Heute: Corona-Krise als Familie meistern

Gut gelaunt durch den November-Lockdown: Tipps gegen den Corona-Frust

Was kann man in den Herbstferien mit der ganzen Familie machen? Wir hätten ein paar Tipps.

Was kann man in den Herbstferien mit der ganzen Familie machen? Wir hätten ein paar Tipps.

Bild: Andreas Drouve

Was kann man in den Herbstferien mit der ganzen Familie machen? Wir hätten ein paar Tipps.

Bild: Andreas Drouve

Schlechtes Wetter, Lockdown und Herbstferien - da kann einem schon mal die Decke auf den Kopf fallen. Wir stellen ein paar Tipps gegen den Lockdown-Frust vor.
08.11.2020 | Stand: 08:43 Uhr

Ende Oktober war klar: Die diesjährigen Herbstferien werden anders - wie schon das gesamte Jahr 2020. Deutschland befindet sich im "Lockdown Light", Kontakte sollte die Bevölkerung meiden, Freizeiteinrichtungen sind geschlossen. Kommt dann noch regnerisches Wetter dazu, kann einem schnell die Decke auf den Kopf fallen. Damit das nicht passiert, stellt unsere Redaktion jeden Tag einen Tipp vor, der ein bisschen Freude in das (Familien)Leben bringen soll.

Tipps für die Herbstferien 2020 in Corona-Zeiten

Unser Tipp für Sonntag, 8. November: So kommt man als Familie gut durch die anstrengende Corona-Zeit

Die Corona-Krise stellt für den Familienalltag immer wieder eine besondere Belastung dar und der Teil-Lockdown ist für Familien manchmal eine ganz schöne Herausforderung. Die Kinder dürfen zum Spielen nur noch einen Freund treffen, sollen Kontakte reduzieren. Großeltern sollte man auch weniger sehen, weil sie zur Risikogruppe gehören. Und die Eltern jonglieren zwischen Job und Kinderbetreuung.

Eine Expertin von Profamilia gibt sieben Tipps, wie man sich als Familie in der Corona-Zeit nicht verliert und das Familienleben harmonisch bleibt.

Unser Tipp für Samstag, 7. November: Ort - Land - Gewässer - Kleidung - Tier spielen (ab 8 Jahre, ab zwei Personen):

Unser Tipp für den Samstag kommt vom Stadtjugendring Memmingen: Stadtlandfluss, kennt jeder, doch einfacher geht’s mit unserer Version. Du nimmst einen Zettel und schreibst die fünf Begriffe oben nebeneinander darauf und ziehst Linien von oben nach unten dazwischen. Nun beginnt der erste Spieler, leise das Alphabet zu zählen. Auf Stopp des Weiteren wird der Buchstabe laut gesagt und das Spiel kann beginnen. Die Runde endet, wenn alle Begriffe gefunden wurden. Danach Richtige zusammenzählen und vergleichen.

Unser Tipp für Freitag, 6. November: Lockdown-Gerichte nach Länder-Art: Es könnte schlemmer kommen

Reisewarnung hier, Corona-Hiobsbotschaft da: Die Urlaubplanung hat die Corona-Pandemie in diesem Jahr kräftig durcheinander gewirbelt. Doch darüber wollen wir heute ausnahmsweise nicht klagen, sondern das beste daraus machen: nämlich Lockdown-Gerichte nach Länder-Art.

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Und das geht so:

  • Jedes Familienmitglied benennt ein Land, in das es 2020 am liebsten gereist wäre.
  • Gemeinsam suchen wir ein bekanntes Gericht dieses Landes heraus.
  • Und ab geht es an den heimischen Herd: Zum Auftakt gibt es beispielsweise einen Klassiker der mediterranen Küche: Griechischen Salat mit angebratenem Feta. Morgen gibt es das kubanische Nationalgericht Ropa Vieja, am Sonntag probieren wir es mal mit einer italienischen Pinsa (muss ja nicht immer Pizza sein). Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wer will kann natürlich auch die begleitenden Getränke dem jeweiligen Land anpassen...
So holen wir ein bisschen Sonnenschein in den tristen Allgäuer November-Alltag und wärmen uns an schönen Reiseerinnerungen oder schmieden neue Reisepläne. Mit dem passenden Gericht lässt sich auch der Teil-Lockdown besser ertragen. Es könnte schlemmer kommen...

Unser Tipp für Donnerstag. 5. November: Neue Gesellschaftsspiele für die ganze Familie

Brettspiele sind immer ein guter Zeitvertreib – doch nach der zehnten Runde Memory oder Monopoly werden auch die Klassiker etwas langweilig. Die „Heldenschmiede“ in Kempten stellt daher drei neue Gesellschaftsspiele vor.

Cupcake Academy

  • Seid ihr bereit für die Aufnahmeprüfung der Cupcake Academy? Hier müsst ihr gemeinsam als Team schnellstmöglich alle Aufträge erfüllen und die gezeigten Cupcake-Förmchen auf den richtigen Tellern platzieren. Dabei dürft ihr stets nur ein Förmchen auf einmal bewegen und müsst darauf achten, dass immer genug Platz zum Arrangieren bleibt. Ein rasantes Spiel, bei dem es vor allem auf die Zusammenarbeit ankommt.
  • Spieleranzahl: 2 bis 4
  • Spieldauer: 10 Minuten
  • Alter: 8+

Anansi

  • Ein Spiel für alle Fans von Wizard und Schafkopf: Bei Anansi geht es nämlich in erster Linie nicht nur darum, möglichst viele Stiche für sich zu gewinnen, sondern ab und an auch mal einen Stich auszusetzen und eine Karte abzulegen, um sogenannte "Zuhörer" zu erhalten, die am Rundenende die gewollten Siegpunkte bringen. Außerdem beeinflusst jede so abgelegte Karte die Trumpffarbe, wodurch das Spiel ständig spannende Wendungen erfährt.
  • Spieleranzahl: 3 bis 5
  • Spieldauer: 30 Minuten
  • Alter: 10+

Allegra

  • Mit Allegra kommt ein kniffliges, semi-kooperatives Kartenspiel für die ganze Familie auf den Tisch: Zug für Zug deckt jeder Spiele seine ausliegenden Karten immer weiter auf und versucht dabei seine hohen Karten loszuwerden, um am Ende der Runde die niedrigsten Punkte zu haben. Der Kniff an der ganzen Sache: Zur eigenen Auslage gehören auch noch drei Karten des linken Nachbarn! Denkt ihr nur an euch oder arbeitet ihr zusammen?
  • Spieleranzahl: 2 bis 6
  • Spieldauer: 30 Minuten
  • Alter: 8+

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Unser Tipp für Mittwoch, 4. November, Waschmittel aus Kastanien herstellen:

Sie sind das Symbol des Herbstes: Kastanien. Kinder sammeln sie besonders gern. Und auch als Erwachsener ist es so schön nostalgisch, die Früchte zu sammeln, meint unsere Online-Kollegin Jessica Berger.

Doch was tun mit den vielen kleinen Früchten? Neben Kastanien-Männchen kann man aus Kastanien auch sehr gut ein ökologisches Waschmittel herstellen. Das geht ganz einfach:

Sie benötigen:

  • 8 bis 12 Kastanien, möglichst frisch (für eine Waschladung)
  • ein scharfes Messer, um die Kastanien zu verkleinern
  • Wasser
  • einen verschließbaren Behälter (zum Beispiel ein altes Einmachglas mit Deckel)
  • ein Sieb
  • ein Glas oder ähnliches

Die Rosskastanie, die bei uns am meisten vorkommt, gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse. Diese enthalten sogenannte Saponine - das sind Seifenstoffe, die die Eigenschaft haben, in einer wässrigen Lösung einen Schaum zu bilden, wenn sie geschüttelt werden.

Die Herstellung:

  • Schritt 1: Kastanien abwaschen, um sie von Dreck zu befreien
  • Schritt 2: Kastanien mit dem Messer zerkleinern. Je kleiner die Stücke sind, desto mehr Seifenstoffe werden freigesetzt. Tipp: Die helle Stelle an der Kastanie sollte unten liegen, da sie besonders hart ist. Falls Sie weiße Wäsche mit dem Kastanien-Waschmittel waschen wollen, sollten Sie vorher die braunen Schalen der Kastanie entfernen.
  • Schritt 3: Die zerkleinerten Früchte in ein verschließbares Gefäß geben und mit Wasser auffüllen. Die Lösung über Nacht ziehen lassen.
  • Schritt 4: Das Wasser ist am nächsten Tag milchig und man sieht den Schaum auf der Oberfläche - vor allem, wenn Sie das Behältnis schütteln. Gießen Sie das Kastanienwasser durch ein Sieb ab, damit keine Stückchen in der Waschmaschine landen, und füllen Sie es dann einfach ins Waschmittelfach der Maschine.

Das Waschmittel ist nicht lange haltbar, deshalb sollte man es zeitnah verbrauchen. Falls man doch die Wäsche damit nicht waschen will, können Kinder damit beispielsweise auch hervorragend ihre Spielautos oder Schleich-Tiere waschen.

Mit Kastanien kann nicht nur gebastelt werden: Man kann aus den Früchten auch Waschmittel herstellen. Unser Tipp für den Mittwoch.
Mit Kastanien kann nicht nur gebastelt werden: Man kann aus den Früchten auch Waschmittel herstellen. Unser Tipp für den Mittwoch.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

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Unser Tipp für Dienstag, 3. November, kommt vom Stadtjugendring Memmingen: Jeder musste schon einmal seine Stifte aufräumen. Warum nicht in die Stiftebox, die man ganz einfach selber basteln kann? Dafür benötigt man nur ein paar Toiletten- und/oder Küchenpapierrollen, Kleber und Farben. Einfach die Rollen in drei verschiedene Größen schneiden und auf einen Karton stehend kleben. Danach mit Farben bunt anmalen und fertig ist die Box.

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Unser Tipp für Montag, 2. November: "Mein Tipp für graue, nasse und deprimierende Herbsttage: Einfach mal drauf los schreien", sagt unsere Volontärin Marina Kraut. So machen das nämlich Studierende aus Uppsala, einer kleinen Stadt in Schweden. "Jeden Abend, pünktlich um 22 Uhr, öffnen die Studierenden der Flogsta Wohnheime ihre Fenster. Dann wird geschrien - aus voller Kehle."

Das mag komisch klingen - tut aber richtig gut. Einfach mal ausprobieren und dabei am Besten die Nachbarn vorwarnen, oder anders als die Schweden - die Fenster schließen.