Tourismus

Wo sind die Sehnsuchtsorte im Ostallgäu?

Vier Bilder, die die Vielfalt im Ostallgäu darstellen sollen. Der Tourismusverband hat nun ein neues Kommunikationskonzept für den Schlosspark vorgestellt. Von links Robert Frei, Geschäftsführer, Kommunikationsexpertin Ingrid Yasha Rösner, Wiebke Flaßhoff und Vorsitzende Maria Rita Zinnecker.

Vier Bilder, die die Vielfalt im Ostallgäu darstellen sollen. Der Tourismusverband hat nun ein neues Kommunikationskonzept für den Schlosspark vorgestellt. Von links Robert Frei, Geschäftsführer, Kommunikationsexpertin Ingrid Yasha Rösner, Wiebke Flaßhoff und Vorsitzende Maria Rita Zinnecker.

Bild: Daniel Dollinger

Vier Bilder, die die Vielfalt im Ostallgäu darstellen sollen. Der Tourismusverband hat nun ein neues Kommunikationskonzept für den Schlosspark vorgestellt. Von links Robert Frei, Geschäftsführer, Kommunikationsexpertin Ingrid Yasha Rösner, Wiebke Flaßhoff und Vorsitzende Maria Rita Zinnecker.

Bild: Daniel Dollinger

Neues Kommunikationskonzept des Schlossparks vorgestellt. Eine Schatzkarte soll Gästen schöne Flecken zeigen. Was die weiteren Pläne sind.
01.10.2020 | Stand: 18:30 Uhr

An welchen Orten können Einheimische entspannen? Wo finden sie den perfekten Moment? Das sind Fragen, die das neue Kommunikationskonzept für den Erlebnisraum Schlosspark und damit für den Landkreis Ostallgäu beantworten sollen. Der Tourismusverband möchte diese Orte nun auch den Gästen präsentieren, das Konzept dazu wurde im Festspielhaus Neuschwanstein vorgestellt.

Eine Rolle im neuen Konzept spielt der Begriff Romantik. Da geht es nicht um die Zweisamkeit, sondern vielmehr darum, individuelle und stimmungsintensive Momente zu erleben, machten die Verantwortlichen klar. Das sehe für jeden Gast anders aus.

Touristen sollen im Ostallgäu zur Ruhe kommen

Ein wichtiger Anker im Konzept sei auch König Ludwig II., der in der Region Zuflucht und Ruhe suchte von der Enge in München, wie Kommunikationsexpertin Ingrid Yasha Rösner von der Agentur „Musenkuss & Funkenflug“ sagte. Eine solche Ruhe und Entschleunigen sollen auch die Gäste finden. Bei einer Umfrage unter Touristen gaben viele an, im Alltag gestresst zu sein. Einheimische wiederum sagten, sie fühlen sich mehrheitlich entspannt. „Deshalb nutzen wir für unser Konzept auch die Einheimischen“, sagte Rösner.

Deren besondere Orte sollen künftig den Gästen präsentiert werden, über verschiedene Kanäle. Dazu gehören Postkarten mit zehn verschiedenen Motiven, die immer erweitert werden sollen. In einem Notizbuch können Touristen ihre Gedanken festhalten und bekommen gleichzeitig Aufgaben gestellt, wie zum Beispiel: „Wofür im Leben bist du dankbar? Schreibe mindestens zehn Dinge auf“.

Vielfalt an Sehnsuchtsorten im Ostallgäu soll Besucherströme entzerren

Auf einer sogenannten Sehnsuchtskarte sind Orte verzeichnet, die einen besonderen Charme haben. Dazu zählt zum Beispiel das Schloss Waal, das Kloster Irsee, die Kurfürstenallee in Marktoberdorf oder der Alpsee. Die Vielfalt soll auch dazu dienen, die Besucher besser zu lenken und dem Over-Tourismus ein Stück weit vorzubeugen. „Wir wollen den Besuchern diese Orte zeigen, gleichzeitig aber manche Flecken schützen und nicht alles präsentieren“, sagte Tourismusverbandsvorsitzende Maria Rita Zinnecker.

Dabei stellen die Verantwortlichen klar, dass mit dem Konzept die Region dargestellt werden soll. Die einzelnen Orte sollen ihre Geschichten selbst erzählen dürfen, erklärte Zinnecker. Erweitert werden soll das Konzept für den Schlosspark durch verschiedene Wanderrouten im Landkreis, ähnlich dem Radwegeprojekt, das vor einigen Jahren umgesetzt worden war. Vermutlich im Frühjahr kommenden Jahres soll das Wanderleitprodukt fertiggestellt werden, sagte Landrätin Zinnecker bei der Präsentation.