Lernen wie das Handwerk geht

Ein eigenes Hufeisen schmieden: Handwerker-Tage im Allgäuer Bergbauernmuseum

Bergbauernmuseum

Schmied Ludwig Perner schmiedete mit den Kindern Mini-Hufeisen.

Bild: Thilo Kreier

Schmied Ludwig Perner schmiedete mit den Kindern Mini-Hufeisen.

Bild: Thilo Kreier

Anstelle des Aktionstags standen diesmal gleich drei Tage auf dem Programm. Teilnehmer konnten Hufeisen schmieden oder lernen, wie am Spinnrad Garne entstehen.
07.09.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Ein Wochenende lang waren im Allgäuer Bergbauernmuseum die Handwerker zu Gast, jeden Tag unter einem anderen Motto. Anstelle des beliebten früheren Handwerkertages führten diesmal die verschiedenen Handwerkerinnen und Handwerker coronakonform auf mehrere Tage verteilt ihr Können vor. Auch Mitglieder des Vereins Landhand Allgäu waren wieder mit dabei.

Begeistert waren die jungen Besucher von den Mitmach-Angeboten: Seile herstellen und Weidenflechten gehörten ebenso dazu wie das Filzen mit der Nadel. Schmied Ludwig Perner gönnte sich beim Schmieden von Hufeisen mit den Kindern keine Pause.

Programm des Handwerker-Wochenendes im Allgäuer Bergbauernmuseum in Immenstadt

Am ersten Tag entstand dabei allerlei Nützliches aus natürlichen Materialien. Besenbinderin Elfriede Lerbscher, Korbflechterin Annette Rehle, Flechtwerkgestalterin Marina Frey, Seiler Uli Emhart und Hirschhorn-Schnitzer Eduard Wagner ließen sich vom interessierten jungen Publikum bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Am zweiten Tag waren unter dem Motto „Funken fliegen und Späne fallen“ Schmied und Drechsler vor Ort. Ludwig Maul aus Altstädten konnte man beim Drechseln zusehen. Christina Lindl informierte über Möbel und Instrumentenbau, für den sie eine große Bandbreite an Instrumenten- und Edelhölzern verwendet. Mit dabei waren auch Schmied Perner, Korbflechterin Ingeborg Gutberlet, Johann Wolf mit seinen Holzartikeln und Kräuterspezialitäten vom eigenen Kräuterhof sowie Kristallsucher Markus Beck.

Handwerker im Allgäuer Bergauernmuseum: Klöppeln, Filzen, Spinnen und vieles mehr

Am dritten Tag standen Handarbeiten und die Herstellung von Schmuck auf dem Programm. Siglinde Neßler konnte man beim Klöppeln und Filzen über die Schulter schauen. Birgit Schilling zeigte am Spinnrad, wie ausgesuchte und hochwertige Garne entstehen, die dann von Pia Ritter am Handwebrahmen zu Schals und Taschen weiterverarbeitet wurden.

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Trachtenstrümpfe und -westen nach traditionellen und neuen Mustern zeigte Veronika Wildegger. An einem originalen Bandwebkasten webte Sabrina Reich bunte Bänder mit vielfältigen Mustern aus verschiedenen Ländern. Jutta Gsell präsentierte ihre fantasievollen Filz- und Lederarbeiten, Kathja Schuler zeigte den Entstehungsprozess von Glasperlen und Rita Fink gab einen Einblick in ihre kunstvollen Filigran- und Klosterarbeiten.

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