Glück im Unglück gehabt

Angeblicher Bankmitarbeiter betrügt Oberstdorferin mit perfider Masche

Eine 41-jährige Oberstdorferin ist auf die perfide Betrugsmasche eines angeblichen Bankmitarbeiters hereingefallen. Sein Plan war ungewöhnlich ausgeklügelt.

Eine 41-jährige Oberstdorferin ist auf die perfide Betrugsmasche eines angeblichen Bankmitarbeiters hereingefallen. Sein Plan war ungewöhnlich ausgeklügelt.

Bild: Arno Burgi, dpa (Symbolbild)

Eine 41-jährige Oberstdorferin ist auf die perfide Betrugsmasche eines angeblichen Bankmitarbeiters hereingefallen. Sein Plan war ungewöhnlich ausgeklügelt.

Bild: Arno Burgi, dpa (Symbolbild)

Mit einem ungewöhnlich ausgeklügelten Plan hat ein falscher Bankmitarbeiter eine Frau am Telefon betrogen. Die Polizei versuchte, die Überweisungen zu stoppen.
15.10.2020 | Stand: 15:27 Uhr

Eine 41-jährige Frau ist in Oberstdorf Opfer eines ausgefeilten Callcenter-Betrugs geworden. Die Frau erhielt nach Angaben der Polizei am Samstag einen Anruf eines angeblichen Mitarbeiters ihrer Bank. Dieser erklärte ihr, dass er einen Sicherheitscheck durchführen müsse. Laut Polizei wurde der Frau während des Anrufs in ihrem Telefon-Display die Rufnummer der Sparkasse Kempten angezeigt.

Frau führte drei Überweisungen durch

Außerdem konnte der Anrufer der Frau wohl die kürzlichen Kontobewegungen nennen, sodass die 41-Jährige bei dem Anruf nicht misstrauisch wurde. Der Mann forderte die Frau auf, mehrere TANs über ihre PushTAN zu generieren und verschiedene Überweisungen zu tätigen, was sie auch dreimal durchführte.

Wie die Polizei mitteilte, muss der falsche Bankmitarbeiter sogar das Tageslimit verändert haben, sodass Überweisungen weit über dem üblichen Betrag durchgeführt werden konnten. Die Frau gab an, dem Anrufer einen fünfstelligen Betrag überwiesen zu haben.

Polizei und Bankmitarbeiter verhinderten größeren Schaden

Kurz nach den Überweisungen wurde die 41-Jährige dann doch misstrauisch und informierte die Polizei. Die Beamten konnten einen Mitarbeiter der Bank in seiner Freizeit erreichen. Dieser ging sofort in die Filiale und versuchte die Buchungen zu stoppen.

Wie mittlerweile bekannt wurde, konnte der Schaden dank der schnellen Reaktion der Polizei und des Bankangestellten am Wochenende der Schaden erheblich begrenzt werden. Von dem überwiesenen Geldbetrag in Höhe von 20.000 Euro konnten 17.000 Euro "gerettet" werden.

Die Polizei gibt Tipps

  • Geben Sie am Telefon nie Auskunft über Vermögensverhältnisse; Behörden fordern Sie nicht zur Herausgabe von Bargeld auf.
  • Setzen sie Familienangehörige und Nachbarn über diese Vorgehensweisen in Kenntnis.
  • Sie erhalten keine Anrufe von der Notrufnummer 110.
  • Legen Sie auf und rufen Sie bei dem geringsten Zweifel den Polizeinotruf 110.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung.