Deutsche Golf Liga

Golf: Regionalligist Wiggensbach will die ambitionierte Konkurrenz überraschen

Für Felix Kurz und die Golfer des GC Waldegg-Wiggensbach beginnt am Wochenende die Saison in der Deutschen Golf-Liga.

Für Felix Kurz und die Golfer des GC Waldegg-Wiggensbach beginnt am Wochenende die Saison in der Deutschen Golf-Liga.

Bild: Dirk Klos

Für Felix Kurz und die Golfer des GC Waldegg-Wiggensbach beginnt am Wochenende die Saison in der Deutschen Golf-Liga.

Bild: Dirk Klos

Die Männer des GC Waldegg-Wiggensbach schlagen in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands ab. Was sich die Oberallgäuer vorgenommen haben.
15.05.2021 | Stand: 17:30 Uhr

Nein, leicht haben sich die Organisatoren der Deutschen Golf-Liga (DGL) diese Entscheidung nicht gemacht. Zu unterschiedlich sind derzeit die Corona-Bestimmungen in den einzelnen Regionen. „Eine zentrale Absage einer gesamten Liga macht vor diesem Hintergrund keinen Sinn. Wir möchten den Teams die Möglichkeit geben zu spielen. Zumindest dort, wo es möglich ist“, heißt es seitens des Deutschen Golf-Verbands (DGV). Am Sonntag beginnt die neue Saison. Auch für das Allgäuer Golf-Aushängeschild, die Männer des GC Waldegg-Wiggensbach. Sie starten in der Regionalliga, der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands und sind damit auch ranghöchstes Team im Allgäu.

Zwei Leistungsträger haben den GC Waldegg-Wiggensbach verlassen

Die Vorfreude ist trotz aller Einschränkungen groß. Mannschaftskapitän Fabian Grotz sagt: „Natürlich gibt es derzeit Wichtigeres als Golf. Viele Sportler müssen noch immer pausieren, Tourismus und Gastronomie leiden seit Monaten unter den Verboten. Aber wir sind trotzdem froh, dass wir spielen dürfen. Es ist ein erster Schritt zurück in die Golf-Normalität.“ Im vergangenen Jahr war die DGL-Saison abgesagt worden. So starten die Wiggensbacher am Wochenende in eine Spielzeit, die zwar eine unveränderte Konstellation bringt, aber komplett neue sportliche Voraussetzungen für die Oberallgäuer. Denn das Gesicht des Teams hat sich in der Zwangspause verändert, zwei Leistungsträger haben den Klub verlassen – und schlagen jetzt bei Regionalliga-Konkurrenten ab.

Zum Auftakt fehlen in Olching gleich vier Spieler

Patrick Heinisch spielt nun beim GC Olching. Justin Deibler hat sich dem GC Augsburg, Heimatclub der deutschen Golf-Ikone Bernhard Langer, angeschlossen. „Beide fehlen uns sehr“, bedauert Grotz. Weitere Gegner sind der Münchener GC und der GC Starnberg, allesamt ambitionierte Mannschaften. Die Wiggensbacher, die 2019 als Aufsteiger sensationell Vizemeister geworden waren, gehen es daher zurückhaltend an. Grotz meint: „Wir genießen es, dass wir noch einmal in dieser Liga dabei sein dürfen. Alles andere als der Abstieg wäre eine Überraschung.“ Zumal die Vorbereitung nicht optimal lief, das traditionelle Trainingslager in Norditalien ausfiel und Grotz schon am ersten Spieltag personelle Probleme hat. Gleich vier Spieler fehlen in Olching aus beruflichen Gründen oder verletzungsbedingt. „Ich musste schon kämpfen, dass ich acht Leute zusammenbringe“, sagt der Kapitän.

Gespielt werden aufgrund der Corona-Pandemie nur zu zweit

Gemäß der Liga-Vorgaben darf nur in Zweier- und nicht wie üblich in Vierergruppen gespielt werden. Der klassische Vierer, eine Spielvariante im Team, wurde gestrichen. „Das ist sehr schade. Wir haben gerne im Vierer gespielt, das liegt uns“, sagt Grotz. Und auch auf das Gesellige müssen die Golfer noch verzichten. Die Wiggensbacher hoffen diesbezüglich aber auf weitere Lockerungsschritte bis zu ihrem Heimspiel am 18. Juli. Grotz: „Vielleicht dürfen wir dann nach der Runde schon wieder gemeinsam auf der Terrasse vor dem Klubhaus sitzen und den Spieltag Revue passieren lassen. Das wäre toll.“