Hinter den Kulissen des Fußballs

300 Kilometer für den Amateurkick: Zwei Blogger besuchen TSV Blaichach

TSV Blaichach Groundhoppers

Julian Wecera und Rebekka Zöller sind Groundhopper und beschreiben ihre Besuche bei Spielen im Blog „Traumpass im Seitenaus“.

Bild: Kreier

Julian Wecera und Rebekka Zöller sind Groundhopper und beschreiben ihre Besuche bei Spielen im Blog „Traumpass im Seitenaus“.

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Zwei Internet-Blogger aus Fürth reisen zum Totopokalspiel nach Blaichach. Dabei geht's den "Groundhoppern" um das Ergebnis - und um Bier und Bratwurst.
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Von Thilo Kreier
22.07.2021 | Stand: 11:15 Uhr

Julian Wecera und Rebekka Zöller aus Fürth waren sicher die Zuschauer mit der weitesten Anreise beim Totopokal-Halbfinale zwischen dem TSV Blaichach und dem TSV Sulzberg. Die beiden betreiben den Fußball-Blog „Traumpass ins Seitenaus“ und sind Groundhopper – Fußballfans, die mit Leidenschaft zumeist niederklassige Spiele in aller Welt besuchen.

300 Kilometer Anfahrt für ein unterklassiges Fußballspiel auf sich zu nehmen – dazu braucht es schon bei aktiven Spielern richtig viel Leidenschaft. Als Zuschauer einen ganzen Tag lang unterwegs zu sein, um ein Spiel „A-Klasse gegen Kreisklasse“ zu sehen: Dazu gehört dann aber eine gehörige Portion mehr Fußballenthusiasmus. Julian Wecera und Rebekka Zöller wohnen in Fürth bei Nürnberg und haben aus dem Allgäuer Totopokal-Halbfinale einen Tagesausflug gemacht. „Das Spiel war der Anlass, ins Allgäu zu fahren, aber wir haben den Tag auch als Touristen genutzt.“

Nach einem Tag als Touristen geht es ab auf den Fußballplatz

Per Zug ging es um 7 Uhr in Nürnberg los und direkt nach Sonthofen, um zunächst nach Ofterschwang zu wandern und mit dem Weltcup-Express zu fahren. „Oben gab’s eine klassische Klischee-Mahlzeit mit Weißwurst, Breze und Weizen und anschließend ging es mit dem Roller bergab, zu Fuß zurück nach Sonthofen und an der Iller entlang zum Blaichacher Sportplatz“, sagt Zöller.

Über das Spiel in Blaichach berichtete Julian Wecera mit dem Autoren-Namen „Schnittlauchbrötla“ in seinem Fußballblog „Traumpass ins Seitenaus“. Dabei ging es Wecera weniger um das Spiel selbst: „0:6 ist doch etwas zu deutlich für meinen Geschmack.“ Deshalb berichtete er auch über das Drumherum am Platz, über Bier und Bratwurst. „Im vergangenen Jahr waren wir mehr Groundspotter – das sind Groundhopper, wenn nicht gespielt wird“, sagt Wecera, der seine Aufnahmen von verwaisten Fußballplätzen und Trainerbänken in einem Schwarz-Weiß-Heft zusammengestellt hat.

Groundhopper mit stattlicher To-Do-Liste

Auf seiner „Nach-Corona-To-Do-Liste“ stand übrigens in den Top Ten neben dem Genuss der besten Fußballbratwürste beim oberfränkischen Bezirksligisten 1. FC Marktgraitz, dem Ausflug zum Fünftligisten „Vicky“ Hamburg oder zum alten Stadion vom Jahn Forchheim auch ein zweiter Besuch in Blaichach nach einer ersten Visite beim Allgäu-Urlaub im Vorjahr. Aber das Spiel gegen den FC Füssen damals war ein Freundschaftsspiel – und für einen Groundhopper zählen nur Punktspiele ...

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