Verkehr in der Füssener Innenstadt

Zusätzliche Ampeln für Fußgänger in der Kemptener Straße in Füssen

Zwei zusätzliche Ampeln soll es bald in Füssen geben.

Zwei zusätzliche Ampeln soll es bald in Füssen geben.

Bild: Martin Peter (Archiv)

Zwei zusätzliche Ampeln soll es bald in Füssen geben.

Bild: Martin Peter (Archiv)

An zwei Standorten in der Kemptener Straße in Füssen sollen es Fußgänger leichter haben, die Fahrbahn zu überqueren. An welchen Stellen das genau geplant ist.
Zwei zusätzliche Ampeln soll es bald in Füssen geben.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
23.09.2020 | Stand: 06:30 Uhr

Bedarfsampeln sollen in der Kemptener Straße in Füssen an zwei Standorten entstehen: beim Bundesstützpunkt und im Bereich des Hauses der Gebirgsjäger/Norma. Das wurde im Verkehrsausschuss beschlossen.

Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder Anträge, eine Querungshilfe für Fußgänger in der viel befahrenen Straße zu installieren. Allerdings lautete das Ergebnis laut Verwaltung immer gleich: Eine Bündelung der Fußgänger an einem Standort könne nicht erreicht werden. Das war auch meist der Grund, weshalb das Staatliche Bauamt Kempten in der Vergangenheit die Wünsche ablehnte. In den 90er- Jahren war die Kemptener Straße noch eine Bundesstraße, wurde erst mit dem Grenztunnel sowie der Umfahrungsstrecke B 310 zu einer Ortsstraße abgestuft und fällt seither in die Zuständigkeit der Stadt Füssen.

Einzelne Maßnahmen in der Füssener Innenstadt in der Vergangenheit

Als einzige Maßnahme für Fußgänger wurde 2016 beschlossen, den Bordstein östlich der Einmündungen Kobel-/Sonnenstraße abzusenken, und auch umgesetzt, da in diesem Bereich viele Besucher des Wochenmarkts queren und eine Verbindung nach Bad Faulenbach besteht. Auch westlich der Bushaltestellen auf Höhe der Morisse ist der Bordstein abgesenkt und die Querung auf Höhe Feneberg/Olivenbauer liegt bereits innerhalb des verkehrsberuhigten Bereichs und ist aus Sicht der Verwaltung „weitgehend unproblematisch“. (Lesen Sie auch: Die Verkehrssituation soll sich allgemein in Füssen verbessern. Deshalb wird intensiv über eine Tunnellösung diskutiert.)

2016 wurden auch die Fußgängerströme zwischen der Jet-Tankstelle und der Einmündung in die Herkomerstraße erhoben. Dabei zeigte sich, dass in der Tat kein Schwerpunkt zu erkennen war, sondern Passanten innerhalb dieses Abschnitts überall die Straße überquerten, sobald der Verkehr das zuließ.

Auf zwei Kilometer Länge bis zum Ortsschild nahe des Kreisverkehrs keine Querungshilfe

Unter diesen Gegebenheiten sei eine Querungshilfe für Fußgänger „nachvollziehbar und berechtigt“, heißt es in den Unterlagen der Verwaltung – zumal ab der Morisse stadtauswärts auf bis zu zwei Kilometer Länge bis zum Ortsschild nahe des Kreisverkehrs nichts dergleichen vorhanden sei. Insbesondere der Bereich an der Einmündung Birkstraße/Norma/Haus der Gebirgsjäger mit den Bushaltestellen und der nahen Realschule wird als idealer Standort für eine Querungshilfe angesehen. Außerdem sei unter anderem durch das laufende Bauprojekt an der Birkstraße mit noch mehr Fußgängern zu rechnen. Letztlich geht es auch um einen sicheren Schulweg für die Kinder in dem Gebiet.

Thomas Scheibel (Freie Wähler) wollte wissen, ob die Ampeln dann auch automatisiert werden. Wie berichtet, soll eine digitale Verkehrslenkung den Verkehrsfluss deutlich verbessern. Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) antwortete, es sei vorgesehen, auch die Bedarfsampeln mit einzubinden.