Newsblog: Corona aktuell im Allgäu

Grundschüler in Memmingen und im Oberallgäu müssen weiter Maske tragen - Corona-Ausbruch in Schongauer Klinik

Grundschüler in Memmingen und im Oberallgäu müssen weiterhin Maske im Unterricht tragen. Auch in Marktoberdorf gilt die Maskenpflicht in Grundschulen. Das Bild zeigt Zweitklässler der Grundschule Sankt Martin.

Grundschüler in Memmingen und im Oberallgäu müssen weiterhin Maske im Unterricht tragen. Auch in Marktoberdorf gilt die Maskenpflicht in Grundschulen. Das Bild zeigt Zweitklässler der Grundschule Sankt Martin.

Bild: Mona Boos

Grundschüler in Memmingen und im Oberallgäu müssen weiterhin Maske im Unterricht tragen. Auch in Marktoberdorf gilt die Maskenpflicht in Grundschulen. Das Bild zeigt Zweitklässler der Grundschule Sankt Martin.

Bild: Mona Boos

Die Stadt Augsburg hat bei dem Sieben-Tage-Wert die Marke von 200 Corona-Neuinfektionen überschritten. Im Landkreis Ostallgäu steht die Corona-Ampel nun auf "Dunkelrot". Mehr im Newsblog der Allgäuer Zeitung.
26.10.2020 | Stand: 21:49 Uhr

>> Wir berichten in unserem Newsblog laufend über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Region Allgäu und in der Welt <<

Montag, 26. Oktober, 21.45 Uhr: Corona-Sorgen schicken Dow und Nasdaq auf Talfahrt

Sorgen über steigende Neuinfektionen und schwindende Hoffnungen auf weitere Corona-Wirtschaftshilfen vor den US-Präsidentschaftswahlen haben die US-Börsen zum Wochenstart schwer belastet. Überraschend schwache Daten vom Häusermarkt trugen ihr Übriges zur angeschlagenen Stimmungslage bei. Der Dow Jones Industrial sackte am Montag direkt zum Handelsstart unter die Marke von 28 000 Punkten und weitete seine Verluste im Verlauf noch weiter aus, bis er den tiefsten Stand seit Ende September erreichte.

Die Nasdaq-Indizes konnten sich dem starken Abwärtstrend zunächst entziehen, doch dann ging es auch an der technologielastigen Börse spürbar nach unten. Letztlich verlor der Dow 2,29 Prozent auf 27 685,38 Punkte und erholte sich damit wieder etwas. Der marktbreite S&P 500 gab um 1,86 Prozent auf 3400,97 Punkte nach. Der Nasdaq-Auswahlindex 100 sank um 1,61 Prozent auf 11 504,52 Zähler.

Montag, 26. Oktober, 21 Uhr: Medienbericht: Merkel plant "Lockdown Light"

Am Mittwoch berät Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Wegen der weiter rasant steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen will die Kanzlerin laut einem Medienbericht die Maßnahmen bundesweit verschärfen. Laut "Bild" will das Kanzleramt vor allem bei Gastronomie und Veranstaltungen hart vorgehen. Restaurants und Bars sollten schließen und Veranstaltungen verboten werden

Im Gegensatz zum Lockdown im Frühjahr sollten Schulen und Kitas dann jedoch weiter geöffnet bleiben. Außer es handelt sich um Regionen mit katastrophal hohen Infektionszahlen. Auch der Einzelhandel solle mit neuen Einschränkungen offen bleiben. .

Montag, 26. Oktober, 20.15 Uhr: Merkel: Soziale Frage gewinnt in Corona-Krise an Schärfe

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Corona-Krise als Bewährungsprobe für den Zusammenhalt in der Gesellschaft bezeichnet. Die CDU-Politikerin sagte am Montagabend: "Die Pandemie mit ihren vielfältigen Folgen trifft uns alle, einige aber besonders hart - vor allem jene, die ohnehin nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens stehen, die im Alltag Aufmerksamkeit und Unterstützung brauchen, die sie nun aber coronabedingt noch schwerer als sonst bekommen können. Und so gewinnt die soziale Frage an Schärfe." Merkel äußerte sich in einer Videobotschaft bei der Verleihung des Sozialpreises 2020 der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege.

Montag, 26. Oktober, 19.30 Uhr: Corona-Ausbruch im Schongauer Krankenhaus - 32 Mitarbeiter positiv getestet

Im Krankenhaus Schongau sind 32 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Derzeit berät ein Krisenstab, wie mit der Situation verfahren werden soll. Derweil nimmt die Klinik keine neuen Patienten auf, das berichtet der BR. Bei einer Routine-Untersuchung am Donnerstag waren im Krankenhaus Schongau fünf Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Danach hatte das Gesundheitsamt Weilheim angeordnet, alle 600 Mitarbeiter vom Ärzte-Team bis zu den Reinigungskräften zu testen. Die Verantwortlichen hätten sich darauf verständigt, die Notaufnahme in Schongau weiter zu betreiben. Generell gilt ein Aufnahmestopp für Neupatienten. Auch die Geburtsabteilung wurde geschlossen. Schwangere Frauen werden zur Entbindung an die Krankenhäuser in Landsberg und Kaufbeuren verwiesen.

Montag, 26. Oktober, 18.45 Uhr: Das macht die Corona-Krise mit unseren Kindern: Allgäuer Experte redet Klartext

Die Corona-Krise spitzt sich zu - und wirkt sich immer stärker auf den Alltag der Jüngsten aus: Feste und Partys werden abgesagt, an Schulen herrscht Maskenpflicht, ganze Klassen befinden sich in Quarantäne. Wie sollen Kinder, Eltern und Lehrer mit der schwierigen Situation umgehen? Antworten gibt Experte Michael Blechert (56), Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, in unserem Interview. Seine klaren Ansagen lesen Sie hier.

Montag, 26. Oktober, 18.25 Uhr: Nach Nürnberg sagt nun auch Augsburg den Christkindlesmarkt ab

Der Christkindlesmarkt in Augsburg wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber erklärte, die Stadt habe keine Wahl. "In einer solchen Situation ist es auch mit einem detaillierten Hygienekonzept nicht zu verantworten, mit Veranstaltungen von der Größe eines Christkindlesmarktes gezielt Menschen in die Stadt zu locken", sagte die CSU-Politikerin. "Da geht die Gesundheit der Bevölkerung in jedem Fall vor."

Montag, 26. Oktober, 18.20 Uhr: Bayerische Polizei trifft bei Kontrolle 1.820 Maskenmuffel an

Bei einer landesweiten Schwerpunktkontrolle zur Maskenpflicht hat die bayerische Polizei am vergangenen Freitag 1.820 Verstöße festgestellt. Mehr dazu hier.

Montag, 26. Oktober, 17.05 Uhr: Memminger Grundschüler müssen weiter Masken tragen

Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder hat sich mit dem Gesundheitsministerium, der Regierung von Schwaben und dem staatlichen Schulamt zur Maskenpflicht an Grundschulen abgestimmt. Dabei sei klar geworden, dass die Beibehaltung der bestehenden Regelung notwendig ist. Warum das so ist und an welchen Memminger Schulen derzeit Schüler und Lehrkräfte positiv getestet sind, lesen Sie hier.

Montag, 26. Oktober, 17 Uhr: Kaufbeuren sagt Martinimarkt ab

Die Stadt Kaufbeuren hat den für 7. und 8. November geplanten Martinimarkt aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens abgesagt. Auch der verkaufsoffene Sonntag, der normalerweise mit dem Martinimarkt einhergeht, kann aufgrund der Absage des Marktes aus rechtlichen Gründen ebenfalls nicht stattfinden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 26. Oktober, 16.55 Uhr: 50 Festnahmen und 18 verletzte Polizisten bei Demo gegen Corona-Beschränkungen in Berlin

Bei den Protesten gegen Corona-Beschränkungen hat die Berliner Polizei am Sonntag 50 Menschen vorübergehend festgenommen. Es seien 64 Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, Landfriedensbruchs, Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen versuchter Gefangenenbefreiung eingeleitet worden, teilte die Polizei in einer Bilanz am Montag mit. Zudem wurden 71 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen Verstößen gegen den Infektionsschutz geschrieben. Bei den Polizeieinsätzen seien 18 Kräfte verletzt worden. Bei mehreren Kundgebungen und einem Aufzug waren demnach rund 650 Beamte im Einsatz.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) bemerkte, es seien zunehmend Regelbruch und Gewaltbereitschaft zu beobachten. "Das können wir nicht akzeptieren." Bei freiheitsbeschränkenden Maßnahmen der Polizei sei es zu Widerstand und tätlichen Angriffen gegen die Einsatzkräfte gekommen. Die Demokratie halte einiges aus, Meinungs- und Versammlungsfreiheit würden auch in Zeiten der Pandemie gelten, betonte der SPD-Politiker. "Aber nichts rechtfertigt die Anwendung von Gewalt - weder gegen Menschen noch gegen Sachen."

Montag, 26. Oktober, 16.53 Uhr: Auch Bayerischer Verwaltungsgerichtshof lehnt Antrag auf Befreiung der Maskenpflicht ab

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat den Eilantrag zweier Grundschülerinnen auf Befreiung von der Maskenpflicht an der Schule abgelehnt. Sie hatten ärztliche Atteste vorgelegt, in denen es ohne weitere Begründung hieß, sie könnten "aus gesundheitlichen Gründen" die Masken nicht tragen. Weil die Grundschule die Atteste nicht akzeptierte, zog die Mutter vor Gericht: Ein beim Verwaltungsgericht Würzburg gestellter Antrag wurde jedoch abgelehnt, die Beschwerde vor dem VGH scheiterte nun ebenfalls. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 26. Oktober, 16.45 Uhr: Unterallgäuer Landrat bittet darum, nicht ohne Grund zum Corona-Test zu fahren

Wer keinen besonderen Grund dafür hat, sollte derzeit auf einen Corona-Test im Drive-In des Landkreises Unterallgäu verzichten. „Wir brauchen momentan alle Kapazitäten“, sagt Landrat Alex Eder.

Eigentlich kann sich im Drive-In am Mindelheimer Kreisbauhof jeder, der möchte, auf das Virus testen lassen. Kontaktpersonen von Infizierten ließ das Gesundheitsamt bis vor Kurzem über einen eigenen Fahrdienst abstreichen. Dieser reicht nun aber nicht mehr aus. Deshalb bittet der Landkreis alle, die keine Symptome aufweisen, keine entsprechende Anweisung vom Gesundheitsamt erhalten und auch sonst keinen Grund haben, auf einen Test zu verzichten. Das entlaste auch die Labore und trage dazu dabei, dass die Testergebnisse weiterhin schnell vorliegen, betont Eder.

Um mehr Tests zu ermöglichen, wurde am heutigen Montag eine zweite Teststrecke am Mindelheimer Drive-In eingerichtet. Bisher gab es nur eine. Am neuen Testzentrum in Erkheim wird von Anfang an eine zweite Strecke aufgebaut. Dort sollen künftig täglich mehrere Hundert Tests möglich sein. Das Testzentrum des Landkreises zieht nächste Woche von Mindelheim nach Erkheim um. Ab Montag, 2. November, befindet sich dieses an der Autobahnausfahrt auf dem Parkplatz des Sportheims in der Memminger Straße 44.

Montag, 26. Oktober, 16.43 Uhr: Mühldorf am Inn: Betrieb nach Corona-Infektionen in Putenschlachthof heruntergefahren

Nach zahlreichen Corona-Infektionen von Mitarbeitern eines Putenschlachthofs im oberbayerischen Ampfing (Landkreis Mühldorf am Inn) ist der Betrieb dort stark gedrosselt worden. Wie das Landratsamt Mühldorf am Inn am Montag mitteilte, dürfen in dem Schlachthof nur noch negativ getestete oder bereits genesene Mitarbeiter arbeiten. Alle Angestellten müssten bei der Arbeit eine FFP2-Maske tragen, zudem würden Schlachtzahlen und Bandgeschwindigkeit deutlich gedrosselt, um die Mindestabstände einhalten zu können. Außerdem würden die Mitarbeiter noch häufiger getestet.

Insgesamt haben sich nach Angaben des Landratsamtes 82 Mitarbeiter des Putenschlachthofs nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. In der vergangenen Woche hatte die Behörde berichtet, dass sich in dem Betrieb in Ampfing binnen einer Woche 78 Menschen infiziert hätten. Inzwischen sei die Zahl der Neuinfektionen zurückgegangen.

Montag, 26. Oktober, 16.25 Uhr: Stufe dunkelrot: Memmingen erlässt fünfte Allgemeinverfügung - ab Dienstag nur noch 50 Besucher bei Veranstaltungen erlaubt

Seit dem 24. Oktober hat die Stadt Memmingen den erhöhten Schwellenwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Automatisch gelten in Memmingen damit bayernweite Regelungen für die Stufe Dunkelrot der Corona-Ampel in Bayern.

Festgeschrieben sind diese Regelungen in der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Da diese in der vergangenen Woche um Maßnahmen für die Stufe Dunkelrot ergänzt wurde, passt auch die Stadt Memmingen die aktuell geltende Allgemeinverfügung an. (Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, Corona-Ampel, Allgemeinverfügung - was hinter den Begriffen steckt, lesen Sie hier.)

Ab Dienstag, 27. Oktober, gilt deshalb eine fünfte Allgemeinverfügung. Neu ist, dass alle lokalen Regelungen zu Veranstaltungen wegfallen. Zukünftig gelten ausschließlich die bayernweiten Maßnahmen. Bei Stufe Dunkelrot sind maximal 50 Personen für Veranstaltungen aller Art (Theater, Kino, Sportveranstaltungen, Vereinsversammlungen) zugelassen, egal ob im Innenraum oder unter freiem Himmel. Gottesdienste, Hochschulen und Demonstrationen sind dabei ausgenommen, teilt die Stadt mit.

Montag, 26. Oktober, 16.05 Uhr: Oberallgäuer Landrätin will nach Herbstferien erneut über Maskenpflicht in Grundschulen entscheiden

Seit dieser Woche gilt auch an den Oberallgäuer Grundschulen eine Maskenpflicht. Die Regelung sorgt bei einigen Eltern für Kritik. Diese berufen sich auf die Aussetzung der Maskenpflicht in anderen Kreisen und Städten. Das stundenlange Tragen der Maske wirke sich bei den Schülern negativ aus, zudem seien Kinder keine Treiber der Pandemie, so die Argumente.

Landrätin Baier-Müller zeigt Verständnis für die Sorgen. Klar sei jedoch, dass die dem Gesundheitsamt bekannt gewordenen Übertragungen an Schulen derzeit keinen Schnellschuss rechtfertigen: „Zahlreiche Klassen, auch an Grundschulen, sind derzeit wegen Coronafällen in Quarantäne. Das Infektionsgeschehen verschärft sich auch hier. Es gibt schwer nachvollziehbare Übertragungsketten.“

Man werde deshalb das Infektionsgeschehen in den Oberallgäuer Grundschulen aus den vergangenen Wochen bis zu den Herbstferien nochmals genau analysieren: „Auf dieser Basis werden wir über das weitere Vorgehen entscheiden.“

Man wolle den Präsenzunterricht so lange wie möglich aufrecht erhalten, macht die Landrätin deutlich. Die Maskenpflicht werde vom RKI bei der 50-er Inzidenz empfohlen und sei laut Medizinern gesundheitlich unbedenklich. Sie werbe dafür, den Kindern zu erklären, dass sie mit dem Tragen der Maske andere schützen: „Die meisten Kinder verstehen das und kommen mit der Maske auch gut zu Recht.“

Montag, 26. Oktober, 16 Uhr: Landrat von Rottal-Inn macht Nähe zu Österreich für hohe Corona-Zahlen mitverantwortlich

Der Landrat des niederbayerischen Landkreises Rottal-Inn, Michael Fahmüller (CSU), sieht in der Nähe zu Österreich einen der Gründe für die enorm gestiegenen Corona-Zahlen. "Das muss man offen sagen", so der Landrat. Beweisen könne man diesen Zusammenhang jedoch nicht. In dem Nachbarland seien die Maßnahmen lange Zeit nicht so streng gewesen wie im Freistaat. In der Stadt Simbach am Inn soll voraussichtlich ab Mitte der Woche eine weitere Teststation für Pendler nach und aus Österreich eingerichtet werden.

Der Landkreis Rottal-Inn geht ab Dienstag in einen zehntägigen Lockdown. Ab Mitternacht gelten strikte Ausgangsbeschränkungen, Schulen und Kindergärten werden geschlossen und Veranstaltungen abgesagt, wie Fahmüller ankündigte. Der Einzelhandel bleibt geöffnet, Freizeiteinrichtungen wie Fitnessstudios, Musik- und Tanzschulen sowie Schwimmbäder müssen schließen. Die Gastronomie darf nur noch Speisen zum Mitnehmen anbieten.

Montag, 26. Oktober, 15.56 Uhr: Nürnberg sagt Christkindlesmarkt ab

Der weltberühmte Christkindlesmarkt in Nürnberg fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das teilte die Stadt Nürnberg am Montag mit Blick auf die steigenden Corona-Fallzahlen mit.

Montag, 26. Oktober, 15.55 Uhr: Viele europäische Länder führen strengere Corona-Auflagen ein

Aufgrund der massiv steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen verschärfen viele europäische Länder ihre Maßnahmen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 26. Oktober, 14.55 Uhr: Trump spielt Corona-Gefahr erneut herunter

US-Präsident Donald Trump hat die Gefahr des Coronavirus erneut heruntergespielt und den Medien vorgeworfen, die Pandemie aus politischen Gründen aufzubauschen. Die Anzahl der Neuinfektionen steige nur, weil in den USA so viel getestet werde, erklärte Trump am Montag in einem Tweet. Er sprach von einer "Verschwörung der Fake News Medien".

Die "korrupten" und falsch informierenden Medien schlachteten die Pandemie gezielt bis zur Wahl am 3. November aus, um ihm zu schaden, schrieb Trump. "Am 4. November wird sich das Thema völlig verändern."

Die Anzahl der täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist in den USA zuletzt auf rund 70.000 gestiegen. Der Anstieg ist damit deutlich schneller als jener der Tests. Experten warnen, dass die USA mit Beginn der kalten Jahreszeit vor einer neuen Corona-Welle stehen. Ein plötzliches Verschwinden der Pandemie als Top-Thema in den US-Medien nach der Wahl scheint daher extrem unwahrscheinlich. In den USA, einem Land mit 330 Millionen Einwohnern, gibt es Daten der Universität Johns Hopkins zufolge bislang 8,6 Millionen bestätigte Infektionen und 225.000 Todesfälle - mehr als in jedem anderen Land.

Montag, 26. Oktober, 14.30 Uhr: Söder zum Kampf gegen Corona: "Das ist die Entscheidungswoche"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht den Kampf gegen Corona in einer entscheidenden Woche. "Ich glaube schon, dass es ziemlich ernst jetzt ist, und dass sich alle nochmal klar machen müssen, um was es geht", sagte Söder am Montag auf den Münchner Medientagen mit Blick auf die nächste Ministerpräsidentenkonferenz in wenigen Tagen. "Das ist die Entscheidungswoche." Söder bekräftigte: "Wir haben klare Ziele: Wir wollen der Wirtschaft keinen Schaden zufügen, wir wollen Schule und Kitas so lange wie möglich offen halten." Er verwies aber auch auf die bayern- und bundesweit immer weiter steigenden Corona-Zahlen.

Montag, 26. Oktober, 13.42 Uhr: Österreichs Kanzler stellt zweiten Lockdown in den Raum

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat einen zweiten Lockdown in den Raum gestellt. Sollte es nicht gelingen, den aktuell starken Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen zu stoppen, dann wäre das die Ultima Ratio, sagte Kurz am Montag in Wien. Kriterium dafür sei die Lage in den Kliniken. "Kein Land der Welt wird es zulassen, dass die Intensivmedizin überfordert wird," so Kurz. In Österreich ist der drohende Zusammenbruch des Gesundheitssystems gesetzliche Voraussetzung für einen Lockdown.

Jüngst hatte sich Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) noch sehr zuversichtlich gezeigt, dass die bisher eingeleiteten Maßnahmen ausreichen würden, die Entwicklung unter Kontrolle zu bringen. Dazu zählt seit Sonntag eine Obergrenze von sechs Personen bei privaten Feiern in Innenräumen und von zwölf Menschen im Freien. Zuletzt waren in Österreich praktisch täglich Rekordwerte bei den Neuinfektionen verzeichnet worden. Die Entwicklung ist aktuell deutlich schlechter als in Deutschland.

Montag, 26. Oktober, 13.30 Uhr: Memmingen schließt Tourist Information bis Ende der Woche

Die Tourist Information der Stadt Memmingen schließt wegen der aktuellen Corona-Lage bis Ende der Woche, um Besucher zu schützen. Das Team ist montags bis donnerstags von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr sowie freitags und samstags von 10 bis 13 Uhr erreichbar unter Telefon 08331/ 850 172 und per E-Mail: info@memmingen.de. Informationsmaterial wie Stadtpläne, Radkarten, Veranstaltungsflyer oder das Übernachtungsverzeichnis liegen im Vorraum der Tourist Information aus und können mitgenommen werden. Anmeldungen, Stornierungen und Anfragen zu Stadtführungen sind telefonisch oder per E-Mail möglich. Schülermonatskarten für den Bus gibt es vorübergehend beim Busunternehmen Angele (Schumannstr. 3 in Memmingen, Tel. 08331/ 92230), alle anderen Buskarten direkt im Bus.

Montag, 26. Oktober, 13.20 Uhr: Zweiter Landkreis in Bayern macht dicht: Ausgangsbeschränkungen in Rottal-Inn

Erst Berchtesgadener Land, nun Rottal-Inn: Die rasant steigenden Corona-Zahlen zwingen einen zweiten Landkreis in Bayern zu herben Einschnitten. Auch andernorts ist das nicht ausgeschlossen.

Montag, 26. Oktober, 12.58 Uhr: Maas droht Thai-König wegen Bayern-Aufenthalten mit Konsequenzen

Bundesaußenminister Heiko Maas hat dem thailändischen König Maha Vajiralongkorn mit Konsequenzen für den Fall gedroht, dass bei dessen Aufenthalten in Bayern rechtswidriges Verhalten festgestellt werde. "Natürlich habe ich auch das Treiben des thailändischen Königs in Deutschland im Blick", sagte der SPD-Politiker am Montag in Berlin auf einer Pressekonferenz. Dieses "Treiben" werde "dauerhaft" überprüft. "Und wenn es dort Dinge gibt, die wir als rechtswidrig empfinden, dann wird das sofortige Konsequenzen haben." Der thailändische König verbringt einen großen Teil seiner Zeit in Bayern, besitzt eine Villa in Tutzing am Starnberger See und hielt sich auch während des Corona-Lockdowns im Frühjahr trotz Beherbergungsverbots zeitweise in einem Luxus-Hotel in Garmisch-Partenkirchen auf. Der Knackpunkt im Streit über seine Aufenthalte ist, ob der König von Deutschland aus seinen Amtsgeschäften nachgeht oder nicht.

In Thailand gibt es seit Monaten Proteste gegen die Regierungspolitik, bei denen inzwischen auch die Rolle der Monarchie in Frage gestellt wird. Am Montag wollten Demonstranten zur deutschen Botschaft in Bangkok marschieren, um dort einen Brief zu überreichen. Berichten zufolge fordern sie die Bundesregierung darin auf, zu überprüfen, ob der König seine Amtsgeschäfte von Deutschland aus führt.

Montag, 26. Oktober, 12.42 Uhr: Über 18.000 Corona-Neuinfektionen in Belgien an einem Tag

Das von der Corona-Pandemie schwer betroffene Belgien meldet einen neuen Höchststand an Neuinfektionen. Für Dienstag voriger Woche (20. Oktober) belaufe sich die Zahl nach neuen Berechnungen auf 18.217, sagte der Sprecher des Krisenzentrums, Yves van Laethem, am Montag vor der Presse in Brüssel. Der Wert für den 20. Oktober war am Wochenende zunächst mit 15.432 angegeben worden. Zum Vergleich: In Deutschland, das mehr als siebenmal so viele Einwohner wie Belgien hat, hatte das Robert Koch-Institut den bisher höchsten Tageswert am Samstag mit 14.714 gemeldet, worin Nachmeldungen enthalten sein könnten. Für Belgien bezifferte das staatliche Gesundheitsinstitut Sciensano die Zahl der durchschnittlichen Neuinfektionen pro Tag für den Zeitraum vom 16. bis 22. Oktober auf 12.491, ein Anstieg um 44 Prozent zur Vorwoche. Die 14-Tage-Inzidenz erreichte 1288,7 Fälle pro 100.000 Einwohner, das ist eine Zunahme um 220 Prozent im Vergleich zu den beiden Wochen davor.

Bisher sind in dem 11,5 Millionen-Einwohner-Land 10.810 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. In Deutschland waren es bis Montag 10 056. Nach Angaben der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hat Belgien mit 94 Corona-Toten pro 100.000 Einwohner eine der höchsten Todesraten weltweit. Insgesamt gab es in Belgien seit Beginn der Pandemie 321 031 Infektionen mit dem Coronavirus, die meisten davon in den Provinzen Lüttich (Liège), Brüssel und Hennegau (Hainaut). Im Kampf gegen die Pandemie traten am Montag in der Region Brüssel abermalige Verschärfungen der Regeln in Kraft. So gilt dort nun überall Maskenpflicht, die nächtliche Ausgangssperre beginnt bereits um 22 Uhr statt um Mitternacht. Die flämische Regionalregierung wollte am Dienstagabend über Maßnahmen beraten. Der Ministerpräsident Walloniens, Elio Di Rupo, schloss am Montag nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga "zusätzliche Maßnahmen" nicht aus.

Montag, 26. Oktober, 12.20 Uhr: CDU-Spitze verschiebt Parteitag zur Vorsitzendenwahl ins nächste Jahr

Die CDU-Spitze verschiebt angesichts der dramatischen Corona-Infektionszahlen den für den 4. Dezember in Stuttgart geplanten Parteitag zur Wahl eines Vorsitzenden ins nächste Jahr. Der Parteitag solle im neuen Jahr idealerweise in Präsenz stattfinden.

Montag, 26. Oktober, 11.55 Uhr: Maskenpflicht in Bus und Bahn: Polizei registriert über 300 Verstöße im Allgäu

Nach der bayernweiten Kontroll-Aktion der Maskenpflicht am vergangenen Freitag unter anderem im Öffentlichen Personennahverkehr hat die Polizei am Montag ihre Bilanz dazu veröffentlicht: Unterm Strich stellten die Beamten knapp über 300 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz im Allgäu fest.

In Sonthofen weisen an den Eingängen zur Fußgängerzone Schilder auf die Maskenpflicht hin. Die Polizei stellte dort einen 46-Jährigen zur Rede, der keine Schutzmaske trug. Er händigte den Beamten ein ärztliches Attest aus, das ihn angeblich von der Maskenpflicht befreit, aber augenscheinlich gefälscht war. Der Name des Mannes wie auch die Unterschrift des Arztes war laut Polizei "offensichtlich manipuliert". Darum zeigten die Polizisten den 46-Jährigen wegen Urkundenfälschung an.

Die Polizei appelliert an alle Allgäuer, die Hygieneschutzmaßnahmen einzuhalten. Die Beamten kündigen an, weiterhin zu kontrollieren.

Montag, 26. Oktober, 11.27 Uhr: Niederbayern: "Lockdown" im Landkreis Rottal-Inn ab Dienstag

Angesichts extrem gestiegener Corona-Zahlen gelten im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn ab Dienstag um 0 Uhr strikte Ausgangsbeschränkungen. Das teilte am Montag ein Sprecher des Landratsamtes in Pfarrkirchen mit. Am Sonntag lag der Schwellenwert in dem Kreis laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bei etwa 228 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Neben dem Landkreis Berchtesgadener Land ist Rottal-Inn aktuell der zweite Landkreis in Bayern mit Ausgangsbeschränkungen. In anderen Bundesländern gibt es bisher keine vergleichbar strikten Ausgangsbeschränkungen.

Schulen und Kindergärten werden geschlossen und Veranstaltungen abgesagt, wie es in einer Mitteilung heißt. Am Nachmittag wollten Gesundheitsministerin Melanie Huml und Landrat Michael Fahmüller (beide CSU) über die Maßnahmen informieren. Letzte Woche wurden bereits im Berchtesgadener Land an der Grenze zu Österreich ähnliche Ausgangsbeschränkungen verhängt, weil es Werte von fast 300 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche gab. Die Menschen dürfen nur noch aus triftigen Gründen aus dem Haus. Im gesamten Freistaat sind die Corona-Zahlen in den vergangenen Tagen drastisch gestiegen. Auch in der Stadt Augsburg droht ein Lockdown. Besonders hohe Werte gibt es zudem in Schweinfurt sowie Weiden in der Oberpfalz.

Montag, 26. Oktober, 10.52 Uhr: Augsburger Corona-Warnwert über 200 - "Lockdown" droht

Bayerns drittgrößte Stadt hat bei dem Sieben-Tage-Wert die Marke von 200 Corona-Neuinfektionen überschritten. Wie die Stadt Augsburg am Montag berichtete, hat es in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner 205,4 Neuinfektionen gegeben. Bis Mitte der Woche will die Stadtverwaltung beobachten, ob die bereits ergriffenen Schutzmaßnahmen Wirkung zeigen. "Dann wird - in Abstimmung mit der Regierung von Schwaben und der Staatsregierung - entschieden, wie es weitergeht", teilte die Stadt mit. Auch ein zweiter Lockdown ist nach den Angaben der Kommune möglich - die Hintergründe.

Montag, 26. Oktober, 10.17 Uhr: Studenten starten in digitalen Hörsälen und Zelten ins Semester

So viel Präsenzlehre wie möglich, so viel digitale Lehre wie nötig - mit diesem Grundsatz starten die bayerischen Universitäten in das erste Wintersemester während der Corona-Pandemie. Studierende in Abschlusssemestern und Erstsemester werden für Veranstaltungen vor Ort bevorzugt. Doch die Corona-Beschränkungen stellen viele Unis vor Hürden bei der Umsetzung des Vorhabens.

Montag, 26. Oktober, 9.48: Europa kämpft gegen Corona: Neue Auflagen in mehreren Ländern

Im Kampf gegen die zweite Corona-Welle treten am Montag vielerorts in Europa neue Auflagen in Kraft, so etwa in Italien, Dänemark, der Slowakei und in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Viele Regierungen setzen auf nächtliche Ausgangssperren und weitere Kontaktbeschränkungen, um einen kompletten Lockdown der Länder zu vermeiden. Ein Überblick.

Montag, 26. Oktober, 9.32: Kramp-Karrenbauer will CDU-Parteitag auf Frühjahr verschieben

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat angesichts der Corona-Pandemie eine Verschiebung des für den 4. Dezember in Stuttgart geplanten Parteitages ins Frühjahr vorgeschlagen. Die Hintergründe.

Montag, 26. Oktober, 8.54 Uhr: Corona-Lockdown trifft Gastronomie - Bars besonders gebeutelt

Die Gastronomie in Deutschland hat seit dem Corona-Lockdown im Frühjahr beträchtlich an Umsatz eingebüßt. Zwischen März und August nahmen Restaurants, Cafés, Caterer und Bars preisbereinigt 40,5 Prozent weniger Geld ein als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Im kompletten Lockdown-Monat April fielen die Umsätze mit einem Minus von gut 68 Prozent demnach am stärksten. Mit der Öffnung im Mai erholten sich die Geschäfte zwar kontinuierlich. Im August lag der Erlösrückgang aber immer noch bei gut 22 Prozent, so die Wiesbadener Statistiker. Angesichts von Sperrstunden und Kontaktbeschränkungen in Corona-Hotspots zur Eindämmung der Pandemie kommen nun wieder neue Herausforderungen auf die Gastronomie zu.

Innerhalb der Branche besonders betroffen waren Lokale, die ihr Geld mit Getränkeausschank verdienen: Dort, etwa bei Kneipen und Bars, fiel der Umsatz von März bis August um mehr als 45 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Restaurants, Gaststätten und Imbisslokale konnten dagegen mit Lieferdiensten und Ab-Haus-Verkäufen etwas Boden gut machen und büßten noch etwa 29 Prozent der Erlöse ein. Die Umsatzeinbrüche führten in der Gastronomie, die zuletzt rund 1,8 Millionen Menschen beschäftigte, zu einem kräftigen Job-Abbau, wie es weiter hieß. Die Beschäftigung lag von März bis August um etwa ein Sechstel unter dem Vorjahresniveau (-17,6 Prozent). Bei der Zahl der Insolvenzen machten sich die schlechten Geschäfte unterdessen nicht bemerkbar. Die Statistiker führen das aber auf die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht seit März zurück.

Montag, 26. Oktober, 8.20 Uhr: Corona-Ampel im Ostallgäu steht auch auf "Dunkelrot"

Nach Memmingen (149,7), Kempten (104,1) und Kaufbeuren (126,1) hat nun auch das Ostallgäu die die 7-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten: Mit einem aktuellen Wert von 108,4 steht nun die Corona-Ampel für den Landkreis auf "Dunkelrot". Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen.

Die Corona-Ampel in Bayern hat vier Stufen. Sie können die Grafik hier herunterladen und sie so an Freunde und Familie weitergeben. Diese Regeln gelten in den jeweiligen Stufen:

Die Corona-Ampel: Wenn die 7-Tage-Inzidenz-Werte von 35, 50 bzw. 100 überschritten werden, gelten strengere Corona-Regeln.
Die Corona-Ampel: Wenn die 7-Tage-Inzidenz-Werte von 35, 50 bzw. 100 überschritten werden, gelten strengere Corona-Regeln.
Bild: Grafik: AZ, Berger

Montag, 26. Oktober, 8.10 Uhr: Halloween: Spielwarenindustrie rechnet mit Einbußen wegen Corona

Der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie rechnet aufgrund der Corona-Krise mit Einbußen im Halloween-Geschäft. Der Umsatz rund um den 31. Oktober liege normalerweise nach Schätzungen der Fachgruppe Karneval zwischen 50 und 100 Millionen Euro, sagte Verbandsgeschäftsführer Ulrich Brobeil. "Das Niveau der letzten Jahre wird kaum zu erreichen sein", ergänzte er mit Blick auf den Verkauf von Kostümen in diesem Jahr. Das liege natürlich auch an den Warnungen, die einige Städte bereits ausgesprochen hätten.

Der ursprünglich US-amerikanische Brauch ist inzwischen auch in Deutschland weit verbreitet. Am Abend des 31. Oktober ziehen Kinder in gruseligen Kostümen von Haus zu Haus und sammeln Süßigkeiten.

Montag, 26. Oktober, 7.15 Uhr: Kleine Roboter helfen in Japan bei Corona-Einsamkeit

Kleine Roboter erfreuen sich in Japan während der Corona-Pandemie wachsender Nachfrage als Ersatz für zwischenmenschlichen Kontakt. So kauften immer mehr Japaner für ihre oft weit entfernt in der Provinz lebenden Eltern, die sie aus Sorge vor einem Ansteckungsrisiko derzeit nicht besuchen könnten, mechanisches Spielzeug wie Sonys Roboterhund Aibo, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Montag. Dank der Spielzeuge könnten sie sicherstellen, dass die Eltern wohlauf seien. So hatte Sony die neueste Version von Aibo so konzipiert, dass der Roboterhund im Haushalt auf Patrouille gehen kann. Besitzer können Bereiche im Haus festlegen, auf die Aibo zu bestimmten Zeiten aufpassen soll.

Roboter wie dieser hätten in Corona-Zeiten auch eine gewisse "heilende" Funktion, so Kyodo. So nimmt Aibo ein Lächeln oder lobende Worte und dank Sensoren auch Streicheln an Kopf oder Rücken wahr. Zudem kann der Mini-Roboter dank künstlicher Intelligenz sein Verhalten an die Reaktionen der Menschen anpassen. Mit Hilfe eingebauter Kameras und Mikrofone kann sich das mechanische Spielzeug zudem bis zu zehn Gesichter merken. Auch andere Roboter wie Qoobo der Firma Yukai Engineering Inc, ein flauschiges Kissen, das dem Benutzer Herzenswärme vermitteln soll und das mit einem Schwanz wedeln kann, erfreuten sich derzeit deutlich steigender Verkaufszahlen, so Kyodo.

Montag, 26. Oktober, 6.45 Uhr: Merkel: Deutschland stehen schwere Monate bevor

Deutschland steht bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie nach Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einer schwierigen Phase. "Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor", sagte die CDU-Politikerin in einer Schaltkonferenz mit den CDU-Fraktionschefs der Bundesländer. Die Kanzlerin gehe von weiter stark steigenden Infektionszahlen aus und sagte, bis wann Veranstaltungen wohl nicht mehr möglich sein werden.

Montag, 26. Oktober, 6.23 Uhr: Förderprogramme: Frische Raumluft in Corona-Zeiten

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, haben das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und die Bayerische Staatsregierung jeweils ein Programm zur Förderung eines infektionsschutzgerechten Lüftens aufgelegt. Das berichtet der Ostallgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU).

Somit könnten Kommunen in ihren öffentlichen Räumen raumlufttechnischen Anlagen um- oder aufrüsten lassen und so zu mehr Infektionsschutz in öffentlichen Gebäuden beitragen. „Die finanziellen Zuschüsse werden für die entsprechende Um- und Aufrüstung von stationären Anlagen gewährt. Der Zuschuss beträgt 40 Prozent der förderfähigen Ausgaben, maximal jedoch 100.000 Euro pro Anlage“, so Stracke. Antragsberechtigt sind unter anderem Kommunen, Hochschulen sowie öffentliche Unternehmen. Die Förderanträge können ab sofort bis zum 31. Dezember 2021 gestellt werden.

Auch für Schulen, die über keine geeigneten Lüftungsanlagen verfügen, hat Stracke gute Nachrichten: Mit rund 50 Millionen Euro fördere der Freistaat Bayern unter anderem die Anschaffung mobiler Luftreinigungsgeräte mit Filterfunktion an Schulen. (az)

Anträge können ab sofort bis zum 31. Dezember 2020 gestellt werden. Zuständig sind die jeweiligen Bezirksregierungen.

Montag, 26. Oktober, 6 Uhr: 8685 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Einen guten Start in die Woche wünscht Ihnen das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir beginnen mit den aktuellen Zahlen: Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Montagmorgen 8685 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Sonntagen und Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bei 4325 gelegen.

Am Samstag war mit 14 714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle übersteig am Wochenende die Marke von 10.000.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 437.866 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 26.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 24 auf insgesamt 10.056. Das RKI schätzt, dass rund 321.600 Menschen inzwischen genesen sind.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,45 (Vortag: 1,36). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 15 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Samstag bei 1,39 (Vortag: 1,38). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Sonntag, 25. Oktober, 22.05 Uhr: CDU-Präsenzparteitag am 4. Dezember ist offenbar vom Tisch

Der für den 4. Dezember geplante Präsenzparteitag der CDU zur Wahl eines neuen Parteivorsitzenden ist vom Tisch. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntagabend nach gut fünfstündigen Beratungen der engsten Parteispitze in Berlin. Man habe einen Rahmen für das weitere Vorgehen besprochen, den Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer nun an diesem Montag den CDU-Gremien vorstellen werde. Details wurden zunächst nicht bekannt.

Sonntag, 25. Oktober, 21.48 Uhr: Dramatischer Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich sind binnen 24 Stunden erstmals mehr als 50.000 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Gesundheitsbehörde meldete am Sonntagabend 52.010 neu erfasste Ansteckungen. Damit gab es erneut einen Spitzenwert innerhalb eines Tages seit Beginn der großflächigen Corona-Testungen in Frankreich.

Sonntag, 25. Oktober, 19.52 Uhr: Merkel warnt intern vor "sehr, sehr schweren Monaten"

Kanzlerin Angela Merkel hat einem Medienbericht zufolge erneut vor schwierigen Monaten wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus gewarnt. "Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor", sagte die CDU-Politikerin laut Bild-Zeitung vom Sonntagabend in einer Schaltkonferenz mit den CDU-Fraktionschefs der Bundesländer. An der Runde nahm nach dpa-Informationen auch der Chef der Union-Bundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus (CDU), teil. Über die bevorstehende Ministerpräsidentenkonferenz in der anstehenden Woche zeigte sich Merkel besorgt. Sie habe "kein so gutes Gefühl", sagte die Kanzlerin laut dem Bericht. "So kann es nicht weitergehen".

Sonntag, 25. Oktober, 18.22 Uhr: Gesundheitsstaatssekretär Holetschek wird Corona-Taskforce koordinieren

Der Staatssekretär im Bayerischen Gesundheitsministerium Klaus Holetschek wird künftig die Corona-Taskforce koordinieren. Gesundheitsministerin Melanie Huml sagte am Sonntag: „Wir mussten in Bayern in den letzten Tagen die höchsten Neuinfektionszahlen seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnen. Mit über 2000 Corona-Neuinfektionen waren die Zahlen so hoch wie noch nie". Holetschek kündigte an: "Die Taskforce-Corona-Pandemie wird sich in den nächsten Wochen vor allem mit der Weiterentwicklung der regionalen Beschränkungskonzepte beschäftigen und sich auch mit den Möglichkeiten der Vernetzung und Unterstützung der Kommunen befassen.“

Sonntag, 25. Oktober, 17.30 Uhr: Spahn meldet sich nach Corona-Infektion mit Video

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich erstmals seit seinem positiven Corona-Test per Video zu Wort gemeldet und an die Bevölkerung appelliert, bei der Eindämmung des Virus mitzuhelfen. Was er zu seinem Gesundheitszustand sagte lesen Sie hier.

Sonntag, 25. Oktober, 16.30 Uhr: Polizei muss bei Corona-Demo in Berlin einschreiten

Eine Versammlung gegen staatliche Corona-Beschränkungen ist am Sonntag in Berlin laut Polizei vom Anmelder beendet worden. Demonstranten hatten sich am Nachmittag vor dem Veranstaltungszentrum Kosmos versammelt. Über Lautsprecher teilte die Polizei mit, der Veranstaltungsleiter habe die Veranstaltung beendet. Die Demonstranten auf dem Platz in Berlin-Friedrichshain reagierten mit Buhrufen und Pfiffen. Polizisten kamen auf die dort aufgebaute Bühne. Die Teilnehmer wurden aufgefordert, den Ort zu verlassen.

Schon zuvor bei einer Versammlung auf dem Alexanderplatz hatte die Polizei mitgeteilt, dass sich die Teilnehmenden weitgehend nicht an die Auflagen wie Mindestabstand halten und Mund-Nasen-Schutz tragen hielten.

Sonntag, 25. Oktober, 15.05 Uhr: So reagiert Kaufbeurens OB auf die dunkelrote Ampel

Nachdem nun auch Kaufbeuren bei der 7-Tage-Inzidenz über den Wert 100 liegt, reagierte am Sonntag Oberbürgermeister Stefan Bosse mit einem Statement: „Die Entwicklung in Kaufbeuren läuft parallel zu der in der Region. Wir können uns von diesem Infektionsgeschehen nicht abkoppeln. Wir müssen nun versuchen, mit viel Disziplin und Sorgfalt wieder aus der Situation rauszukommen. Aufgrund der Mitteilungen aus dem Gesundheitsamt hatten wir bereits damit gerechnet, dass wir über den Wert von 100 kommen, wir wussten nur nicht genau, an welchem Tag das passiert.“ Laut Bosse befinden sich derzeit in Kaufbeuren fünf Corona-Patienten auf Isolierstation, einer auf Intensivstation.

Sonntag, 25. Oktober, 14.21 Uhr: Corona-Ampel auch in Kaufbeuren auf "Dunkelrot"

Auf die Stadt Kaufbeuren hat bei der 7-Tage-Inzidenz den Wert 100 gerissen - genau liegt er bei 103,6 Fälle pro 100.000 Einwohner. Damit steht auch die Ampel in Kaufbeuren auf "Dunkelrot".

Sonntag, 25. Oktober, 13.45 Uhr: Brandanschlag auf Gebäude des Robert Koch-Instituts

Unbekannte haben nach Angaben der Polizei ein Gebäude des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin attackiert. Gegen die Fassade seien in der Nacht zum Sonntag Brandsätze geworfen worden, teilten die Ermittler mit. Es sei niemand verletzt worden. Die Hintergründe.

Sonntag, 25. Oktober, 13.30 Uhr: Corona-Regeln und Vereinssport: Was ist erlaubt, was nicht?

Die neue Corona-Ampel soll endlich für mehr Klarheit sorgen und eine einheitliche Linie in das Maßnahmen-Chaos bringen. Doch ganz so einfach ist es offenbar doch nicht. Denn während mit steigendem 7-Tage-Indizenzwert auch die Regeln immer schärfer werden und Kontakte eingeschränkt werden müssen, werden die Maßnahmen im Sport erst einmal nicht strenger: Nach wie vor gilt - unhabhängig jeglicher Inzidenz - das "Rahmenkonzept Sport". Was das konkret bedeutet.

Sonntag, 25. Oktober, 12.30 Uhr: "Dunkelrote" Warnstufe in Kempten: Neue Corona-Regeln - OB Kiechle appelliert an Bürger

„Die Entwicklung war absehbar, weil die Fallzahlen seit Tagen steil nach oben gehen. Allerdings waren wir vom Tempo überrascht. Der Fall ist jetzt also deutlich früher eingetreten als wir erhofft haben.“

Der Kemptener Oberbürgermeister Thomas Kiechle spricht am Sonntagvormittag von einer neuen Qualität der Fallzahlenentwicklung und appelliert an die Bürger - neue Corona-Regeln gelten.

Sonntag, 25. Oktober, 10.15 Uhr: Corona-Ampel für München springt auf "Dunkelrot"

In der Corona-Pandemie ist in der bayerischen Landeshauptstadt ein weiterer kritischer Wert der Neuinfektionen überschritten worden. Nach Zahlen des Robert Koch-Institutes vom Sonntag liegt der Wert bei 100,6 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Damit hat München nach der bayerischen Corona-Ampel nun den Status "Dunkelrot". Ab einer sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz von 100 müssen die Bewohner der betroffenen Kommune mit verschärften Einschränkungen im Alltag rechnen. So müssen Restaurants um 21.00 Uhr schließen.

Sonntg, 25. Oktober, 9.40 Uhr: Sankt-Martins-Umzüge im Allgäu fallen reihenweise aus - Wie Eltern und Kinder trotzdem feier können

Traurige Nachricht für viele Kinder im Allgäu: Die Sankt-Martins-Umzüge werden wegen der Corona-Krise im Allgäu reihenweise abgesagt. Gemeinsam mit vielen Freunden und der Familie mit Laterne durch die dunklen Straßen ziehen und Sankt-Martins-Lieder singen entfällt am Sankt-Martinstag (Mittwoch, 11. November). Was Eltern tun können, um ihre Kinder aufzumuntern und wie sich der Sankt-Martinstag dennoch gebührend feiern lässt, lesen Sie hier.

Sonntag, 25. Oktober, 8.45 Uhr: Können wir uns einen zweiten Lockdown leisten? Das sagt Finanzminister Scholz

Die Bazooka wollte Finanzminister Olaf Scholz laden, um dem Coronavirus das Fürchten zu lehren. Hilfen für Gastwirte. Kurzarbeitergeld für Unternehmen. Kinderbonus für Eltern. Die gut gefüllte Kasse half, die Sorgen zumindest zu dämpfen.

Doch je länger die Krise anhält, desto schwieriger wird die Lage für den Staat: Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind im September um 13 Prozent zurückgegangen. Mehr als eine Million Jobs bei mittelständischen Firmen sind gefährdet. Der Konsum – eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur – ist im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um mehr als zehn Prozent eingebrochen. Trotz Mehrwertsteuersenkung. Zugleich bleibt der Bedarf an finanziellen Brandmauern hoch.

Sonntag, 25. Oktober, 8 Uhr: Corona-Kontrolle: Fetischparty mit 600 Gästen in Berlin aufgelöst

Eine Fetischparty mit etwa 600 Gästen in einer angesagten Location in Berlin-Mitte hat am Samstagabend ein jähes Ende gefunden. Beamte der Berliner Polizei und der Bundespolizei lösten die Veranstaltung in der Alten Münze auf. "Es waren einfach zu viele für zu wenig Platz", hieß es bei der Polizei am späteren Abend. Die Veranstalterin erwartet demnach ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung. Der Mindestabstand habe wegen der Vielzahl der Personen nicht eingehalten werden können. Die Veranstalterin habe die Party nach Aufforderung durch die Beamten beendet. Die Gäste wurden in die Berliner Nacht entlassen und nach Hause geschickt.

Mit Hunderten Einsatzkräften kontrollierte die Berliner Polizei am Samstag, ob sich die Menschen an die Corona-Regeln halten. Rund 1.000 Polizisten sollten im Laufe des Tages im Einsatz sein, die Hälfte von der Bundespolizei. Auch für den Sonntag waren Kontrollen geplant.

Sonntag, 25. Oktober, 7 Uhr: Warnstufe "Dunkelrot" jetzt auch in Kempten

Seit Sonntag gilt auch in der Allgäu Metropole Kempten die höchste bayerische Corona-Warnstufe. "Dunkelrot" bedeutet strengere Corona-Regeln. Zum Beispiel eine frühere Sperrstunde in der Gastronomie. Die Regelungen finden Sie hier. Laut RKI gibt es in Kempten - hochgerechnet auf 100.000 Einwohner - 111,4 Corona-Fälle in den letzten sieben Tagen.

Auch Memmingen bleibt im dunkelroten Bereich. Hier liegt die 7-Tage-Inzidenz mit hochgerechnet 129,3 Fällen sogar noch höher. Die Zahlen fürs Allgäu finden Sie in unserer Übersicht.

Sonntag, 25. Oktober, 6.45 Uhr: Gesundheitsämter melden 11.176 Corona-Neuinfektionen in Deutschland - und 10.000 Tote

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 11.176 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen allerdings meist niedriger, auch weil am Wochenende weniger getestet wird. Insgesamt haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 429.181 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. Vor genau einer Woche waren es noch 5.587 Neuinfektionen an einem Tag.

Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 29 auf insgesamt 10.032. Die Marke von 10.000 war am Vortag überschritten worden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,36. Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 14 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Samstag, 24. Oktober, 22.45 Uhr: Teddys statt Zuschauer auf der Tribüne

Kuscheltiere statt Fußball-Fans: 15.000 Teddybären saßen bei einem Spiel in den Niederlanden mit einem Fußballtrikot auf der Tribüne.
Kuscheltiere statt Fußball-Fans: 15.000 Teddybären saßen bei einem Spiel in den Niederlanden mit einem Fußballtrikot auf der Tribüne.
Bild: Cor Lasker, dpa

Eine "schöne" Corona-Nachricht zum Abschluss des Tages: Wo in Nicht-Corona-Zeiten normalerweise die Fans des niederländischen Fußball-Erstligisten SC Heerenveen ihre Plätze haben, saßen diesmal Teddybären. 15.000 Stofftiere in blau-weißen Trikots mit rotem Herz waren am Samstag beim Heimspiel gegen den FC Emmen auf den Tribünen platziert. Die "Knuffelberen" in den friesischen Farben sollten an Kinder erinnern, die an Krebs erkrankt sind. Wegen der sich auch in den Niederlanden verschärfenden Corona-Pandemie waren für das Spiel keine Zuschauer mehr im sonst als Eisschnelllauf-Mekka bekannten Heerenveen erlaubt.

Nicht so schöne Nachrichten gab es am Abend noch von den Würburger Kickers: Ein Spieler und zwei Trainer des Vereins durften bei der Partie gegen den HSV nicht dabei sein, weil sie angeblich mit Corona infiziert sind. Doch die Tests waren "falsch postiv".

Samstag, 24. Oktober, 21.35 Uhr: Polizei muss Demonstranten bei Corona-Demo in Kempten trennen

Eine Corona-Demo hat am Samstag in Kempten statt gefunden. 15 in Schutzanzügen gekleidete Menschen zogen mit Plakaten durch die Innenstadt. Auf den Transparenten standen überspitzte Botschaften wie "Söder schützt euch" oder "Desinfiziert alles". Die Demonstranten wollten so auf freiheitseinschränkende Maßnahmen der Corona-Pandemie aufmerksam machen.

Die Demo blieb nicht friedlich: Gegendemonstranten stellten sich in den Weg, die Polizei musste einschreiten und die Demonstranten trennen. Alle Informationen dazu hier.

Samstag, 24. Oktober, 20.40 Uhr: Appelle von Oberbürgermeister und Landrätin

Am Abend haben sich Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder und die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller zu Wort gemeldet.

In Memmingen hat der Warnwert heute die "dunkelrote" Stufe der Corona-Ampel erreicht. "Die gegenwärtige Entwicklung besorgt mich sehr. Es kommt jetzt besonders darauf an, in noch stärkerem Maße als bisher die Corona-Regeln einzuhalten. Ich appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger und fordere sie alle auf, besonders achtsam zu sein", schrieb der Memminger OB Schilder bei Facebook.

Das Oberallgäu hat heute als letzter Landkreis im Allgäu den "roten" Bereich erreicht und den Warnwert 50 überschritten. Dort gelten ab Sonntag auch strengere Corona-Regeln - unter anderem dürfen sich nur noch fünf Personen im privaten und öffentlichen Raum treffen und in Grundschulen gilt ab Montag die Maskenpflicht im Unterricht. Landrätin Baier-Müller nennt das Thema sensibel. Man werde das Infektionsgeschehen in den Oberallgäuer Grundschulen aus den vergangenen Wochen bis zu den Herbstferien nochmals genau analysieren. Die dem Gesundheitsamt bekannt gewordenen Übertragungen auch an Grundschulen rechtfertigen ihr zufolge derzeit keinen Schnellschuss: „Wir wollen den Präsenzunterricht so lange wie möglich aufrecht erhalten", heißt es in einer Pressemitteilung vom Landratsamt am Abend.

Samstag, 24. Oktober, 19.55 Uhr: Kiews Bürgermeister: Vitali Klitschko hat Corona

In der Ukraine hat sich Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko vor seiner möglichen Wiederwahl als Bürgermeister in der Hauptstadt Kiew mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte der 49-Jährige am Samstagabend in mehreren sozialen Netzwerken mit. "Freunde! Das Coronavirus hat im unpassendsten Moment zugeschlagen", meinte er mit Blick auf den Wahlsonntag. "Ich fühle mich gut." Er habe zwar versucht, sich zu schützen, aber die Arbeit als Bürgermeister in Pandemie-Zeiten bedeute auch ein ständiges Risiko. Er sei regelmäßig getestet worden und werde nun aus der Selbstisolation weiter arbeiten, teilte Klitschko mit.

In der Ukraine stiegen die Corona-Infektionszahlen ähnlich wie in anderen Ländern Europas zuletzt stark an. Am Samstag wurden mehr als 7000 neue Fälle binnen 24 Stunden gemeldet,

In der ukrainischen Hauptstadt kandidieren neben Klitschko 19 Mitbewerber um das Bürgermeisteramt an. Vor fünf Jahren gewann er erst in der zweiten Runde mit mehr als 64 Prozent der Stimmen.

Will als Bürgermeister in Kiew wiedergewählt werden: Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko.
Will als Bürgermeister in Kiew wiedergewählt werden: Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko.
Bild: Serg Glovny/ZUMA Wire/dpa

Samstag, 24. Oktober, 19.30 Uhr: Bayerisches Corona-Testzentrum in Lindau weitet Betrieb aus

Aufgrund der hohen Nachfrage weitet das Corona-Testzentrum in Lindau seinen Betrieb aus. „In den vergangenen Wochen wurde das Testzentrum so gut angenommen, dass der Betreiber Allgäu Medical Service die personellen Kapazitäten erhöht und das Landratsamt einen weiteren Container aufgestellt hat“, teilt das Landratsamt Lindau mit. In knapp zwei Monaten haben sich in Lindau 5180 Personen testen lassen. Alle Informationen hier.

Samstag, 24. Oktober, 18.25 Uhr: Forderung nach bundesweit einheitlichen Corona-Regeln immer lauter

Vor einem Treffen der Ministerpräsidenten der Länder in der kommenden Woche werden die Rufe nach schärferen und vor allem einheitlicheren Corona-Regeln lauter. Wirtschaftsminister Peter Altmaier sprach sich wie zuvor Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dafür aus, notfalls auch mehr Kompetenzen auf den Bund zu verlagern.

"Entscheidungen eines einzelnen Bundeslandes können Auswirkungen auf alle anderen Bundesländer haben. Deshalb brauchen wir dringend mehr gemeinsame Entscheidungen", erklärte er in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Welche Länderchefs auch einheitliche Regeln fordern.

Samstag, 24. Oktober, 17.50 Uhr: Zahl der Neuinfektionen beosnders in Schwaben hoch

In der Corona-Epidemie überschreiten mittlerweile fünfzehn bayerische Städte und Kreise den Schwellenwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Das sind vier mehr als am Vortag, wie aus der am Samstag veröffentlichten Übersicht des Landesamts für Gesundheit hervorgeht.

Am schnellsten verbreitet sich das Virus nach wie vor im Berchtesgadener Land. Auffällig ist aber vor allem die Entwicklung in Schwaben - warum das so ist.

Samstag, 24. Oktober, 16.20 Uhr: Corona-Testzentrum in Kempten jetzt auch samstags geöffnet

Die Nachfrage ist groß, deshalb hat das Corona-Testzentrum in Kempten in der Ari-Kaserne jetzt auch samstags geöffnet. Das Testzentrum wird von der Stadt Kempten und dem Kreis Oberallgäu gemeinsam betrieben. Unser Fotograf Ralf Lienert war vor Ort:

Bilderstrecke

Corona-Testzentrum in Kempten am Samstag

Samstag, 24. Oktober, 15.40 Uhr: "Dunkelrote" Regeln gelten schon ab heute in Memmingen

Wie berichtet, hat die Stadt Memmingen heute den Schwellenwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tage überschritten und damit die "dunkelrote" Stufe der Corona-Ampel erreicht. Die damit verbundenen strengeren Regeln gelten bereits ab dem heutigen Samstag, teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit (normalerweise treten die schärferen Regeln am nächsten Tag in Kraft). Das bedeutet für die Memminger: Die Sperrstunde verschiebt sich um eine Stunde nach vorne auf 21 Uhr. Auch das Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen gilt ab 21 Uhr, der Alkoholverkauf an Tankstellen oder andern Verkaufsstellen ist ab 21 Uhr nicht mehr erlaubt. Welche weiteren Regeln ab sofort in Memmingen gelten und wie lange sie in Kraft sind, erfahren Sie hier.

Samstag, 24. Oktober, 15.25 Uhr: Weitere Corona-Fälle beim ECDC Memmingen

Der Allgäuer Oberliga-Klub ECDC Memmingen hat am Samstag weitere Corona-Fälle im Team bestätigt: "Mittlerweile haben sechs Personen rund um das Team der Indians einen positiven Testbescheid erhalten. Alle Betroffenen zeigen nur leichte Symptome und befinden sich, wie der Rest der Mannschaft, in häuslicher Quarantäne", schreibt der Verein am Samstag auf seiner Facebook-Seite. Mitte der Woche war bekannt geworden, dass sich zwei Spieler beim ECDC mit Corona infiziert hatten. Daraufhin wurden Tests bei weiteren Spielern veranlasst.

Samstag, 24. Oktober, 15.10 Uhr: Oberallgäu jetzt auch im "roten" Bereich

Das Landesamt für Gesundheit hat die neuen 7-Tage-Inzidenz-Werte für die Allgäuer Kreise und Städte veröffentlicht: Zum ersten Mal rutscht das Oberallgäu auch in den roten Bereich (51,28). Das bedeutet, dass dort ab morgen automatisch die Regeln der Stufe "rot" in Kraft treten (u.a. Treffen nur noch mit maximal fünf Personen im privaten und öffentlichen Raum, Sperrstunde um 22 Uhr).

Die Stadt Memmingen bleibt auch bei den LGL-Zahlen mit einem Wert von 115,65 im dunkelroten Bereich. Kaufbeuren bleibt weiter knapp unter dem Wert 100. Besonders viele Corona-Neuinfektionen gibt es in Kempten: Dort ist die 7-Tage-Inzidenz auf knapp 87 gestiegen, in den vergangenen Tagen lag sie immer unter 60. Die detaillierten 7-Tage-Inzidenz-Werte fürs Allgäu erfahren Sie hier.

Samstag, 24. Oktober, 13.30 Uhr: Merkel: Gebot der Stunde heißt Kontakte reduzieren

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor dem Hintergrund deutlich steigender Corona-Infektionszahlen erneut an die Bürger appelliert, durch weniger Kontakte bei der Eindämmung der Pandemie mitzuhelfen. "Wir sind nicht machtlos gegen das Virus, unser Verhalten entscheidet, wie stark und wie schnell es sich ausbreitet. Und das Gebot der Stunde heißt für uns alle: Kontakte reduzieren. Viel weniger Menschen treffen", sagte sie in ihrem am Samstag veröffentlichten Videopodcast.

Samstag, 24. Oktober, 13 Uhr: Weltweit neue Corona-Negativ-Rekorde

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen weltweit steigt und steigt. Täglich werden weitere Negativrekorde gemeldet. In den USA erhöhte sich die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages erstmals seit Beginn der Pandemie auf mehr als 80.000. Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) verzeichnete dort am Freitag (Ortszeit) 83.757 neue Fälle, rund 12.000 mehr als noch am Vortag.

Auch in Europa gehen die Werte steil nach oben. Belgien, das in Relation zur Einwohnerzahl zu den am stärksten von der Pandemie getroffenen Staaten in Europa zählt, registrierte mit 15.432 Infektionen (20. Oktober) binnen eines Tages einen neuen Höchstwert.

Samstag, 24. Oktober, 12.15 Uhr: Allgäuer Snowboard-Weltmeisterin Jörg infiziert - DSV-Team in Quarantäne

Nach einer Corona-Infektion bei Snowboard-Weltmeisterin Selina Jörg hat sich das deutsche Race-Weltcupteam in eine freiwillige Quarantäne begeben.

Das teilte Snowboard Germany am Samstag mit. Die Infektion bei der 32-Jährigen aus Sonthofen sei bei wöchentlichen Routinetests bemerkt worden. Die gesamte Lehrgangsgruppe habe sich daraufhin noch einmal auf das Virus testen lassen, hieß es weiter. "Selina geht es den Umständen entsprechend gut. Bisher zeigen keine weiteren Teammitglieder Symptome", sagte Sportdirektor Andreas Scheid in der Mitteilung. Alle hätten schnell und verantwortlich reagiert.

Samstag, 24. Oktober, 11.30 Uhr: Samu Haber an Corona erkrankt - "The Voice" läuft ohne ihn weiter

Musiker Samu Haber (44) ist positiv auf Corona getestet worden. Er habe vor dem Auftritt in einer finnischen Fernsehshow einen Test machen müssen, der positiv ausgefallen sei. "Ich konnte es erst nicht glauben, weil ich keine Symptome habe und mich ganz normal fühle", schrieb Haber am späten Freitagabend auf Instagram.

Samstag, 24. Oktober, 10.30 Uhr: Biden verspricht Amerikanern kostenlose Corona-Impfung

Eine Impfung gegen das Coronavirus soll nach Willen des demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden für alle Menschen in den USA kostenlos sein. Auch für Bürger ohne Krankenversicherung müsse die Regierung eine kostenfreie Schutzimpfung garantieren, sagte Biden am Freitag in Wilmington im Bundesstaat Delaware. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Blog zur US-Wahl.

Samstag, 24. Oktober, 10 Uhr: Pandemiewelle in Europa - neue Einschränkungen und Proteste gegen Lockdown

Die sich weiter zuspitzende Lage in der Corona-Pandemiehat weitere Einschränkungen des Alltagslebens in mehreren europäischen Ländern zur Folge. Seit Samstag gilt die Ausgangssperre in Frankreich in 54 Départements und dem französischen Überseegebiet Französisch-Polynesien. Damit sind nun 46 Millionen Menschen beziehungsweise zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner Frankreichs von der Anti-Corona-Maßnahme betroffen.

Die Einreise von Deutschland nach Dänemark ist seit Mitternacht nur noch mit triftigem Grund erlaubt. Und in Lettland dürfen bei Veranstaltungen in Räumen nur noch maximal zehn Personen zusammenkommen. In Italien kam es unterdessen zu Protesten.

Samstag, 24. Oktober, 8.50 Uhr: Stillstand in Sonthofen: Komplette Mannschaft des 1. FCS in Quarantäne

Nichts geht mehr – fürs Erste. Die Tornetze sind festgebunden, der Kiosk ist zu, die Tribünen leer. Die Corona-Pandemie hat den 1. FC Sonthofen erwischt, den Betrieb beinahe lahmgelegt. Seit nunmehr einer Woche ist die gesamte erste Mannschaft des Fußball-Landesligisten in angeordneter häuslicher Quarantäne. Drei Spieler des FCS sind positiv auf Covid-19 getestet worden. Schon die Absage der Liga-Partie gegen den FC Memmingen II war offenbar ein Vorbote für die dynamische Entwicklung, die sich beim größten Oberallgäuer Fußballverein in den Folgetagen ereignete. Was das für den Verein bedeutet, lesen Sie exklusiv mit AZ Plus.

Samstag, 24. Oktober, 8 Uhr: Diese Corona-Regeln gelten jetzt im Allgäu

Im Allgäu gelten derzeit drei unterschiedliche Warnstufen. Von "Gelb" (Oberallgäu) bis zu "Dunkelrot" (Memmingen). Diese Regeln gelten nun.

Die Corona-Ampel: Wenn die 7-Tage-Inzidenz-Werte von 35, 50 bzw. 100 überschritten werden, gelten strengere Corona-Regeln.
Die Corona-Ampel: Wenn die 7-Tage-Inzidenz-Werte von 35, 50 bzw. 100 überschritten werden, gelten strengere Corona-Regeln.
Bild: Berger

Samstag, 24. Oktober, 7 Uhr: Memmingen: Ampel steht jetzt auf "Dunkelrot"

Als erste Allgäuer Stadt hat Memmingen am Samstag laut RKI die höchste Warnstufe erreicht. Nach 117,9 Fällen - hochgerechnet auf 100.000 Einwohner - steht die Ampel nun auf "Dunkelrot". Das bedeutet: noch strengere Corona-Regeln. So gilt die Sperrstunde schon ab 21 Uhr. Kaufbeuren steht mit einem Inzidenz-Wert von 94,6 kurz vor der höchsten Warnstufe. Die Inzidenz-Werte im Allgäu in der Übersicht.

Samstag, 24. Oktober, 6.45 Uhr: 14.714 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstagmorgen 14.714 neue Corona-Infektionen gemeldet, so viele wie noch nie seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland. Da es allerdings am Donnerstag zeitweise zu Datenlücken bei der Übermittlung von Infektionszahlen gekommen war, könnten in der jüngsten Zahl der Neuinfektionen entsprechende Nachmeldungen enthalten sein. Auch am Samstagmorgen gab es zeitweise Unstimmigkeiten bei den angegebenen Zahlen.

Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung überschritt am Samstag die Marke von 10.000.

Durch einen Ausfall eines Webservers waren am Donnerstagnachmittag laut RKI Übermittlungen von den Gesundheitsämtern zu den zuständigen Landesbehörden und von denen zum RKI knapp drei Stunden lang gestört gewesen. Anschließend habe der Server aber wieder funktioniert. Die fehlenden Daten sollten am Freitag automatisch im Laufe des Tages übermittelt worden sein und somit in der Publikation vom Samstagmorgen erscheinen. Die Größe der Datenlücke war zunächst nicht bekannt. Betroffen von der Panne waren zum Beispiel Corona-Hotspots in Nordrhein-Westfalen.

Freitag, 23. Oktober, 21.51 Uhr: Mehr als 1500 Bundespolizisten in Corona-Quarantäne

Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen an die Mitarbeiter seiner Behörde appelliert, sich im privaten Bereich besser vor Ansteckung zu schützen. In einer Videobotschaft an die Polizeibeamten sagte er am Freitag, aktuell seien 136 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet. 1574 Bundespolizisten befinden sich nach seinen Worten derzeit vorsorglich in Quarantäne.

"Wenn wir ausfallen, geht das Licht aus", mahnte Romann. Deshalb hätten alle Mitarbeiter der Bundespolizei die Pflicht, sich gesund zu erhalten, "das gilt auch im privaten Bereich". Dort seien die Risiken höher als im Dienst. "Vermeidet Infektion, auch wegen möglicher Langzeitfolgen", appellierte er an die Beamten. Zum Schluss gab er ihnen noch einen scherzhaften Rat mit: "Essen Sie jeden Tag drei Knoblauchzehen, das hilft zwar nicht unmittelbar gegen das Virus, sorgt aber dafür, dass Euch niemand zu nahe kommt."

Freitag, 23. Oktober, 20 Uhr: Dänemark verschärft Corona-Regeln - Kein Alkoholverkauf nach 22 Uhr

Die dänische Regierung hat am Freitag weitere Maßnahmen angekündigt, die den Anstieg der Corona-Neuinfektionen bremsen sollen. Von Montag an dürfen sich nicht mehr als zehn Personen an einem Ort versammeln. Zuvor lag die Grenze bei 50. Außerdem dürfen Kioske und Supermärkte nach 22 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen. "Corona ist nicht überstanden, im Gegenteil, es ist zurück mit voller Kraft", sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Freitagabend bei einer Pressekonferenz.

Sie forderte die Dänen auf, ihre persönlichen Kontakte auf zehn Menschen zu beschränken. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen liegen auf einem ähnlichen Niveau wie jene in Deutschland.

In der Nacht zu Samstag treten außerdem neue Beschränkungen bei der Einreise nach Dänemark in Kraft. Wer aus Deutschland einreist, muss fortan einen triftigen Grund nachweisen. Das kann ein Verwandtenbesuch, die Arbeit und das Studium sein.

Freitag, 23. Oktober, 19.30 Uhr: Weniger Besucher auf dem Eiffelturm wegen Corona-Krise

Der Eiffelturm bekommt wegen der Corona-Krise viel weniger Besuch als gewöhnlich. Seit Schulanfang im September gebe es nur etwa 10 bis 20 Prozent des üblichen Besucheraufkommens, sagte der Präsident der Betreibergesellschaft Sete, Jean-François Martins, am Freitag im Radiosender RTL. Der Vorteil für die Besucher, die derzeit von allem aus Frankreich kommen: Sie müssen laut Martins nicht warten.

Der über 130 Jahre alte Turm unweit der Seine wird normalerweise von bis zu sieben Millionen Menschen im Jahr besucht. Nach einer mehr als dreimonatigen coronabedingten Zwangspause hatte das 324 Meter hohe Pariser Wahrzeichen Ende Juni seine Pforten wieder geöffnet.

Freitag, 23. Oktober, 18.55 Uhr: Hochschule Kempten legt fest: Vorlesungen fast nur noch online

Kempten hat bei der 7-Tage-Inzidenz den Warnwert 50 überschritten. Deshalb sollen die Studierenden der Hochschule Kempten den Campus nun möglichst meiden. Das gilt ab kommender Woche.

Freitag, 23. Oktober, 18.10 Uhr: Berchtesgadener Gymnasiastin darf vorerst nicht in die Schule

Eine Schülerin aus Berchtesgaden darf wegen der hohen Corona-Zahlen in ihrem Landkreis weiter nicht ihr Gymnasium in Traunstein besuchen. Das Verwaltungsgericht München bestätigte am Freitagabend die Anordnung des Landratsamts Berchtesgadener Land, nach der Schüler, die im Landkreis wohnen, keine Schulen außerhalb besuchen dürfen. Die Schülerin hatte sich mit einem Eilantrag an das Gericht gewandt, um wieder in die Schule im Nachbarlandkreis gehen zu dürfen. Dabei berief sie sich auf nachteilige Bildungschancen und verwies auf eine unmittelbar bevorstehende Prüfung.

Das Gericht erachtet die Einschränkung des Landratsamtes angesichts der hohen Zahlen für verhältnismäßig. Am Donnerstag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - bei 292,65 gelegen, die höchste Zahl bundesweit. Am Freitag sank der Wert leicht auf 278,49. Weitere Informationen im Artikel.

Freitag, 23. Oktober, 17.40 Uhr: Ausnahmen von Maskenpflicht für Grundschüler müssen genehmigt werden

Die Staatsregierung will regionale Ausnahmen von der Maskenpflicht für Grundschüler in Corona-Hotspots nicht so ohne Weiteres hinnehmen. Die Landkreise und kreisfreien Städte müssen derartige Ausnahmeregelungen vorab von den jeweiligen Bezirksregierungen genehmigen lassen - und diese ausführlich begründen. Das geht aus einem Schreiben des Gesundheitsministeriums hervor, das am Freitag an alle Kreisverwaltungsbehörden verschickt wurde und das der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt.

Von den Kreisverwaltungsbehörden ist demnach "eine ausführliche, auf die ganz konkrete Situation vor Ort abstellende und infektiologisch tragfähige Begründung mit einzureichen", heißt es in dem Schreiben. Kommunen, die in den vergangenen Tagen bereits Ausnahmeregelungen erlassen haben, müssen eine Begründung "unverzüglich" nachreichen.

Nach der neuen bayerischen Corona-Verordnung gilt eine Maskenpflicht im Unterricht auch für Grundschüler automatisch überall dort, wo es mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gab. Kommunen können aber davon abweichen und Ausnahmeregelungen erlassen - davon hatten zuletzt die Landeshauptstadt München und anschließend auch mehrere Landkreise Gebrauch gemacht. Dafür braucht es aber neben einer klaren Begründung nun auch eine Genehmigung.

Freitag, 23. Oktober, 17.20 Uhr: Oberverwaltungsgericht kippt Beherbergungsverbot im Norden

Schleswig-Holsteins Oberverwaltungsgericht hat das sogenannte Beherbergungsverbot für Touristen aus Corona-Hotspots gekippt. Das Gericht in Schleswig stufte die Regelung am Freitag als rechtswidrig ein. Es erklärte die Regelung in einem Eilverfahren für außer Vollzug gesetzt, bis eine Entscheidung in der Hauptsache getroffen ist.

Auch in Bayern gilt das Beherbergungsverbot nicht mehr.

Freitag, 23. Oktober, 17.10 Uhr: Irritation in Österreich über Pendler-Testpflicht in Bayern

In Österreich stoßen die deutschen Reisewarnungen und besonders die neue bayerische Testpflicht für Berufspendler aus Corona-Risikogebieten auf Ablehnung. Politiker und Wirtschaftsvertreter kritisierten die seit Freitag geltende bayerische Maßnahme, die einen wöchentlichen PCR-Test von einpendelnden Arbeitnehmern fordert. "Eine gewisse Vorbereitungszeit wäre wünschenswert gewesen", teilte Tirols Landeschef Günther Platter mit.

Am Donnerstag hatte die Bundesregierung - neben anderen Nachbarländern - fast ganz Österreich ab kommenden Samstag als Corona-Risikogebiet eingestuft. Österreichs Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) will am Dienstag bei einem Besuch bei Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch über Corona-Beschränkungen und die ausgeweiteten Reisewarnungen sprechen.

"Wir bedauern die Entscheidung der deutschen Regierung eine Reisewarnung über große Teile Österreichs zu verhängen, und die damit verbundenen weiteren Maßnahmen", teilte sie am Freitag mit. "Wir brauchen treffsicherere Kriterien und ein einheitliches Vorgehen bei Reisewarnungen und Quarantäneregelungen."

Freitag, 23. Oktober, 16.40 Uhr: 39 Corona-Infizierte in Ulmer Schlachthof

In einem Schlachthof in Ulm haben sich 39 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Durch die regelmäßigen Reihentestungen könne sich die Zahl fortlaufend ändern, teilte ein Sprecher des Alb-Donau-Kreises am Freitag mit. Betroffen ist demnach vor allem die Rinderschlachtung, es gebe jedoch Hinweise, dass das Geschehen auch auf weitere Bereiche gestreut habe. Zu dem Ausbruch wurde im Gesundheitsamt des Landkreises eine Arbeitsgruppe gebildet.

Die Stadt Ulm stimme sich derzeit mit dem zuständigen Gesundheitsamt beim Alb-Donau-Kreis über mögliche Maßnahmen ab, sagte eine Stadtsprecherin. Der Landkreis kündigte entsprechende Quarantäne- und Infektionsschutzmaßnahmen an.

Der Ulmer Betrieb ist nach der Corona-Verordnung des Landes zu wöchentlichen Tests verpflichtet. Das Gesundheitsamt habe dem Schlachthof keine Ausnahme erteilt, auch wenn der Betreiber dies beantragt habe, teilte der Sprecher des Landkreises mit.

Freitag, 23. Oktober, 16.30 Uhr: Lockdown im Berchtesgadener Land: Lockerung bei To-Go-Gerichten

Im stark von dem Corona-Virus betroffenen Berchtesgadener Land können die Menschen nun auch nach 20.00 Uhr wieder Essen zum Mitnehmen bestellen oder abholen. Das Landratsamt änderte seine strenge Allgemeinverfügung vom Dienstag in diesem Punkt, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Gegen die Regelung hatte ein Betreiber eines Gastronomiebetriebs am Vortag beim Verwaltungsgericht München Klage und Eilantrag eingereicht.

"Nachdem wir in den letzten Tagen beobachten konnten, dass sich die Bürgerinnen und Bürger an die auferlegten Maßnahmen halten, freue ich mich, Ihnen mitteilen zu können, dass es keinen Grund mehr gibt, auch die Mitnahme oder die Lieferungen von Speisen nach 20.00 Uhr zu untersagen", erläuterte Landrat Bernhard Kern (CSU). "Deswegen wird diese Regelung ersatzlos aus der Allgemeinverfügung gestrichen."

Dem Gericht liegen allerdings weitere Klagen und Eilanträge gegen die strengen Beschränkungen vor, die einer Art Lockdown gleichkommen. Etwa ist das Verlassen der eigenen Wohnung bis 2. November nur noch mit triftigem Grund erlaubt; Hotels und Gaststätten sind dicht.

Freitag, 23. Oktober, 16.00 Uhr: Landkreis Lindau beendet Homeschooling für Grundschüler

Viele Kinder durften wegen Corona nur noch wechselweise in den Unterricht. Einige Eltern kritisierten das. Landrat Elmar Stegmann hat nun reagiert und sich am Donnerstag mit Vertretern des Landratsamtes und des Schulamtes abgestimmt. Bis zu den Herbstferien wurden nun einige Corona-Regeln entschärft. Weitere Informationen im Artikel.

Freitag, 23. Oktober, 15.40 Uhr: 15 Spieler des FC Füssen in Quarantäne

Nichts geht mehr beim FC Füssen. Zumindest an diesem Wochenende. Denn wegen eines Corona-Falls wurden alle Spiele des Vereins abgesagt. 15 Spieler befinden sich derzeit in Quarantäne.

Weitere Informationen lesen Sie hier.

Freitag, 23. Oktober, 15.20 Uhr: Österreich meldet dritten Corona-Tagesrekord in Folge

Österreich hat den dritten Tag in Folge einen Rekord an Corona-Neuinfektionen registriert. Am Freitag meldeten Innen- und Gesundheitsministerium 2.571 neue Fälle binnen 24 Stunden.

Bereits am Donnerstag und am Mittwoch waren jeweils Höchststände seit Beginn der Pandemie erreicht worden. Die Zahl neu gemeldeter Fälle binnen sieben Tagen stieg auf 154,4 pro 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt dieser Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts zurzeit im bundesweiten Durchschnitt 60,3.

Besonders betroffen sind die Bundesländer Salzburg (238,5), Tirol (215,4) und Vorarlberg (206,7) sowie Wien (189,8). Auch das mit den österreichweit wenigsten Fällen von der deutschen Reisewarnung ausgenommene Bundesland Kärnten zählte am Freitag 69,1 Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Freitag, 23. Oktober, 15.10 Uhr: Verfassungsrichter bestätigen Corona-Regel zur Kontaktdatenerfassung

Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat die coronabedingte Pflicht zur Erfassung von Kontaktdaten etwa in der Gastronomie oder bei Veranstaltungen bestätigt. Das höchste bayerische Gericht lehnte es in einer am Freitag veröffentlichten Entscheidung ab, die entsprechenden Vorschriften in der bayerischen Verordnung per einstweiliger Anordnung außer Vollzug zu setzen.

Es lägen keine Gründe vor, die einen solchen Schritt rechtfertigen würden, teilte das Gericht mit. Es sei nicht offensichtlich, dass die Staatsregierung beim Erlass der Verordnung bundesrechtlich eröffnete Spielräume überschritten haben könnte. Und es sei auch nicht offensichtlich, dass die Staatsregierung die Pflicht zur strengen Prüfung der Verhältnismäßigkeit des Eingriffs in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung verletzt haben könnte (Az. Vf. 26-VII-20).

Freitag, 23. Oktober, 14.45 Uhr: Corona-Krise kostet Kirche in Bayern mehr als 100 Millionen Euro

Die Corona-Krise kostet die katholische Kirche in Bayern mehr als 100 Millionen Euro. Allein das Erzbistum München und Freising rechnet in diesem Jahr mit einem Minus von bis zu 32 Millionen Euro bei Einnahmen aus der Kirchensteuer, wie das Bistum am Freitag in München mitteilte. Damit sei der Rückgang zwar nicht so deutlich wie im Frühjahr noch befürchtet - "aber er wird doch erheblich sein", sagte Generalvikar Christoph Klingan. "Die genaue Entwicklung ist schwer abzusehen."

Die Einnahmen aus Kirchensteuern sinken vor allem deshalb, weil in der Corona-Krise mehr Menschen in Kurzarbeit gegangen oder sogar arbeitslos geworden sind und deshalb keine Kirchensteuer mehr zahlen.

Ursprünglich hatte das Bistum mit Kirchensteuereinnahmen von 640 Millionen Euro für das Jahr 2020 gerechnet, sagte der Finanzchef des Bistums, Markus Reif. Und schon damit hätte unterm Stich am Jahresende ein Minus von 11,7 Millionen Euro gestanden. Reif geht jetzt von einem "Minus von vier bis fünf Prozent" bei den Kirchensteuern aus. Damit ergibt sich für 2020 ein erwartetes negatives Jahresergebnis von mehr als 40 Millionen Euro. Er könne sich nicht daran erinnern, jemals ein negatives Ergebnis ausweisen zu müssen, sagte Reif. 2019 hatte das Bistum mit Kirchensteuern noch rund 665 Millionen Euro verdient.

Freitag, 23. Oktober, 14.15 Uhr: In Corona-Krise Grenzschließungen in der EU vermeiden

In der EU sollten nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) Grenzschließungen in der Corona-Krise vermieden werden. Das machte Altmaier am Freitag in Berlin nach einer Videokonferenz der für Wettbewerbsfähigkeit zuständigen EU-Minister deutlich. Der für Binnenmarktfragen zuständige EU-Kommissar Thierry Breton sagte, die Grenzen sollten auf keinen Fall wieder geschlossen werden. Der Binnenmarkt dürfe nicht auseinanderreißen.

Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte etwa Deutschland Grenzkontrollen wiedereingeführt - an vielen Grenzen zu den Nachbarländern kam es zu Chaos. Grenzgänger, die im jeweils anderen Land arbeiteten, durften die Grenze zwar passieren - da ein Großteil der Übergänge aber geschlossen war, kam es zu langen Staus und Wartezeiten.

Freitag, 23. Oktober, 13.40 Uhr: Wirtshaus lockt Gäste mit Freibier zu korrekten Kontaktangaben

Eine Brauerei im baden-württembergischen Ehingen ist erfinderisch geworden, damit Gäste in der Corona-Pandemie im Wirtshaus korrekte Kontaktdaten hinterlassen. Statt Kontaktlisten erhalten die Gäste im Gasthaus der Brauerei Postkarten, auf denen sie ihre Daten eintragen sollen. Was die Postkarte ebenso enthält: Einen Gutschein für ein Freibier. "Wir wollten dem Gast die Scheu nehmen, uns seine persönlichen Daten zu geben, indem wir ihm mit der Versendung der Postkarte seine Daten zurückgeben", teilte Franz Weisser von der Brauerei mit.

Die Idee dazu sei auch aus der Not geboren, da die Brauerei nach dem Lockdown große Sorge gehabt habe, ob die Wirtschaft wieder in Gang komme. Von den Gästen werde die Aktion gut angenommen: "Nach dem Staunen sorgt es für ein Lächeln und sogar Heiterkeit", teilte Weisser mit.

Freitag, 23. Oktober, 12.50 Uhr: Kapazitätsgrenze erreicht: Soldaten helfen im Memminger Gesundheitsamt aus

Das Memminger Gesundheitsamt bekommt ab dem kommenden Montag Hilfe von der Bundeswehr. Das gab jetzt Oberbürgermeister Manfred Schilder bekannt. Die Behörde stößt angesichts einer hohen Zahl an Infektionen und einer Vielzahl von Kontaktpersonen, die ermittelt und benachrichtigt werden müssen, an ihre Kapazitätsgrenzen. Darum werden laut dem Rathauschef ab Montag fünf Soldaten und Soldatinnen die Mitarbeiter bei der Nachverfolgung von Kontakten unterstützen.

Ebenso kündigte Schilder an, dass es in der kommenden Woche Neues zum Thema Maskenpflicht an den Grundschulen geben soll. Den Oberbürgermeister erreichen nach eigenen Angaben Zuschriften und Anfragen in bisher ungekanntem Ausmaß, in denen Eltern ihren Unmut äußern und für eine Aussetzung dieser Regelung eintreten. Derzeit laufen laut Schilder Abstimmungen zu diesem Thema, auch werde ein weiteres Schreiben des Gesundheitsministeriums dazu erwartet. Deutlich stellte sich der Oberbürgermeister gegen „Alleingänge“ einzelner Städte und Landkreise.

Freitag, 23. Oktober, 12.15 Uhr: Österreich verschärft Corona-Regeln - auch Gesichts-Visiere vor dem Aus

Österreich verschärft ab Sonntag seine Regeln im Kampf gegen Corona weiter. Auch Gesichtsvisiere sollen verboten werden - aber mit einer Übergangsphase. Details dazu lesen Sie hier.

Freitag, 23. Oktober, 11.30 Uhr: Querdenker-Demo in Memmingen mit 300 Teilnehmern startet

In Memmingen hat am Freitag eine Querdenker-Demo stattgefunden. Auf dem Parkplatz der Memminger Stadionhalle sprach auch Arzt und Corona-Kritiker Bodo Schiffmann. Rund 300 Menschen waren laut Polizei vor Ort.

Freitag, 23. Oktober, 10.30 Uhr: Fasnacht 2021 in Marktoberdorf fällt aus

Corona-Schock in Marktoberdorf: Der größte Allgäuer Faschingsumzug - der Gaudiwurm - muss wegen der Corona-Krise abgesagt werden. Auch die Oberdorfer Fasnachtsabende und der Kinderball können nicht stattfinden. „Das ist tatsächlich die zweite Absage in unserer über 50-jährigen Geschichte.“, stellt Claudia Bestler, Präsidentin des Umzugs, traurig fest. Weitere Infos folgen.

Da bleiben für 2021 wohl nur die Erinnerungen an die letzten Umzüge.

Freitag, 23. Oktober, 10.15 Uhr: Testpflicht für Österreich-Pendler gilt ab heute

Am Mittwoch hatte es Markus Söder angekündigt, jetzt gilt die Testpflicht für Pendler aus Risikogebieten. Wer regelmäßig (zum Arbeiten oder für die Schule) aus einem ausländischen Risikogebiet nach Bayern einreist, muss regelmäßig Corona-Tests vorlegen.

Freitag, 23. Oktober, 9.45 Uhr: Ärztepräsident Reinhardt ist von Alltagsmasken "nicht überzeugt" - und erntet dafür Kritik

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat den Nutzen von Alltagsmasken bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie bezweifelt. Er sei von den Alltagsmasken nicht überzeugt, "weil es auch keine tatsächliche wissenschaftliche Evidenz darüber gibt, dass die tatsächlich hilfreich sind", sagte er in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" vom Mittwochabend.

"Schon gar nicht im Selbstschutz und wahrscheinlich auch nur ganz wenig im Schutz, andere anzustecken." Dennoch befürwortete er das Tragen in manchen Situationen. Die Ärztegewerkschaft kritisierte ihn und betonte, die Aussagen stünden im Widerspruch zur Studienlage. Die Hintergründe.

Freitag, 23. Oktober, 9.30 Uhr: Wenn wegen Corona die Nerven blank liegen: 7 drastische Fälle

In der Corona-Krise liegen bei vielen Zeitgenossen die Nerven blank. Unsere Redaktion dokumentiert sieben Fälle, die teils bundesweit für Fassungslosigkeit sorgten. Mehr darüber lesen Sie hier.

Freitag, 23. Oktober, 7.45 Uhr: Auf der Jagd nach Corona-Sündern: Bayerische Polizei kontrolliert am Freitag Maskenpflicht

Angesichts der deutlich gestiegenen Corona-Infektionszahlen kontrolliert die bayerische Polizei am Freitag verstärkt die Einhaltung der Vorschriften. Auch im Allgäu gibt es Kontrollen - aber "mit Augenmaß". Wo und wann die Allgäuer Polizei besonders kontrollieren will.

Freitag, 23. Oktober, 7.20 Uhr: Corona: Wie gut sind die Allgäuer Kliniken auf steigende Patientenzahlen vorbereitet?

In immer mehr Landkreisen und kreisfreien Städten steht die Corona-Ampel auf rot. Einige Kreise, zum Beispiel das Ostallgäu mit einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von 92,79 (LGL), kratzen sogar an der „dunkelroten“ Stufe. Lesen Sie exklusiv mit AZ Plus: Wie gut sind die Kliniken in der Region auf einen möglichen Anstieg der Patientenzahlen vorbereitet?

Freitag, 23. Oktober, 6.25 Uhr: 7-Tage-Inzidenz Allgäu: Aktuelle Werte für Städte und Landkreise

Inzwischen steht die Corona-Ampel beinahe im ganzen Allgäu auf "rot". Das bedeutet: Verschärfte Corona-Regeln für fast die ganze Region. Die Landkreise Ostallgäu und Kaufbeuren sowie die Stadt Kaufbeuren nähern sich sogar der neuen Warnstufe "dunkelrot". Die RKI-Zahlen vom Freitag:

  • Oberallgäu 37,2
  • Kempten 57,8
  • Ostallgäu 87,8
  • Kaufbeuren 81,1
  • Unterallgäu 83,9
  • Memmingen 65,8
  • Lindau 51,2

Damit bestätigt das RKI auch die hohen Zahlen vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, die gestern veröffentlicht wurden. Mehr Infos zur 7-Tage-Inzidenz und über die Entwicklung im Allgäu.

Freitag, 23. Oktober, 5.30 Uhr: 11.242 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Freitagmorgen 11.242 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Die Zahl ist vergleichbar mit dem Rekordwert von 11.287 Fällen vom Vortag und liegt deutlich über den 7.334 gemeldeten Neuinfektionen vom Freitag vergangener Woche.

Die jetzigen Werte liegen damit über denen vom Frühjahr, sind aber nur bedingt vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Donnerstag bei 1,11 (Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa elf weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,23 (Vortag: 1,17). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

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