Basketball

Auftakt zur XXL-Saison: Sonthofer Basketballer eröffnen die neue Oberliga

Mit diesem Kader starten die Basketballer des TSV Sonthofen am Samstag in die dritte Oberliga-Saison: (von unten rechts) Spielertrainer Tim Eisenhauer (Nummer 7), Daniel Winter (9), Fabian Ullmann (6), (Mitte, von links) Julian Hoffmann (3), Ronald Maior (5), Moritz Malik (11), Mohsen Faghih (14), (hinten, von links) Kai Feldengut (10), Noa Hüper (1), Milan Lipp (8) und Luka Pejnovic (13).

Mit diesem Kader starten die Basketballer des TSV Sonthofen am Samstag in die dritte Oberliga-Saison: (von unten rechts) Spielertrainer Tim Eisenhauer (Nummer 7), Daniel Winter (9), Fabian Ullmann (6), (Mitte, von links) Julian Hoffmann (3), Ronald Maior (5), Moritz Malik (11), Mohsen Faghih (14), (hinten, von links) Kai Feldengut (10), Noa Hüper (1), Milan Lipp (8) und Luka Pejnovic (13).

Bild: Daniel Kopatsch

Mit diesem Kader starten die Basketballer des TSV Sonthofen am Samstag in die dritte Oberliga-Saison: (von unten rechts) Spielertrainer Tim Eisenhauer (Nummer 7), Daniel Winter (9), Fabian Ullmann (6), (Mitte, von links) Julian Hoffmann (3), Ronald Maior (5), Moritz Malik (11), Mohsen Faghih (14), (hinten, von links) Kai Feldengut (10), Noa Hüper (1), Milan Lipp (8) und Luka Pejnovic (13).

Bild: Daniel Kopatsch

Die Korbjäger des TSV Sonthofen sehnen den Saisonstart bei der BG Illertal herbei. Spielertrainer Tim Eisenhauer (35) über die Vorbereitung und die reizvolle Kadermischung.
Mit diesem Kader starten die Basketballer des TSV Sonthofen am Samstag in die dritte Oberliga-Saison: (von unten rechts) Spielertrainer Tim Eisenhauer (Nummer 7), Daniel Winter (9), Fabian Ullmann (6), (Mitte, von links) Julian Hoffmann (3), Ronald Maior (5), Moritz Malik (11), Mohsen Faghih (14), (hinten, von links) Kai Feldengut (10), Noa Hüper (1), Milan Lipp (8) und Luka Pejnovic (13).
Von Marion Bässler
26.09.2020 | Stand: 11:37 Uhr

Nach einer halbjährigen Zwangspause greifen die Korbjäger wieder an. Für die Basketballer des TSV Sonthofen steht am Samstag der heiß ersehnte Auftakt in ihre dritte Oberliga-Saison auf dem Programm. Das Team von Spielertrainer Tim Eisenhauer muss ab 18 Uhr auswärts bei der BG Illertal ran. Da das Auftakt-Duell nach der Corona-Pause zwischen den Kreisstädtern und dem Aufsteiger eine Premiere ist, wird der Start nach der Wiederaufnahme des Betriebs auch für den Sonthofer Coach „eine Überraschung“. Hinter etlichen Details der bevorstehenden Saison stehen ebenfalls noch „viele Fragezeichen“ und zwar „noch mehr als sonst“, sagt der 35-jährige Eisenhauer.

TSV Sonthofen vor Mammutprogramm: 22 Spiele

Was bisher feststeht, ist die Tatsache, dass die Bezirksoberliga heuer mit zwölf Teams besetzt und damit weitaus größer ist als sonst. Das kommt daher, dass es in der vergangenen Saison, die aufgrund der Corona-Pandemie in der zweiten März-Woche vorzeitig abgebrochen wurde, keine sportlichen Absteiger gab. Daher wird die bevorstehende Spielzeit auch für Sonthofen länger als gewohnt. 22 Spiele allein in der Liga sind ebenso Premiere – und ein Mammutprogramm.

Welche weiteren Änderungen sich durch Corona-Maßnahmen ergeben, wird nach Vorgaben des Bayerischen Basketball-Verbandes in Anlehnung an die Richtlinien des Deutschen Basketball-Bundes in wöchentlichem Rhythmus geprüft werden. Nachdem die jüngsten Lockerungen grünes Licht für die Aufnahme des Spielbetriebs gaben, wurden die Vereine aufgefordert, ein, ihren lokalen Gegebenheiten entsprechendes Konzept für die Durchführung des Spielbetriebs auszuarbeiten. Inzwischen wissen auch die Basketballer, dass sie in der heimischen Gymnasium-Halle auch vor Publikum antreten dürfen.

Die Oberliga-Saison 2020/21 – eine Wundertüte

Eine Prognose über die Stärke der Liga, über Favoriten, über die Konkurrenten und die Chancen für das eigene Team möchte der Sonthofer Coach heuer jedoch nicht abgeben. Mit so vielen Fragezeichen macht das in seinen Augen „keinen Sinn“. Der TSV Sonthofen wird sich auf seine eigene Leistung konzentrieren und hat das Saisonziel dahingehend formuliert: „Wir sind fit, gut in Schuss – und schauen, wozu das reicht. Kein Mensch weiß, wie die anderen Teams in Form sind“, sagt der Spielertrainer. Auch wenn „eine schwierige Saison“ hinter den Sonthofer Basketballern liegt, die sie durch viele Verletzungen „ersatzgeschwächt“ auf dem sechsten Tabellenplatz beendet hatten und „hinten raus auf dem Zahnfleisch gegangen“ sind: Ihr Coach jammert weder über die Pause noch über die veränderten Trainingsbedingungen: „Von den Bedingungen war es definitiv nicht schlechter als sonst, das ist keine Ausrede“, betont Eisenhauer.

Training in der Krise: Keine Frage der Motivation

In der Corona-Hochphase hatte jeder einzelne damit zu tun, seinen eigenen Alltag umzustrukturieren, erzählt er. Während des Lockdowns haben sich seine Spieler alle selbst fit gehalten und an Kraft und Ausdauer gearbeitet. „Nach zweimonatiger Trainingspause waren alle wieder so hungrig auf Basketball, dass sie hochmotiviert auf den Freiplatz ins Training gestartet sind“, sagt Eisenhauer. „Ich war sogar positiv überrascht, dass das Sommertraining motivationstechnisch deutlich leichter zu handhaben war.“ Sein Hauptaugenmerk galt dabei den basketballspezifischen Übungen. Die eigentliche Trainingshalle des TSV blieb zwar bis Anfang September geschlossen, das Team konnte jedoch in Ausweichhallen trainieren.

Äußerst dankbar sind die Basketballer in diesem Zusammenhang der Gemeinde Blaichach, die ihnen ermöglichte, einmal die Woche in ihrer Dreifachturnhalle zu trainieren. So musste Eisenhauer das Training nur geringfügig umstellen.

Zuversichtlich mache den 35-Jährigen, dass sein Team sich stabiler zeigt als in der vergangenen Saison, und sich auch dann nicht aus der Bahn werfen lässt, wenn mal etwas nicht wie geplant klappt. Weiterhin verzichten wird der TSV auf Center Patrick Mosler, der nach Leipzig gezogen ist und der Mannschaft nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Mit Finn Haake und Niklas Katzmann verließen zwei junge Spieler den Club.

Zwei Routiniers kehren zum TSV zurück

Dafür konnte der TSV allerdings mit Eigengewächs Ronald Maior und Daniel Winter zwei Routiniers reaktivieren. Beide hatten vor zwei Jahren ihre Karrieren beendet, haben sich nun allerdings bereit erklärt, für diese Spielzeit einzusteigen, und sind seit vier Monaten im Mannschaftstraining.

Neben diesem „Kern aus älteren Spielern“, zu denen der Spielertrainer neben sich selbst auch Aufbauspieler Fabian Ullmann (33) zählt, haben aber auch „einige Junge um die 20 Jahre sich schon bei den Herren bewiesen“, sagt Eisenhauer. „Den Grundstock haben wir. Und wir haben die Zeit genutzt, um zumindest absolut fit zu sein.“