Immenstädter Handballer in Not

51-jähriger Coach muss auf die "Platte": Personalnot beim TV Immenstadt immer schlimmer

Handball-Spiel TV Immenstadt gegen HSG Würm-Mitte

Beim TVI ist die Personalnot derzeit dramatisch. Selbst der 51-jährige Trainer Mihaly More musste nun aushelfen.

Bild: Markus Henseleit

Beim TVI ist die Personalnot derzeit dramatisch. Selbst der 51-jährige Trainer Mihaly More musste nun aushelfen.

Bild: Markus Henseleit

Nach sieben kurzfristigen Ausfällen hilft selbst Immenstadts Trainer Mihaly More in Unterpfaffenhofen aus. Das dezimierte Team unterliegt 24:27.
23.11.2021 | Stand: 15:12 Uhr

Irgendwann sind alle Kapazitäten erschöpft. Mit einem immens dezimierten Kader, nach sieben teils kurzfristigen Ausfällen, unterlagen die Landesliga-Handballer des TV Immenstadt beim SC Unterpfaffenhofen-Germering mit 24:27 (13:15). Die Oberbayern ziehen durch den Sieg an den „Grünen“ auf Rang sieben vorbei.

Ohne Spielmacher Cristian Savlovschi, Franz Holzmann, Darius Apolzan, Tobias Fügenschuh, Miguel Pires, Tim Tschaffon und Bartol Kurilic machten sich die Mannen um Coach Mihaly More auf den Weg zum Kellerduell nach Unterpfaffenhofen. Da die Personalsituation derart angespannt war, musste der 51-jährige ehemalige Ausnahmespieler More seine Handballschuhe vom Nagel nehmen und selbst auf die Platte – und untermauerte immerhin mit zwei Feldtoren seine frühere Klasse.

Immenstadt erwischt noch den besseren Start

Doch im Gegensatz zu den Immenstädtern konnte der Trainer der Heimmannschaft, Christopher Dück, auf einen vollen Kader zurückgreifen. Zu Beginn machten die „Grünen“ aber sogar noch den besseren Eindruck. Immer wieder konnten aus einem sicheren Abwehrverbund um Benjamin Krämer und Jonas Becker Bälle erobert und diese in schnelle Torerfolge umgemünzt werden. Nach zehn Minuten stand eine 8:5-Führung auf der Anzeigetafel und der Drei-Tore-Vorsprung konnte bis Mitte der ersten Halbzeit gehalten werden.

Beim 10:7 zog der SC die erste Auszeit. Drei Tore in Serie brachten die Hausherren wieder heran. Der große Kader zahlte sich nun mehr und mehr aus, sodass bis zur Halbzeit die Partie gedreht war. Mit dem Zwischenstand von 13:15 aus TVI-Sicht ging es in die Katakomben.

Die zweite Halbzeit begann ausgeglichen. Unterpfaffenhofen hielt den Abstand bis zur Mitte beständig, bevor es – gestützt vom bärenstarken Torhüter Simon Weigl – nochmals ein Aufbäumen auf TVI-Seite gab. Fünf Minuten vor Schluss war man beim 23:24 auf Tuchfühlung.

Simon Weigl: "Am Schluss gingen die Kräfte aus"

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„Wir konnten bis zum Schluss gut mithalten und hätten sicher einen Punkt verdient. In den Schlussminuten gingen uns aber die Kräfte aus und Unterpfaffenhofen konnte ihren wichtigsten Spielern während des Spiels immer wieder eine Pause geben. Das hat letztlich das Spiel entschieden“, sagte Weigl. Letztlich hatten die Gastgeber mehr Körner und konnten die Partie mit 27:24 für sich entscheiden.

Erschwerend hinzu kam aus Städtler Sicht die ungleiche Zeitstrafenverteilung der Unparteiischen aus München. Fünf Zeitstrafen aufseiten der Städtler stand keine einzige bei der Heimmannschaft gegenüber. „Wenn wir mit acht Feldspielern auch noch durch unglückliche Entscheidungen zehn Minuten in Unterzahl spielen müssen, ist man letztendlich machtlos“, sagte Coach Mihaly More.