun erklärt der Bürgermeister, wie es dazu kam.

Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Einige Tage lang mussten die Füssener ihr Trinkwasser abkochen. Nun erklärt der Bürgermeister, wie es dazu kam.

Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Bis vor wenigen Tagen mussten Füssener ihr Wasser abkochen. Wie der Bürgermeister das erklärt und was das Ganze mit Corona zu tun hat.
21.09.2020 | Stand: 16:09 Uhr

Seit vergangener Woche müssen die Füssener ihr Trinkwasser nicht mehr abkochen. Trotzdem fragen sich viele: Wie kam es überhaupt zur Verschmutzung durch Bakterien? In einem Video erklären Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter und Mitarbeiter der Stadtwerke, wie die Verunreinigung zustandekam und wie das getestet wurde. Außerdem betonen sie, dass auch Corona eine Auswirkung auf das verunreinigte Wasser haben kann.

In Füssen musste Anfang Juli das Leitungswasser vorsorglich abgekocht werden, denn bei einer Wasserprobe in einem Hausanschluss wurden Bakterien, sogenannte Enterokokken nachgewiesen. Das kann zu Durchfall und Erbrechen führen. Die Proben waren eine Routinearbeit, nur per Zufall stellten die Stadtwerke-Mitarbeiter fest, dass eine davon nicht in Ordnung war, erklärt Stadtwerke-Leiter Helmut Schauer. Umgehend setzte sich Bürgermeister Maximilian Eichstetter mit Schauer und dessen Mitarbeitern in Verbindung, nachdem die Verunreinigung bekannt wurde.

Rein vorsichtshalber erließ das Gesundheitsamt die Abkochanordnung für das Trinkwasser, sagte Füssens Pressesprecher Felix Blersch. Denn theoretisch bestehe die Gefahr, dass diese Bakterien vom Hausanschluss ins Trinkwassernetz fließen und sich dort verbreiten könnten.

Füssener Stadtwerke prüfen regelmäßig die Qualität des Wassers

Die Stadtwerke prüfen regelmäßig die Qualität des Trinkwassers: Vier chemische und 52 (statt der zehn vorgeschriebenen) bakteriologischen Untersuchungen gibt es pro Jahr. Dabei werden auch Hausinstallationen von öffentlichen Gebäuden untersucht.

>> Lesen Sie dazu auch: Trunkelsberg - Trinkwasser-Situation hat sich entschärft <<

Unklar war zunächst, von wo aus die Bakterien kamen: Weißensee und Hopfen konnten laut Eichstetter schnell ausgeschlossen werden - blieb also noch Füssen. Aber auch hier waren die Proben zunächst negativ. Insgesamt machte die Stadtverwaltung 15 sogenannte Nachbebohrungen - dabei stand vor allem die Füssener Grundschule im Fokus. Aber auch hier: Fehlanzeige.

Nun steht fest, dass ein Heizungsanschluss wohl etwas mit der Sache zu tun hat, wie Schauer im Video erklärt.