Immenstadt

Aus für Großprojekte in Immenstadt

Hofgarten-Neubau und Hotel vom Tisch
15.09.2021 | Stand: 19:09 Uhr

Nach der Podiumsdiskussion am Mittwochabend in Immenstadt über eine mögliche Neugestaltung des Hofgarten-Areals gibt die Firma Geiger das Vorhaben auf. Wie Projektentwickler Hans Lipp gestern erklärte, mache es keinen Sinn, die Pläne gegen den Willen vieler Bürger weiterzuverfolgen. In der Diskussion hatten sich bis auf eine Stimme nur die Gegner des Neubaus zu Wort gemeldet. Auch der Architekt Felix Schädler zieht seine Konsequenzen. Er wird das geplante Hotel am Kleinen Alpsee ebenfalls nicht bauen.

Wie berichtet, hat die Baufirma Geiger mit dem Kunert-Besitzer Dr. Erhard Grossnigg die gemeinsame „Alpsee Immobilien GmbH“ gegründet, um das Firmengelände südlich der Julius-Kunert-Straße zu entwickeln. Von der Gesamtfläche mit 13 Hektar – vom Betriebseingang bis nach Bühl – sind 2 bis 2,5 Hektar (25 000 Quadratmeter) als Gewerbefläche vorgesehen. Dafür müssen die nicht mehr von Kunert benötigten Gebäude, wie das große Hochregallager, abgerissen werden. Um die enormen Kosten aufzufangen, war die Ansiedlung eines Verbrauchermarkts im Gespräch.

„Dann ist die große Mehrheit des Stadtrats mit dem Wunsch an uns herangetreten, den Verbrauchermarkt samt einem neuen Stadtsaal auf dem Hofgartengelände anzusiedeln“, erläuterte Lipp am Mittwochabend. Darauf sei seine Firma eingegangen. „Das war vielleicht ein Fehler, dass wir dem Wunsch entsprochen haben. Aber eventuell haben wir auch etwas angestoßen, was der Stadt weiterhilft.“

„Die Voraussetzungen, die sich ein Investor wünscht, sind nicht da“, sagt Architekt und Projektentwickler Felix Schädler zu Immenstadt. Deshalb will er seine Hotel-Pläne am Kleinen Alpsee nicht mehr verwirklichen. Zwar habe es bisher keinen Widerstand gegen das Projekt gegeben. „Aber wenn wir einen Teil des Freibadgeländes für das Hotel benötigen, werden sicher Bürger dagegen vorgehen.“ Und dann würde die Diskussion erneut beginnen. Darauf habe er keine Lust.