Erstes Rennrad-Event 2021 in Bayern

150 Athleten beim Massenstart: Sonntag steigt das Andreas-Brandl-Rennen in Sonthofen

Andreas-Brandl-Rennen

Mit dem Rekord von 150 Rennradlern beim Hauptrennen der Elite-Amateure/Amateure rechnet der RSV Sonthofen für die neunte Auflage des Andreas-Brandl-Gedächtnisrennens. Spektakulär wird es allemal.

Bild: Chris Gollhofer

Mit dem Rekord von 150 Rennradlern beim Hauptrennen der Elite-Amateure/Amateure rechnet der RSV Sonthofen für die neunte Auflage des Andreas-Brandl-Gedächtnisrennens. Spektakulär wird es allemal.

Bild: Chris Gollhofer

Das Andreas-Brandl-Renen in Sonthofen ist das bayernweit erste im Jahr 2021. RSV-Sonthofen-Präsident Richard Wolf über Programm, Strecke und Favoriten.
10.07.2021 | Stand: 13:35 Uhr

Das wird einer Radstadt gerecht. Das Andreas-Brandl-Gedächtnisrennen am Sonntag ist das erste Straßenrennen in Bayern überhaupt, das 2021 ausgetragen wird. Ein Rekord-Teilnehmerfeld, ein Massenstart, ein Radsportevent mit insgesamt fünf Rennen: Fast alles scheint wie früher, wenn es am Sonntag mit Start und Ziel am Eisstadion in Sonthofen ab 9 Uhr rund geht. Der Startschuss zum Hauptrennen fällt um 11.30 Uhr.

„Wir sind alle sehr froh, dass wir wieder ein Rennen haben können, dass wir endlich wieder Renn-Atmosphäre erleben“, sagt der RSV-Präsident Richard Wolf. „Aber wir sind auch alle gespannt, weil keiner so recht weiß, wo er derzeit steht. Schließlich gab es keine Möglichkeiten, sich miteinander zu messen.“

RSV-Chef Richard Wolf: "So gut besetzt wie nie"

Rein sportlich, ist Wolf sicher, wird die neunte Auflage des Rennens, das an den ehemaligen Sonthofer Jugendtrainer Andreas Brandl erinnert, ein ungekanntes Niveau bieten. „Wir sind so gut besetzt wie nie“, sagt Wolf. „Das liegt auch daran, dass wir aufgemacht haben für Elite-Amateure und Amateure. Dadurch wird die sportliche Klasse immens – wir erwarten auch Drittliga-Profis.“

Der RSV Sonthofen schickt sechs Fahrer in die neunte Auflage des Andreas-Brandl-Gedächtnisrennens.
Der RSV Sonthofen schickt sechs Fahrer in die neunte Auflage des Andreas-Brandl-Gedächtnisrennens.
Bild: Chris Gollhofer

Dabei freut sich der 35-Jährige heuer auf den Teilnehmerrekord von 150 Rennradlern allein im Hauptfeld. 2020 und 2019 waren es noch etwa 80. Auch Wolf selbst wagt sich wieder an den Start, nachdem er sich zwei Jahre lang ausschließlich um die Organisation gekümmert hat.

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Und auch wenn heuer im abgesperrten Bereich um die Eissporthalle an der Hindelanger Straße FFP2-Maskenpflicht besteht und Zuschauer angehalten sind, Menschenansammlungen zu vermeiden, erinnert doch viel „an die Zeit, in der alles normal war“, sagt auch Wolf. Urgestein Freddy Eberle aus Reutlingen wird wie schon in den ersten sieben Jahren die Moderation übernehmen. Auch die Strecke ist altbewährt und bekannt: Vom Eisstadion geht es nach Margarethen hoch, weiter nach Hofen und talwärts mit über 70 Sachen. Im Hauptrennen ab 11.30 Uhr wird das Feld diesen 3,6 Kilometer langen Kurs über 20 Runden angreifen – 72 Kilometer Distanz mit einem Durchschnittstempo von 37 km/h.

Startversuche für die Kinder im "Ersten-Schritt-Rennen"

Die U 13 startet bereits um 9 Uhr, eine Minute versetzt die U 11 – um 10 Uhr wird der ausrichtende RSV stolz seinen eigenen Nachwuchs auf die Strecke schicken. Insgesamt 18 Kids über alle Altersklassen hinweg werden sich im schwarz-grünen Trikot im Berg beweisen. Die Teilnahme für Kinder ist übrigens noch geöffnet. „Und wem der Berg dann doch zu lang erscheint, der darf sich über 900 Meter bei unserem „Ersten-Schritt-Rennen“ einfach mal mit anderen Kindern messen“, sagt Wolf. Hier wiederum darf nur mit einem Mountainbike gefahren werden. Kinder, die noch mitfahren möchten, können sich vor Ort um 9.30 Uhr anmelden.

„Wir werden zeigen, dass wir im vergangenen Jahr tolle Arbeit geleistet haben“, sagt Wolf. „Wir haben sehr viele Kinder aufs Rad gesetzt. Vom richtigen Schalten bis zu Klickschuhen – wir wollen sie Schritt für Schritt heranführen.“ Im Anschluss an die Kinderrennen startet der Lauf der U 15 und das Jedermann-Rennen ab 10.30 Uhr, das das Feld über acht Runden führt. Hier sind Plätze verfügbar – Startgebühr 15 Euro.

Ein Oberstaufener beim Hauptrennen im engen Favoritenkreis

Für das Glanzlicht aus sportlicher Sicht sollen aber einmal mehr die Elite-Amateure und die Amateure sorgen. Im Hauptrennen hat sich das „Who is who“ aus dem süddeutschen Raum angemeldet. Dem Oberstaufener Jonas Schmeiser vom RSC Kempten, Fabian Schormair vom Team „Felbermayr Simplon Wels“ und Fabian Danner („Erdgas Schwaben“) rechnet Wolf Chancen auf den Sieg aus. Bei den Amateuren könnte Lokalmatador Timo Albrecht vom RSV, der mit insgesamt sechs Fahrern an den Start geht, als Achter des vergangenen Jahres unter die besten Zehn fahren.

„Es ist sehr nah dran an der Normalität, was wir am Sonntag auf die Beine stellen wollen. Das allein fühlt sich schon gut an“, sagt Richard Wolf. „Und wenn wir noch mit einem Fahrer in den Top Ten landen, wäre ich aus dem Häuschen.“