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Allgäu Comets verpassen Überraschung bei Schwäbisch Hall Unicorns

Die Allgäu Comets hatten gegen Schwäbisch Hall alle Hände voll zu tun. Über weite Strecken stand die Defense um Niall Padden (Nummer 43) und Dominik Schmid (Nummer 55) kompakt, doch die Unicorns nutzten ihre Chancen gnadenlos aus.

Die Allgäu Comets hatten gegen Schwäbisch Hall alle Hände voll zu tun. Über weite Strecken stand die Defense um Niall Padden (Nummer 43) und Dominik Schmid (Nummer 55) kompakt, doch die Unicorns nutzten ihre Chancen gnadenlos aus.

Bild: Manfred Löffler

Die Allgäu Comets hatten gegen Schwäbisch Hall alle Hände voll zu tun. Über weite Strecken stand die Defense um Niall Padden (Nummer 43) und Dominik Schmid (Nummer 55) kompakt, doch die Unicorns nutzten ihre Chancen gnadenlos aus.

Bild: Manfred Löffler

Die Allgäu Comets halten gegen die Schwäbisch Hall Unicorns lange gut mit. Am Ende aber behält der Favorit die Oberhand. Was die Partie entschieden hat.
16.08.2021 | Stand: 17:07 Uhr

Die American Footballer der Allgäu Comets haben gegen die Schwäbisch Hall Unicorns hart gekämpft, letztlich aber doch verloren. Im Spitzenspiel der German Football League (GFL) Süd unterlag das Kemptener Team beim großen Titelfavoriten 21:33 (7:13). Damit bleiben die Baden-Württemberger ungeschlagener Tabellenführer der Südstaffel während die Comets nach vier Siegen und zwei Niederlagen auf Rang drei verweilen.

Dabei begannen die Allgäuer die Partie gut, wie Linebacker Niall Padden erzählt: „Zu Beginn der ersten Halbzeit haben wir defensiv und offensiv abgeliefert. Vor allem in der Defense haben wir uns kaum Fehler erlaubt.“ Der Plan, dem Ligaprimus keine „Big-Plays“ zu erlauben, dominant zu spielen und das Laufspiel der Unicorns zu unterbinden, ging auf.

Zur Pause lag der Underdog nur mit sechs Punkten zurück, Schwäbisch Hall war also noch nicht enteilt. Allerdings erwischte das Team von Headcoach Hesham Khalifa einen suboptimalen Start in das dritte Viertel. „Wir waren auf einmal zu schlampig, wurden immer wieder von Blocks aufgehalten und haben keinen Zugriff bekommen. Das haben die Unicorns eiskalt ausgenutzt“, schildert Padden.

Schwäbisch Hall Unicorns waren nach der Pause zwei Schritte voraus

Spielentscheidend sei etwas anderes gewesen, erklärt der erfahrene 30-Jährige, der seit 2015 für die Kometen aufläuft: „Die Unicorns haben ihr System im Laufe des Spiels an uns angepasst. Wir haben das hingegen nicht gemacht. Dadurch haben wir das Spiel verloren.“ Der viermalige German Bowl-Sieger sei den Comets nach der Halbzeit stets zwei Schritte voraus gewesen und habe die Fehler der Allgäuer (drei Turnover) gnadenlos ausgenutzt.

Offense Coordinator Elias Gniffke war nach der bitteren Niederlage nicht zufrieden. Zwar habe das Laufspiel über Runningback Glen Toonga sehr gut funktioniert (140 Yards), dafür sei über das Passspiel kaum etwas gegangen. „Wir hatten unsere Chancen und haben auch alles eingesetzt, was wir offensiv zur Verfügung haben. Wir waren bloß nicht kaltschnäuzig genug. Nicht die Unicorns haben uns das Leben schwer gemacht, sondern wir uns selbst“, stellt Gniffke klar.

Holpriges GFL-Debüt von Quarterback Jake Schimenz

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Kurz vor dem Topspiel: Allgäu Comets verpflichten neuen Quarterback

Nachdem Sam Huxtable die Bälle in den ersten beiden Abschnitten verteilt hatte, feierte in der zweiten Halbzeit Jake Schimenz sein GFL-Debüt. Der neue Quarterback erzielte einen Touchdown, abgesehen davon war der erste Auftritt des US-Amerikaners aber ausbaufähig. Gniffke: „Jakes Performance war holprig. Trotzdem bin ich zufrieden mit ihm, da er erst seit wenigen Tagen Teil der Mannschaft ist.“ In den nächsten Partien werde Schimenz mehr Einsatzzeit bekommen, aber auch Huxtable werde weiterhin für die Comets auf dem Feld stehen, versichert der Offensiv-Coach.

Schon am kommenden Sonntag sind die Kemptener wieder gefordert. Mit Frankfurt Universe kommt das Tabellenschlusslicht ins Illerstadion. „Es ist egal, wer unser Gegner ist, wir werden aufs Gaspedal drücken. Wir wollen den nächsten Schritt nach vorne machen“, sagt Gniffke mit Blick auf die Play-offs. Denn schon im September könnten die Comets erneut auf die Unicorns treffen. Dann wollen die Allgäuer bereit sein und ihre Chance wahrnehmen.

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