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Unwetter in den Alpen: Riesiger Felssturz im Zillertal - Allgäu kommt glimpflich davon

Ein riesiger Felssbrocken stürzte im Zillertal herab.

Ein riesiger Felssbrocken stürzte im Zillertal herab.

Bild: Picture alliance/Zoom.Tirol/APA/dpa

Ein riesiger Felssbrocken stürzte im Zillertal herab.

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Sturmböen und Starkregen im Allgäu, ein gewaltiger Felssturz im Zillertal und bedrohlich steigende Flußpegel: Unwetter setzen am Sonntag dem Alpenraum zu.
Ein riesiger Felssbrocken stürzte im Zillertal herab.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
30.08.2020 | Stand: 21:57 Uhr

Update, Sonntag, 30. August, 18.35 Uhr: Zugverkehr zwischen Innsbruck und Bozen unterbrochen

Wegen Unwetterschäden ist der Zugverkehr auf der Strecke zwischen Innsbruck in Österreich und dem italienischen Bozen seit Sonntagabend unterbrochen. Betroffen seien die EC-Züge München-Innsbruck-Verona, teilte die Deutsche Bahn via Twitter mit. Es komme zu Verspätungen und Haltausfällen.

Update, Sonntag, 30. August, 18.21 Uhr: Allgäu bisher "glimpflich davongekommen"

Heftige Böen über dem Allgäu, immer wieder starke Regenschauer: Bis zum Sonntagabend ist das Allgäu in Sachen Unwetter "glimpflich davongekommen", so ein Polizeisprecher gegenüber unserer Redaktion. Im Bereich Lindau habe es auf kleineren Straßen Überflutungen gegeben. Keller seien bisher aber nicht vollgelaufen. "Hoffen wir, dass es am Abend dabei bleibt", so der Sprecher weiter.

Update, Sonntag, 30. August, 13 Uhr: Riesiger Felsbrocken zerstört Materialseilbahn im Zillertal

Ein riesiger Felsbrocken ist am Sonntag im Zillergrund abwärts gedonnert: Er zerstörte eine Materialseilbahn komplett und beschädigte auch die Straße massiv, wie die Tiroler Tageszeitung berichtet. Verletzt wurde niemand. Die Zillergrund Mautstraße bleibt aber bis auf Weiteres komplett gesperrt.

 

Update, Sonntag, 30. August, 9.45 Uhr: Wetterdienst warnt vor Sturmböen in Hochlagen im Allgäu

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Sturmböen der Stufe zwei bis vier in den Hochlagen der Landkreise Oberallgäu und Ostallgäu. In Lagen über 1500 Meter Höhe kann es für Menschen gefährlich werden. So können Äste oder Gegenstände herabfallen.

 

Update, Sonntag, 30. August, 9.30 Uhr: Hochwassernachrichtendienst erhöht Warnstufe für Rosenheim

Wegen des Dauerregens über Bayern hat der Hochwassernachrichtendienst für den Landkreis Rosenheim seine Warnstufe erhöht. Der Inn und seine südlichen Zubringer führen sehr viel Wasser, heißt es dort. Deshalb werde wohl der Inn-Pegel die Meldestufe eins überschreiten und es drohen Ausuferungen und Überschwemmungen. Für Städte und Gemeinden am Inn besteht aber noch keine Gefahr, teilte das Bayerische Landesamt für Umwelt mit.

Im Allgäu gilt derzeit die Meldestufe 1 des Hochwassernachrichtendienstes. Das bedeutet, es kann zu "kleineren Ausuferungen" an Flüssen komen. Allerdings betont die Behörde auch: "Für lokale Überschwemmungen, wie sie z.B. durch örtlich begrenzte Starkregen (Gewitter) auftreten, können keine Warnungen und Vorhersagen erstellt werden." Der Deutsche Wetterdienst warnt derweil vor Unwettern am Sonntag in ganz Schwaben. Erst am Montag soll der Regen nachlassen.

 

Update, Sonntag, 30. August, 6.00 Uhr: Unwetter sorgt in Südtirol für zahlreiche Feuerwehr-Einsätze

Starke Regenfälle haben am Samstag in Südtirol die Freiwilligen Feuerwehren auf Trab gehalten: Es kam laut Medienberichten zu rund 100 unwetterbedingte Einsätze. Vor allem Überschwemmungen von Gebäuden und Unterführungen, kleinere Erdrutsche und Steinschläge waren dafür verantwortlich, teilte das Land Südtirol Samstagabend mit.

Ähnlich wie im Allgäu blieb es auch in den österreichischen Nachbarregionen Tirol und Vorarlberg am Samstag trotz Starkregens ruhig. In Gschnitz (Tirol) ging eine eine kleine Mure ab, wobei keine Infrastruktur davon betroffen war.

 

Update, Sonntag, 30. August, 5.30 Uhr: Baum stürzt auf Kleinbus: Drei Menschen tot

Schrecklicher Unfall in Österreich: Bei einem heftigen Gewitters ist am Samstagnachmittag in der Gemeinde Burgauberg-Neudauberg (Bezirk Güssing) im Südburgenland ein Baum auf einen Kleinbus gestürzt. Drei Insassen kamen ums Leben. Vier weitere Personen, die sich in dem Fahrzeug befunden hatten, wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Das Südburgenland war von den Unwettern am Samstag besonders betroffen. Auch am Rande von anderen Straßen wurden nach Angaben der Rettungskräfte Bäume entwurzelt.

 

Samstag, 29. August, 12 Uhr: Starkregen: Wetterdienst warnt vor Unwetter am Sonntag im Allgäu

Das Wetter in Bayern präsentiert sich am Wochenende alles andere als gemütlich. Im Allgäu beherrschte am Samstag größenteils Dauerregen das Geschehen - die Pegel von Bächen und Flüssen steigen stündlich, nähren die Sorge vor Überschwemmungen und Hochwasser.

Nach heftigem Starkregen waren im Allgäu zuletzt Anfang August teils Wege und Wiesen überflutet. Insgesamt kam die Region jedoch im Vergleich zum benachbarten Oberbayern damals vergleichweise glimpflich davon. Bleibt das Allgäu auch an diesem Wochenende von (Hoch-)Wasserschäden verschont? Zumindest bis Samstagmittag blieb die Lage ruhig.

Dabei hatte es schon in der Nacht zum Samstag kräftig geregnet. Zum Beispiel auch in Irsee im Landkreis Ostallgäu. Dennoch war dort ein Großbrand in einer Lagerhalle ausgebrochen. Zudem brannten knapp 300 Strohballen am Rande eines benachbarten Waldstücks. 170 Rettungskräfte waren im Einsatz.

Doch wie konnte es im Dauerregen zu den Bränden kommen? Die Polizei hat dafür nur eine Erklärung: Es muss sich um Brandstiftung gehandelt haben. Die Ermittlungen laufen.

Unwetterwarnung für die Region

Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, bleibt es in der Nacht zum Sonntag regnerisch und kühl: Die Tiefstwerte liegen bei bis zu 9 Grad.

Am Sonntag regnet es noch überall in Bayern. Im Allgäu soll es dabei nur 12 Grad warm sein.

Besonders kräftig sind zudem die Niederschläge in unserer Region: Der DWD sprach für Schwaben und das südwestliche Oberbayern eine Unwetterwarnung wegen Starkregens aus.

Das Allgäu-Wetter im Überblick lesen Sie hier.

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In der Nacht zum Montag schwächt der Regen langsam ab. Der Start in die neue Woche ist dann unbeständig. Am Montag und Dienstag kann es vereinzelt noch regnen bei Temperaturen unter 20 Grad. Am Mittwoch wird es dann in ganz Bayern etwas freundlicher.