Nachwuchs-Fußball

Übersteiger unterm Nebelhorn: Erstes "Allgäu-Outlet"-Fußballcamp in Oberstdorf

„Unser großes Ziel war es, den Kindern nach diesem schwierigen Sommer wieder den Spaß am Fußball zu geben“, sagt Andreas Maier. „Die Kids hatten große Freude und sind glücklich nach Hause gegangen.“ Insgesamt besuchten 72 Kinder an sechs Tagen die Premiere des „Allgäu-Outlet“-Fußballcamps in Oberstdorf.

„Unser großes Ziel war es, den Kindern nach diesem schwierigen Sommer wieder den Spaß am Fußball zu geben“, sagt Andreas Maier. „Die Kids hatten große Freude und sind glücklich nach Hause gegangen.“ Insgesamt besuchten 72 Kinder an sechs Tagen die Premiere des „Allgäu-Outlet“-Fußballcamps in Oberstdorf.

Bild: Daniel Kopatsch

„Unser großes Ziel war es, den Kindern nach diesem schwierigen Sommer wieder den Spaß am Fußball zu geben“, sagt Andreas Maier. „Die Kids hatten große Freude und sind glücklich nach Hause gegangen.“ Insgesamt besuchten 72 Kinder an sechs Tagen die Premiere des „Allgäu-Outlet“-Fußballcamps in Oberstdorf.

Bild: Daniel Kopatsch

Bei der Premiere des „Allgäu-Outlet“-Camps in Oberstdorf kicken über 70 Kinder an sechs Trainingstagen. Ein Ex-Profi lobt das Konzept des FC Oberstdorf.
03.09.2020 | Stand: 18:45 Uhr

Die Premiere kam zur rechten Zeit. „Es war wichtig für die Kids, dass sie einfach mal wieder kicken konnten. Mit gleichaltrigen Kindern in einer Gruppe zu sein, oder einfach mal Quatsch machen zu dürfen“, sagt Andreas Maier. Der 36-jährige Spielertrainer des FC Oberstdorf ist Initiator und Gesicht des ersten „Allgäu-Outlet“-Fußballcamps in Oberstdorf. In den vergangenen zwei Wochen absolvierten über 70 Kinder in zwei dreitägigen Camps ein Dutzend Einheiten. „Unser großes Ziel war es, den Kindern nach diesem schwierigen Frühjahr und Sommer wieder das Gefühl für und den Spaß am Fußball zu geben“, fügt Maier an.

Prominente Unterstützung beim "Allgäu-Outlet"-Fußballcamp

Dabei hat sich der ehemalige Profi mit „Allgäu-Outlet“-Geschäftsführer Marc Wenz nicht nur auf der Sponsorenseite prominente Unterstützung geholt. Neben dem ehemaligen Schalker Profi Volker Abramczik, der in seiner Laufbahn über 200 Partien für die Königsblauen, für den MSV Duisburg und für Rot-Weiß Essen absolvierte, lockte Maier auch seinen Kumpel und Coach des FC Kempten, Matthias Jörg, sowie den Sonthofer und Neu-Kotterner Tim Buchmann ans Nebelhorn. Das Oberstdorfer Trainer-Urgestein Helmut Spengler und der ehemalige FC-Sonthofen-Jugendleiter Peter Lechleiter sowie eine Delegation der Eintracht-Frankfurt-Fußballschule komplettierten das Trainerteam bei der Premiere. 33 Kinder im ersten Camp und 39 in der zweiten Woche, alle zwischen sieben und 14 Jahren, hatten so die Gelegenheit, an der Technik im Umgang mit dem runden Leder zu feilen und vor allen Dingen auch abseits des Platzes Zeit, sich Tipps von den „Großen“ zu holen.

Andreas Maier war Initiator und Gesicht des ersten
Andreas Maier war Initiator und Gesicht des ersten "Allgäu-Outlet"-Fußballcamps in Oberstdorf.
Bild: Daniel Kopatsch

„Die Kids sind so wissbegierig, dankbar für jeden Tipp und haben eine super Einstellung, weil sie froh sind, wenn sie etwas lernen können“, sagt Maier, der bereits als 19-Jähriger in Sonthofen die F-Junioren trainiert hatte. Der 36-Jährige, der in seiner Laufbahn für den SSV Reutlingen in der Regionalliga und für den 1. FC Sonthofen sowie für den FC Memmingen und den FC Kempten in der Bayernliga aufgelaufen war, holte sich gerade mit Helmut Spengler einen „alten Hasen“ ins Team.

„Uns ist wichtig, dass die Kinder Disziplin in der Gruppe lernen, sie dabei aber auch genügend Abwechslung haben und den Spaß am Kicken erleben“, sagt der 55-Jährige, der aktuell die zweite Mannschaft des FC Oberstdorf trainiert und seit über drei Jahrzehnten die Fußball-Jugend unterm Nebelhorn maßgeblich mitformt. „Das Schöne ist, dass wir nicht nur Oberstdorfer Kinder hier haben – aus dem Walsertal, aus Sonthofen und Umgebung, aus Rettenberg und sogar einige Urlauber sind dabei.“

Uli Hoeneß’ Enkel kicken mit

Aus der Zusammenarbeit mit der Sonnenalp, die das Fußballcamp ins Programm für Urlauber aufgenommen hatte, waren unter anderem zwei Enkel von FC-Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß in Oberstdorf am Ball. Auch die Nachkömmlinge der „absolut fußballverrückten Familie“ genossen unter Maier Technik- und Dribblingschulung, Koordinationsübungen sowie Schwerpunkte im Schusstraining. „Wir haben darauf geschaut, dass nie Langeweile aufkommt, haben deshalb auch halbtags immer die Trainer gewechselt“, erzählt Andreas Maier. „Bei den kleinen Spielformen haben wir großen Wert darauf gelegt, dass es viele Ballkontakte gibt und dass alle Kinder eingebunden werden.“

Allgäu Outlet Fussballcamp in Oberstdorf
Neben zwölf Trainingseinheiten hatten die Kinder zwischen sieben und 14 Jahren auch allerhand Freizeit-Spaß – Fußball-Darts war bei den Kids einer der Renner.
Bild: Daniel Kopatsch

Volker Abramczik begeistert von der Jugend

Und auch wenn die fußballerische Ausbildung in zwölf intensiven Einheiten im Vordergrund stand – der Kern der Premierenveranstaltung war ein anderer, wie Volker Abramczik zugibt. „Die Kids werden wohl nicht fußballerische Fähigkeiten fürs Leben mitnehmen, aber umso mehr in Sachen Teamarbeit. Dass die Kinder sich in der Gruppe einfinden, dass stärkere mit schwächeren spielen, dass sie alle miteinander auskommen“, sagt der 56-jährige Abramzcik. Für den ehemaligen Profi, der über die Freundschaft mit Mehmet Sentürk vom Fanclub „Allgäu-Schalker“ nach Oberstdorf kam, war das Camp „darauf ausgelegt, dass wir Kinder in unterschiedlichen Altersgruppen zusammenzuführen. Man hat gespürt, dass sie dankbar sind und gerne wiederkommen.“ Das ist auch der Plan von Andreas Maier.

„Wir waren überwältigt, mit welcher Vorfreude die Kinder hier angekommen sind“, sagt der 36-Jährige und ergänzt: „Und wie glücklich sie wieder gegangen sind. Ich hoffe, dass wir den Vereinen in der Region etwas zurückgeben können, damit möglichst kein Club nach der Krise Spieler verliert.“