B12: Verkehr im Allgäu

Handwerk pocht auf schnellen B12-Ausbau im Allgäu

Wieso Kammer-Präsident Hans-Peter Rauch (Oberallgäu) auf einen schnellen Ausbau der B12 im Allgäu pocht.

Wieso Kammer-Präsident Hans-Peter Rauch (Oberallgäu) auf einen schnellen Ausbau der B12 im Allgäu pocht.

Bild: Ralf Lienert (Archiv)

Wieso Kammer-Präsident Hans-Peter Rauch (Oberallgäu) auf einen schnellen Ausbau der B12 im Allgäu pocht.

Bild: Ralf Lienert (Archiv)

Nach der Industrie- und Handelskammer im Allgäu setzt sich auch die Handwerkskammer ein, dass die B 12 zwischen Kempten und Buchloe vierspurig ausgebaut wird.

15.08.2020 | Stand: 05:13 Uhr

Nach der Industrie- und Handelskammer (IHK) im Allgäu macht sich nun auch die Handwerkskammer (HWK) dafür stark, dass die B 12 zwischen Kempten und Buchloe ohne Verzug ausgebaut wird – und zwar vierspurig, so wie im Bedarfsplan verankert.

Handwerkskammer-Präsident: B12-Ausbau "kein unnötiger Luxus"

Der autobahnähnliche Querschnitt der neuen Bundesstraße, für deren Ausbau im Bereich Buchloe bereits das Planfeststellungsverfahren läuft, sei kein „unnötiger Luxus“, betont HWK-Präsident Hans-Peter Rauch (Oberallgäu). Es gehe vielmehr um den bundesweit gültigen Standard für Bundesstraßen. „Ich fahre mehrmals pro Woche nach Augsburg und erlebe regelmäßig, wie gefährlich die jetzige B 12 ist“, sagt Rauch und verweist auf die hohe Zahl schwerster Unfälle sowie den „deutlichen Sicherheitsgewinn“ durch die Vierspurigkeit: „Die getrennten Fahrspuren werden nicht alle Unfälle verhindern, aber zumindest die heftigen Frontalzusammenstöße.“

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Die HWK vertritt im Allgäu über 9.000 Betriebe mit knapp 50.000 Mitarbeitern. „Ich bin mit vielen Menschen im Gespräch, aber ich habe aus dem Handwerk noch keine einzige kritische Stimme zum B 12-Ausbau gehört“, sagt Rauch. Eine leistungsfähige Bundesstraße sorge vielmehr dafür, dass Unternehmen auch außerhalb der Region konkurrenzfähig seien, Waren fristgerecht transportiert würden und Mitarbeiter schnell und sicher an ihren Arbeitsplatz kämen.

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Ob eine Region wie das Allgäu wirtschaftlich vorankomme, hänge maßgeblich von der Verkehrsanbindung ab – der Ausbau der B 19 oder der A 96-Lückenschluss hätten dies ganz klar bewiesen.