Feuerwehren

„Wir sind stolz auf euch“: Stadt Füssen lobt ihre Feuerwehren

Symbolfoto Feuerwehr, Brand, Feuer, Einsatz Feature

Auch die drei Feuerwehren in Füssen, Weißensee und Hopfen am See hat das Corona-Jahr vor besondere Herausforderungen gestellt.

Bild: Benedikt Siegert

Auch die drei Feuerwehren in Füssen, Weißensee und Hopfen am See hat das Corona-Jahr vor besondere Herausforderungen gestellt.

Bild: Benedikt Siegert

Kommandanten erstatten dem Füssener Stadtrat die Berichte über ein Jahr mit einem Virus und vielen Herausforderungen
11.06.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Einen ungewöhnlichen Auftritt hat es zuletzt im Stadtrat gegeben: Die Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehren – Thomas Roth (Füssen-Stadt), Harald Keller (Hopfen am See) und Bernhard Schneider (Weißensee) – erstatteten dort ihren Jahresbericht und wegen der Pandemie nicht wie üblich bei den Dienstversammlungen. Corona prägte auch sonst das zurückliegende Feuerwehr-Jahr. Etliche Ausbildungskurse konnten nicht stattfinden. Wenn ihre Hilfe aber gefragt war, stellten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte dennoch ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis. „Wenn man euch braucht, seid ihr alle da. Wir sind stolz auf euch“, sagte Bürgermeister Maximilian Eichstetter nach den Berichten der Kommandanten.

Alle Ausbidlungen abgesagt

Auch die Feuerwehren haben ein ungewöhnliches Corona-Jahr 2020 hinter sich: Im März mussten alle Ausbildungen abgesagt, erst viel später konnten sie wieder anlaufen – allerdings unter strengen Hygieneregeln und von der Teilnehmerzahl beschränkt. Für die Feuerwehren habe dies einen enormen Verwaltungs- und Organisationsaufwand bedeutet, sagte Füssens Kommandant Roth. Auf 208 Übungsstunden kam man beispielsweise in Weißensee, berichtete Kommandant Schneider – ein deutlich niedrigerer Wert als in früheren Jahren. Auch das kameradschaftliche Zusammensein hat laut seinem Füssener Kollegen Roth gelitten: „Wir dürfen uns außertourlich nicht mehr treffen.“

Großbrand auf Bauernhof

Wenn die Feuerwehrleute aber gefragt waren, leisteten sie sehr gute Arbeit. Auch beim größten Brand im Stadtgebiet des vergangenen Jahres: Im Januar war bei einem landwirtschaftlichen Anwesen in Hopfen am See ein Großbrand ausgebrochen. Um 3.54 Uhr nachts sei man alarmiert worden, erst gegen 16.48 Uhr war das Feuer endgültig gelöscht, berichtete Kommandant Keller. Es sei damals eine wahre Materialschlacht gewesen, bei der die drei Füssener Feuerwehren auch von Wehren aus dem Umland und weiteren Einsatzkräften unterstützt wurden. Insgesamt 37 Fahrzeuge und 175 Einsatzkräfte waren vor Ort, in Spitzenzeiten wurden 1200 Liter Löschwasser pro Minute auf das Brandhaus gerichtet. Der Erfolg des schnellen und umfassenden Einsatzes: Es gab keine größeren Schäden bei Menschen und Tieren, sagte Keller.

Man könne nur stolz sein auf die drei Feuerwehren, sagte Bürgermeister Eichstetter nach den Berichten. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte würden sehr professionell arbeiten. Zum Fuhrpark der drei Wehren sagte der Rathaus-Chef: Das eine oder andere Fahrzeug sei zwar veraltet, doch habe man Ersatzbeschaffungen geplant.

Zahlen und Fakten

Weißensee: 51 aktive Mitglieder, darunter drei Frauen. Neun Einsätze in 2020: zwei Brände und sieben technische Hilfeleistungen.

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Hopfen am See: 40 aktive Mitglieder. 31 Einsätze in 2020: drei Brände, 13-mal Brandmeldeanlage, zwölf technische Hilfeleistungen, eine Vermisstensuche, eine Unterstützung Rettungsdienst und eine sonstige Tätigkeit.

Füssen: 100 aktive Mitglieder, darunter 15 Frauen, 78 Männer sowie ein Mädchen und sechs Buben. 241 Einsätze in 2020: darunter 24 Brände, 108 technische Hilfeleistungen, 49 Sicherheitswachen und 44-mal Brandmeldeanlage.