Pleß

Geldstrafe für Bürgermeister von Pleß

Anton Keller

Anton Keller

Bild: Armin Schmid

Anton Keller

Bild: Armin Schmid

Anton Keller besaß illegale Waffen
23.11.2021 | Stand: 16:57 Uhr

Der Bürgermeister von Pleß (Unterallgäu), Anton Keller, muss eine Geldstrafe bezahlen. Einen Strafbefehl des Memminger Amtsgerichts wegen Verstoßes gegen das Waffenrecht hat das Gemeindeoberhaupt grundsätzlich akzeptiert.

Im November 2018 beschlagnahmten Polizisten und Sprengstoffexperten bei Keller und seinem Nachbarn etwa 20 Pistolen und Gewehre, Munition und Schwarzpulver. Die Frau seines Nachbarn habe ihn gebeten, auf die Waffen aufzupassen, weil sie sich nicht mehr sicher gefühlt habe, sagt Keller. „Ich habe sie zum Wohl der Dorfgemeinschaft an mich genommen.“ Er habe sich keine Gedanken darüber gemacht, dass das nicht erlaubt sei. „Im Nachhinein weiß man es immer besser.“

Das Landeskriminalamt untersuchte die Waffen. Nach Informationen unserer Zeitung blieben zwei bis vier schussfähige Waffen samt Munition übrig, die Anton Keller illegal besaß. Wie hoch die nun verhängte Geldstrafe genau ausfällt, ist nicht bekannt. Sie liegt jedoch unter 90 Tagessätzen und taucht damit nicht in Kellers Führungszeugnis auf. Gegen die Höhe der Tagessätze hat Keller Einspruch eingelegt, weil sein Einkommen vom Gericht falsch geschätzt worden sei, sagt er. Keller darf damit Bürgermeister bleiben.

Seinem Nachbarn wirft die Staatsanwaltschaft mittlerweile Körperverletzung vor. Dieser Fall wiege schwerer als der Waffenbesitz, weshalb die Ermittlungen deshalb eingestellt wurden, so ein Sprecher. Nähere Angaben zu dem Fall machten weder Staatsanwaltschaft noch Amtsgericht.