Indoor-Spielplatz in Wertach

Corona-Regeln freiwillig verschärft - aber deshalb können Kinder im Allgäulino jetzt ohne Maske toben

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Elias und Simon im gepolsterten Laufrad im Allgäulino. Die Kleinen durften auch bislang dort ohne Mund-Nasenschutz spielen. Das gilt jetzt für alle, vorausgesetzt sie erfüllen die Bedingungen der 3G-Plus-Regel.

Bild: Silvia Reich-Recla

Elias und Simon im gepolsterten Laufrad im Allgäulino. Die Kleinen durften auch bislang dort ohne Mund-Nasenschutz spielen. Das gilt jetzt für alle, vorausgesetzt sie erfüllen die Bedingungen der 3G-Plus-Regel.

Bild: Silvia Reich-Recla

Das Allgäulino in Wertach hat sich für die 3G-Plus-Regel entschieden. Dann braucht in der Halle keiner mehr eine Maske. Beim Zutritt wird genau kontrolliert.
11.10.2021 | Stand: 06:51 Uhr

Schneller, immer schneller laufen die Zwillinge Simon und Elias (4) auf Händen und Füßen in einem gestreiften und gepolsterten Laufrad. So lange, bis einer auf allen Vieren liegen bleibt und laut auflacht. Die Buben haben ihren Spaß im Allgäulino in Wertach. Weil sie unter sechs Jahren sind, müssen sie keine Masken tragen. Ihre Mutter und ältere Kinder aber schon. Ab Montag, 11. Oktober, ist das vorbei: Alle Erwachsenen, die geimpft oder genesen sind, brauchen dort keinen Mund- Nasenschutz mehr. Das gilt auch für Kinder, die in der Schule regelmäßig getestet werden. Es gilt die 3G-Plus-Regel.

Ins Allgäulino dürfen also ab sofort nur noch erwachsene Begleitpersonen, die geimpft oder genesen sind – und das auch nachweisen können – oder einen negativen PCR-Test (jetzt kostenpflichtig) vorlegen können. Der darf aber nicht älter als 48 Stunden sein. Manche müssen ihren Besuch im Allgäulino nun vorher also gut planen. Was sagen die Besucher dazu? Sarah Müller aus Betzigau findet das in Ordnung. Sie ist am Freitag zum ersten Mal seit langer Zeit wieder im Allgäulino. „Früher war ich Stammgast, dann war das Allgäulino lange geschlossen. Jetzt komm ich wieder und freu mich, wenn die Maskenpflicht fällt.“ Sie selbst ist zweimal geimpft, ihr neunjähriger Sohn Marco sagt: „Ich werde jeden dritten Tag in der Schule getestet.“

Schülerausweis genügt

Die Pressestelle des bayerischen Gesundheitsministerium informiert über die 3G-Plus-Regel: „Schülerinnen und Schüler jenseits des zwölften Lebensjahres, die regelmäßigen Testungen im Rahmen des Schulbesuchs unterliegen, sind von den Testnachweiserfordernissen befreit.“ Sie brauchten nur einen Schülerausweis oder Ähnliches, um nachzuweisen, dass sie in die Schule gehen.“ Kinder unter sechs Jahren brauchen keinerlei Belege. Die Geschäftsführer des Allgäulino, Dr. Manfred Walther und sein Sohn David, sind überzeugt davon, dass sie mit der und 3G-Plus-Regel besser fahren als bislang mit 3 G. Denn bisher mussten Kinder über sechs Jahren mit Maske toben. Jetzt nicht mehr. Manfred Walter sagt: „Es ist ja kein richtiges Spielen, wenn man mit der Maske auf dem Trampolin springt.“

„Überwiegend positiv“

Seit einigen Tagen wirbt das Unter nehmen damit, dass ab sofort die 3G-Plus-Regel gilt: „Die Rückmeldungen sind überwiegend positiv“, sagt Walther. Er geht davon aus, dass nun auch wieder mehr Besucher kommen. Etliche Eltern seien strikt dagegen gewesen, den Kindern einen Mund-Nasenschutz zum Spielen aufzuzwingen und seien nicht mehr gekommen. Auch habe bei der bisherigen 3-G-Regel eine Obergrenze gegolten: „Es durften nur 330 Besucher rein.“ Das sei nun anders. „Es wird alles leichter und lockerer“, ist sich Mitarbeiterin Stefanie Koller sicher. Es müsse nicht mehr genau gezählt werden, wie viele Besucher reinkommen und dann wieder rausgehen.

Aber jetzt müssten die Mitarbeiter an der Kasse die Unterlagen kontrollieren, beispielsweise den Impfstatus oder Genesenennachweis. Manfred Walther glaubt nicht, dass das Probleme macht: „Über 50 Prozent unserer Besucher sind Touristen, die haben auch wegen der Vorgaben in ihrer Unterkunft in der Regel alle notwendigen Papiere griffbereit.“

„Viel angenehmer ohne Maske“

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Das Ehepaar Sonja und Christoph Mayer, das mit ihrem Kind und vielen Freunden am Freitag Geburtstag im Allgäulino feiert, stört sich nicht an den bürokratischen Erfordernissen. Ihren Impfnachweise müssten sie ja auch in jeder Gaststätte zeigen. Es sei auf jeden Fall „für alle viel angenehmer, ohne Maske im Allgäulino zu sein“.

Eine 54-Jährige, die mit ihrem Enkelkind im Allgäulino spielt, wünscht sich hingegen, dass weiterhin flächendeckende Tests gibt. Sie erinnert daran, dass es bei manchen Menschen „Impfdurchbrüche“ gibt, sie also trotz zweifacher Impfung Krankheitssymptome zeigen und auch andere anstecken könnten.

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