Vogelgrippe

Geflügelpest: Stallpflicht ab Samstag auch im Oberallgäu

Das Landratsamt Oberallgäu hat für den Landkreis ab Samstag eine Stallpflicht angeordnet.

Das Landratsamt Oberallgäu hat für den Landkreis ab Samstag eine Stallpflicht angeordnet.

Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Das Landratsamt Oberallgäu hat für den Landkreis ab Samstag eine Stallpflicht angeordnet.

Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Die Geflügelpest breitet sich in Bayern weiter aus. Nach dem Unterallgäu hat nun auch das Oberallgäu eine Stallpflicht in Risikogebieten angeordnet.

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Von Redaktion Allgäuer Zeitung
11.03.2021 | Stand: 15:17 Uhr

Um die Geflügelbestände zu schützen, soll bayernweit nach Angaben des Landratsamt Oberallgäu eine Stallpflicht in Risikogebieten angeordnet werden. Das hat das Bayerische Umweltministerium Anfang März aufgrund einer Risikobewertung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) veranlasst.

Im Landkreis Oberallgäu wurde daher in definierten Risikogebieten – hauptsächlich entlang der Wasserläufe und um Gewässer herum – die Stallpflicht nun per Allgemeinverfügung angeordnet. Die Allgemeinverfügung ist abrufbar auf der Internetseite des Landratsamts Oberallgäu unter www.oberallgaeu.org/veterinaeramt und gilt ab 13. März. Sie ersetzt die bisherige Allgemeinverfügung vom 1. Februar. Dem Landratsamt bekannte Geflügelhalter in den betroffenen Risikogebieten werden informiert.

Geflügelpest breitet sich aus

Hintergrund ist die Ausbreitung der Geflügelpest (HPAI) – auch Vogelgrippe genannt – in der Wildvogelpopulation. Durch die Stallpflicht und die konsequente Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen soll der Kontakt zwischen Wildvögeln und Haus- und Nutzgeflügel vermieden und so eine Einschleppung in die Geflügelhaltungen verhindert werden. Details und erforderliche Maßnahmen finden sich in der Allgemeinverfügung. Dabei werden unter anderem die geographischen Gegebenheiten wie zum Beispiel bekannte Sammelplätze von durchziehenden Wildvögeln sowie Rast- und Ruheplätze an oder in der Nähe von Gewässern sowie die bestehende Geflügeldichte berücksichtigt. Um eine weitere Ausbreitung der Geflügelpest in der Wildvogelpopulation rasch zu erkennen, wird in Bayern das bestehende Wildvogelmonitoring konsequent weitergeführt.

Über 700 Fälle in Deutschland

Seit Herbst 2020 breitet sich die Geflügelpest bundesweit aus. Derzeit sind in Deutschland über 700 Fälle von Geflügelpest amtlich festgestellt worden. In Bayern sind – Stand 05.03.2021 - insgesamt aktuell 24 Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln sowie fünf Fälle in privaten Hausgeflügelbeständen amtlich festgestellt worden. Eine Ansteckung des Menschen mit dem Erreger über infizierte Vögel oder deren Ausscheidungen ist in Deutschland bislang nicht bekannt geworden. Enger Kontakt zu krankem oder verendetem Geflügel sollte dennoch vermieden und tot aufgefundene Wildvögel sollten nicht berührt oder bewegt werden. Wenn mehrere Vögel an einem Fundort verendet sind, wird dringend um eine entsprechende Information an das Veterinäramt: veterinaeramt@lra-oa.bayern.de gebeten. Im Landkreis Oberallgäu ist – bisher – kein Fall der Vogelgrippe aufgetreten.

Aktuelle Informationen zur Geflügelpest in Bayern sowie ein Merkblatt für Geflügelhalter und eine bayernweite Karte, aus denen sich die betroffenen Gebiete ergeben, sind auf der Seite des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (www.lgl.bayern.de) unter dem Stichwort "Geflügelpest" verfügbar.

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