Klimaschutz

21-jähriger Immenstädter organisiert Jugendkonferenz für Klimaschutz

Noch bevor es die Bewegung „Fridays for Future“ gab, hat sich ein 21-jähriger Oberallgäuer für den Klimaschutz engagiert.

Noch bevor es die Bewegung „Fridays for Future“ gab, hat sich ein 21-jähriger Oberallgäuer für den Klimaschutz engagiert.

Bild: Archiv/Dominik Berchtold

Noch bevor es die Bewegung „Fridays for Future“ gab, hat sich ein 21-jähriger Oberallgäuer für den Klimaschutz engagiert.

Bild: Archiv/Dominik Berchtold

Der 21-jährige Kilian Osberghaus organisiert eine mit namhaften Experten besetzte Jugendkonferenz. Warum das Bundes-Umweltministerium das Projekt unterstützt.
13.11.2020 | Stand: 11:30 Uhr

Er ist 21 Jahre jung, interessierte sich schon für Klimaschutz, lange bevor es „Fridays for Future“ gab, und organisiert ehrenamtlich eine Klimaschutz-Konferenz mit namhaften Referenten. Kilian Osberghaus aus Immenstadt ist einer von drei Projektleitern, die die Junge Klimakonferenz Deutschland veranstalten. Am Samstag, 14. November, werden sich dabei 200 junge Erwachsene in 18 Workshops und in öffentlich zugänglichen Livestream-Vorträgen mit der Frage „Welche Wirtschaft braucht das Klima?“ beschäftigen. Das Bundes-Umweltministerium finanziert das die nächsten drei Jahre mit 800 000 Euro.

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Mitarbeiterinnen der Britischen Botschaft in Berlin gewähren Einblicke in internationale Klima-Diplomatie

Das Programm ist hochkarätig besetzt: Das Grußwort hält Bundes-Umweltministerin Svenja Schulze. Zwei Mitarbeiterinnen der Britischen Botschaft in Berlin gewähren Einblicke hinter die Kulissen der internationalen Klima-Diplomatie. Dr. Klaus Bonhoff, Abteilungsleiter für Grundsatzangelegenheiten des Bundes-Verkehrsministeriums, diskutiert zur Frage: Sind Autos noch zeitgemäß? Ein Großteil der Workshops ist laut Osberghaus schon ausgebucht. Bei den Diskussionen auf Youtube könne jeder zuschauen.

Der 21-jährige Immenstädter hat dieses Programm maßgeblich mitorganisiert. Durch Zufall lernte er bei einem freiwilligen ökologischen Jahr auf der Nordseeinsel Föhr jemanden kennen, der die Junge Klimakonferenz aus den Niederlanden kannte und so etwas auch in Deutschland organisieren wollte. Osberghaus sagte zu, mitzumachen. „Da dachte ich mir noch nicht, dass das so viel Arbeit wird“, verrät der 21-Jährige.

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Wirtschaftsingenieurwesen in Augsburg studiert

Natur und Umweltschutz hatten es dem Immenstädter schon angetan, bevor es die „Friday for Future“-Bewegung der Jugend gab. Nach dem Abitur 2017 in Immenstadt und dem Jahr auf Föhr begann er, in Augsburg Wirtschaftsingenieurwesen zu studieren. Wegen Corona verbringt er seine Zeit nun – wie die meisten Studenten – im elterlichen Haus statt in der Studentenbude. Denn sämtliche Vorlesungen finden online statt, so wie am Samstag auch die Klimakonferenz. Ökonomisch bildet sich Osberghaus im Studium weiter, ökologisch im Ehrenamt. Was er in Zukunft plant? „Ich will die Wirtschaft nachhaltiger machen“, verrät der 21-Jährige seinen Berufswunsch.