Wieder Vorfälle bei Schwangau

Nachts im Naturschutzgebiet: Polizei zeigt Wildparker am Schwansee an

Wieder sorgen Wildcamper im Naturschutzgebiet für Unverständnis rund um den Schwansee, Forggensee und Füssen im Allgäu.

Wieder sorgen Wildcamper im Naturschutzgebiet für Unverständnis rund um den Schwansee, Forggensee und Füssen im Allgäu.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolbild)

Wieder sorgen Wildcamper im Naturschutzgebiet für Unverständnis rund um den Schwansee, Forggensee und Füssen im Allgäu.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolbild)

Wieder hat die Polizei im Allgäu Wildcamper und Falschparker in den Landschaftsschutzgebieten am Schwansee und rund um Füssen entdeckt. Was ihnen jetzt droht.
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Von Allgäuer Zeitung
07.09.2022 | Stand: 13:40 Uhr

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch stellten die Beamten mehrere geparkte Autos im Landschaftsschutzgebiet des Schwansees fest.

Die Inhaber erhalten nun Anzeigen nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz, teilt die Polizei heute mit.

Schon in den vergangenen Wochen sorgten dreiste Wildcamper am Forggensee und in Füssen immer wieder für Aufregung. In Schwangau zelteten zwei Gäste Ende August unmittelbar im Landschaftsschutzgebiet am Ufer des Forggensees in Brunnen, teilte die Polizei mit. Dreist: Fast unmittelbar daneben befindet sich der Campingplatz Brunnen gerade mal in 50 Meter Luftlinie.

Eine weitere Entdeckung machten die Beamten in derselben Nacht in Füssen. Dort fand ein junges Paar eine Zeltmöglichkeit auf einer Wiese. Den Weg dorthin legten die beiden trotz eindeutiger Verbotsbeschilderung mit dem Auto zurück.

Polizeibeamte im Allgäu bei der Überprüfung von Campern.
Polizeibeamte im Allgäu bei der Überprüfung von Campern.
Bild: Rene Buchka (Archiv)

Damit nicht genug: "Um den Abend gemütlich zu gestalten, entfachten sie ein Lagerfeuer und grillten", teilt die Polizei weiter mit. Und endet fast flehentlich: "Die Bevölkerung als auch die Gäste werden abermals gebeten, den Naturschutz zu achten und Rücksicht zu nehmen."

Die Ertappten erwartet in der Regel ein empfindliches Bußgeld. Den ganzen Sommer über kam es in den landschaftlichen "Hotspots" im Ostallgäu und Oberallgäu zu zahlreichen Vorfällen mit Wildcampern und Falschparkern. Menschen, die in Landschaftsschutzgebieten campen, bedrohen den Lebensraum der dort heimischen Tiere. Auch gefährliche Lagerfeuer bei Dürre und Brandgefahr wurden immer wieder gemeldet.

Camping im Allgäu: Welche Regeln gelten beim Campen in der Natur?

Über die Regeln zum Übernachten in der Allgäuer Natur gibt es immer wieder Unklarheit. So ist vielen nicht bewusst, dass zwar das Betreten der Natur grundsätzlich allen erlaubt ist, das Parken oder Abstellen von Autos, Wohn- oder Campingfahrzeugen sowie von Zelten allerdings eine Strafe von bis zu 2500 Euro nach sich ziehen kann. Welche Regeln genau für das Campen in der Allgäuer Natur gelten, lesen Sie hier.

Auch in den verbleibenden Sommermonaten wird die Allgäuer Polizei deshalb vermehrt Kontrollen durchführen und ein besonderes Auge auf die einschlägig bekannten Plätze an den Seen oder in den Bergen haben.