Straßensanierung im Allgäu

Geldregen: Bauamt erhält überraschend 3,7 Millionen Euro für diese Allgäuer Straßen

Schlaglöcher gibt es teils auch auf den insgesamt 618 Staatsstraßen-Kilometern im Allgäu. Das Straßenbauamt Kempten hat nun überraschend zusätzliches Geld bekommen und wird es unter anderem für die Ausbesserung solcher Stellen verwenden.

Schlaglöcher gibt es teils auch auf den insgesamt 618 Staatsstraßen-Kilometern im Allgäu. Das Straßenbauamt Kempten hat nun überraschend zusätzliches Geld bekommen und wird es unter anderem für die Ausbesserung solcher Stellen verwenden.

Bild: Thomas Warnack/dpa (Symbolbild)

Schlaglöcher gibt es teils auch auf den insgesamt 618 Staatsstraßen-Kilometern im Allgäu. Das Straßenbauamt Kempten hat nun überraschend zusätzliches Geld bekommen und wird es unter anderem für die Ausbesserung solcher Stellen verwenden.

Bild: Thomas Warnack/dpa (Symbolbild)

Das Staatliche Bauamt Kempten hat unerwartet 3,7 Millionen Euro vom Freistaat erhalten. Diese Projekte werden damit auf den Staatsstraßen im Allgäu umgesetzt.
29.09.2022 | Stand: 10:28 Uhr

Ein unerwarteter Geldregen sorgt für Freude beim Staatlichen Bauamt Kempten: Dank zusätzlicher knapp vier Millionen Euro können im Herbst mehrere Sanierungen auf den Staatsstraßen in der Region in Angriff genommen werden. „Für uns kommt das Geld überraschend. Das ist eine wohl einmalige Situation“, sagt der stellvertretende Bauamtsleiter Michael Neupert. Hintergrund für die plötzliche Finanzspritze: Der Freistaat hat nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 54 Millionen Euro vom Bund bekommen, die für den Bau oder die Sanierung von Staatsstraßen verwendet werden können. Davon erhält das Staatliche Bauamt Kempten 3,7 Millionen Euro.

Welche Straßen derzeit im Allgäu gesperrt sind, erfahren Sie hier.

Anlass für den Rechtsstreit zwischen Bund und Ländern: Um die Verkehrssicherheit auf den Bundesfernstraßen aufrechtzuhalten, fahren Mitarbeiter der Bundesländer regelmäßige Kontrollen. Mängel oder Gefahrenquellen werden dabei möglichst sofort beseitigt. Strittig war lange Zeit gewesen, ob dieser Einsatz vom Bund übernommen werden muss.

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Woher kommt der plötzliche Geldregen für die Straßen im Allgäu?

„Das Bundesverwaltungsgericht hat nun höchstrichterlich zu Gunsten der Länder entschieden“, erklärt Neupert. Sie erhalten einmalig die bislang vom Bund zurückbehaltenen Mittel. Damit eröffnen sich vielerorts neue Spielräume. Das wirkt sich auch im Allgäu aus. Die zusätzlichen Mittel fließen laut Staatlichem Bauamt in folgende Projekte:

  • Staatsstraße 2013: Fahrbahnerneuerung im Ortsteil Lannenberg von Markt Rettenbach (Unterallgäu). „Mit den Arbeiten wird am 28. September begonnen“, sagt Neupert. Kosten: 800.000 Euro.
  • Staatsstraße 2035: Fahrbahnerneuerung nördlichen von Jengen (Ostallgäu). Kosten: 300.000 Euro. Die Bauarbeiten starten in Kürze.
  • Staatsstraße 2014: An der Osterzeller Steige zwischen Osterzell und Stöttwang im Ostallgäu kam es zu einer so genannten Rutschung. Heißt: Am Fahrbandrand senkte sich das Gelände. „Damit drohte auch die Straße abzurutschen“, sagt Neupert. Nun wird eine 40 Meter lange Betonwand mit speziellen Ankerbolzen befestigt, um ein weiteres Absenken zu verhindern. Noch vor Wintereinbruch soll die Staatsstraße wieder in beiden Richtungen befahrbar sein. Kosten: 400.000 Euro.
  • Staatsstraße 2012: Wegen des Baus eines Hochwasserrückhaltebeckens südlich von Engetried (Markt Rettenbach), musste ein Teil der Staatsstraße verlegt werden. Die Anschlüsse wurden bereits gemacht. Jetzt erfolgt der Bau des Mittelstücks. Kosten: 200.000 Euro.
  • Staatsstraße 2007: Um den Schulweg sicherer zu machen, wird nahe der Grundschule in Rettenberg zusammen mit der Gemeinde eine Mittelinsel auf die Staatsstraße gebaut. Sie soll das Überqueren der Straße erleichtern. Kostenanteil: 160.000 Euro. Bereits abgeschlossen ist die Erneuerung des Bahnhofs in Breitenbrunn im Unterallgäu, der unter anderem eine Schranke bekam. Auch die Beleuchtung wurde modernisiert. Für diese technische Umsetzung war die Deutsche Bahn zuständig. Beteiligt war aber auch das Bauamt, weil durch die Schranke auch die Verkehrssicherheit auf der Straße 2017 verbessert wird. Kosten: 400.000 Euro.

Von der unverhofften Finanzspritze will das Straßenbauamt Kempten darüber hinaus 200.000 Euro in den „Flicksanierungstopf“ stecken. „Mit diesem Geld können zum Beispiel Schlaglöcher auf den Staatsstraßen ausgebessert werden“, sagt Neupert.

Wie viel Geld bekommt der Winterdienst im Allgäu?

Zusätzliche 500.000 Euro sollen dem Winter-Betriebsdienst zu Gute kommen. 800.000 Euro fließen in den Planungshaushalt. Dieses Geld wird benötigt, wenn externe Planer vom Staatlichen Bauamt beauftragt und bezahlt werden müssen.

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