Kurzfilme im Oberallgäu

Allgäuer Festival „Filmzeit“ macht Abstecher nach Immenstadt

Musical über eine Süßwaren-Firma, die zu einem Casting einlädt: „Bonbon – Das Musical“ ist einer von zehn Kurzfilmen, die beim Festival „Musikfilmzeit“ im Immenstädter Kino laufen.

Musical über eine Süßwaren-Firma, die zu einem Casting einlädt: „Bonbon – Das Musical“ ist einer von zehn Kurzfilmen, die beim Festival „Musikfilmzeit“ im Immenstädter Kino laufen.

Bild: Benedict Uphoff/Daniel Meier

Musical über eine Süßwaren-Firma, die zu einem Casting einlädt: „Bonbon – Das Musical“ ist einer von zehn Kurzfilmen, die beim Festival „Musikfilmzeit“ im Immenstädter Kino laufen.

Bild: Benedict Uphoff/Daniel Meier

Die „Filmzeit“ präsentiert im Immentädter Kino zehn Kurzfilme, die sich um Musik drehen. Die Beiträge laufen in einem Wettbewerb. Was den Zuschauer erwartet.
27.09.2020 | Stand: 05:30 Uhr

Die „13. Filmzeit“, in Kaufbeuren beheimatet, macht als das „Allgäuer Autorenfilmfestival“ heuer erstmals auch Station in Kempten und Immenstadt. Am Mittwoch, 30. September, und Donnerstag, 1. Oktober, werden im Immenstädter Union-Filmtheater jeweils zehn Kurzfilme gezeigt, die sich mit Musik auseinandersetzen. Die Beiträge sind dabei zu zwei Filmblöcken zusammengefasst.

Bewertet werden die Beiträge von einer Jury, der die Filmemacherin und Schauspielerin Birgitta Weizenegger aus Oberstaufen, die Medienpädagogin Doris Sippel und der Kemptner Pianist Andreas Schütz angehören. Kriterien für eine Auszeichnung seien, fasst Festivalleiterin Birgit Kern-Harasymiw zusammen: „Wie weit trägt die Musik den Film, wie passt sie zu der Story?“

Die Preisverleihung in Immenstadt am Freitag, 2. Oktober, um 19 Uhr startet mit einem Ensemble-Film, der vergangenes Jahr auf dem Filmfest München Premiere feierte und prämiert wurde: „Leif in Concert – Vol. 2“ von Christian Klandt (115 Minuten). Der Film ist eine Hommage an all die Clubs und kleinen Musikkneipen.

Die „13. Filmzeit“ endet am Sonntag, 11. Oktober, ab 10 Uhr an allen Spielorten in Kaufbeuren, Kempten und Immenstadt mit der Vorstellung aller prämierten Filme.

Das Programm

Mittwoch, 30. September, 19 bis 20.30 Uhr: Filmblock 1

Vier Beiträge stellen sich dem Wettbewerb, zum Teil in Originalsprache (englisch) mit Untertiteln.

  • „The Dishwasher“ (Spielfilm, 13 Minuten): Ein Sternekoch in New York sucht nach den besten „home-made“ Tortillas. Der mexikanische Immigrant Nicolás ergreift die Chance.
  • „Rosa“ (Spielfilm, 3 Minuten): Um dem Schicksal zu helfen, muss man nur bereit sein, sein Bestes zu geben. Oder eine Rolle rückwärts machen.
  • „Ich armer Mensch“ (Musikfilm, 17 Minuten): Ein Mann ist gefangen in einem Teufelskreis aus Selbstverurteilung und Selbstmitleid. Hilfe erfährt er durch Bachs Kantate Nr. 55 und die antike Tradition von Kinbaku, die japanische Kunst der Bondage.
  • „Bonbon – das Musical“ (Musical, 21 Minuten): Ein ehrgeiziges Kindermädchen muss das Casting für ein neues Werbegesicht einer Süßwarenfirma verhindern, damit ihr Schützling das erste und einzige Gesicht auf den Plakaten bleibt.

Zusätzlich wird als Langfilm der Publikumspreisträger von 2019 gezeigt:

  • „Die (Spielfilm, 29 Minuten): Es geht um die zwei sehr unterschiedlichen Musikwissenschaftler Szabo und Fitzthum, eine bedeutende Vinylsingle und einen entflohenen Papagei. Eine herrlich absurde zeitgenössische Komödie, die auch an die große Kinounterhaltung deutscher und österreichischer Produktionen der 50er Jahre erinnert.

Mittwoch, 30. September, 20.50 bis 22.15 Uhr: Filmblock 2

Sechs Beiträge stellen sich dem Wettbewerb, zum Teil in Originalsprache (englisch, französisch) mit Untertiteln.

  • „Und jetzt“ (Musikfilm, 30 Minuten): Das Studium ist beendet, jetzt beginnt das Berufsleben. Doch niemand hat dich auf das Leben nach dem schier endlosen Bildungspfad vorbereitet, der mit sechs in der Grundschule begann.
  • „Sentiments distingues“ (Tanzfilm, 11 Minuten): Das ist die Geschichte von Elena und Arturo, einem glücklichen Paar, bis ihr guter Freund Philippe versucht, Zwietracht unter ihnen zu säen.
  • „Das (Komödie, 14 Minuten): Ingbert Socke (der Name ist Programm) bewirbt sich als Kontrabassist bei der Wiener Staatskapelle. Die Auswahlkommission ist von seiner Darbietung begeistert, trotzdem verhindert sie sein Fortkommen. Warum nur?
  • „Fortissimo“ (Musikfilm, 21 Minuten): Eine Pianistin bezieht ihre neue Wohnung. Die Nachbarin hasst klassische Musik. Schon bald beginnt ein Klang-Krieg zwischen den beiden Frauen, an dem alle im Gebäude sehr schnell beteiligt sind.
  • „Ama“ (Spielfilm, 4 Minuten): Ein kleines Mädchen wird auf der Flucht vor dem Krieg von seiner Mutter getrennt. Getragen von einem Kinderchor und dem Meeresrauschen im Hintergrund, wird seine Geschichte ohne Dialoge erzählt.
  • „Peskador (Musical, 6 Minuten): Peskador will unbedingt in die Filmakademie, doch er wird von zwei Nachtwächtern ertappt, die wissen wollen, wer er ist. Glücklicherweise hat er sein magisches Keyboard dabei, und umgehend beginnt er zu spielen. Alle Welt eilt herbei ...

Donnerstag, 1. Oktober, 19 bis 20.30 Uhr: Wiederholung Filmblock 2

Donnerstag, 1. Oktober, 20.50 bis 22.15 Uhr: Wiederholung Filmblock 1

Freitag, 2. Oktober, 19 Uhr: Preisverleihung

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