Wohnen in Immenstadt

Bauausschuss lässt am Kalvarienberg dichtere Bebauung und höhere Häuser zu

Die Otto-Keck-Straße am Kalvarienberg in Immenstadt: In einem Verfahren soll geprüft werden, wie das Wohngebiet dichter bebaut werden kann.

Die Otto-Keck-Straße am Kalvarienberg in Immenstadt: In einem Verfahren soll geprüft werden, wie das Wohngebiet dichter bebaut werden kann.

Bild: Günter Jansen

Die Otto-Keck-Straße am Kalvarienberg in Immenstadt: In einem Verfahren soll geprüft werden, wie das Wohngebiet dichter bebaut werden kann.

Bild: Günter Jansen

Am Kalvarienberg in Immenstadt sollen Gebäude zukünftig höher werden. Mehr Wohnungen führen aber auch zu mehr Autos und mehr Verkehr. Welche Lösungen es gibt.
31.03.2021 | Stand: 09:37 Uhr

Immer mehr Landschaftsverbrauch stößt irgendwann an die Grenzen. Weil aber weiterhin großer Bedarf an Bauland besteht, setzen die Oberallgäuer Kommunen verstärkt auf die Nachverdichtung in ihren Dörfern und Städten.

Auch kleine Lücken in der bestehenden Bebauung werden ausgefüllt und mancherorts geht der Trend in die Höhe. So waren sich die Immenstädter Stadträte im Bauausschuss zwar darüber einig, auf dem Kalvarienberg in der Otto-Keck-Straße eine dichtere Bebauung und damit höhere Wohnhäuser zuzulassen.

Doch wie geht man dann mit den vielen Autos um? Sebastian Wolf vom Bauamt erläuterte die Sachlage. Immer wieder würden Anträge für größere Neubauten bei der Stadtverwaltung eingehen. Aufgrund eines erneuten Antrags soll jetzt eine „Ortsabrundung“ in der Otto-Keck-Straße durchgeführt werden. Im Laufe des Verfahrens, das eine dichtere Bebauung zulasse, werde sich zeigen, was in der Straße möglich ist.

Die Hanglage am Kalvarienberg in Immenstadt schafft Probleme bei der Nachverdichtung

Geplant sei laut Wolf, pro Grundstück sechs Wohneinheiten zu erlauben. Weil das Gelände extrem steil ist, sei das Bauen dort auch sehr teuer und rentiere sich erst, wenn das Grundstück entsprechend ausgenutzt werden könne. „Die Herausforderung, an der Stelle ein Haus zu errichten, ist groß“, meinte Bürgermeister Nico Sentner. Denn das Problem sei, auf einem dicht bebauten Grundstück noch die vorgeschriebenen Stellplätze für die Autos unterzubringen. Sentner: „Auf der engen Straße ist jedenfalls kaum Platz dafür.“ Schwierig sei es zudem, dort öffentliche Parkflächen zu schaffen, weil dafür der Hang abgegraben und teuer abgestützt werden müsste.

Bei der Schaffung von Wohnraum muss auch der Verkehr berücksichtigt werden

Mehr Wohneinheiten, bedeutet mehr Menschen „und mehr Verkehr – was machen wir damit in der engen Straße?“, fragte Alexandra Konda (Frauenliste). Gemeinsam mit Barbara Holzmann (Grüne) schlug sie eine Spielstraße vor, um den Verkehr zu beruhigen. Markus Kubatschka (SPD) brachte als Lösung die Umwidmung der Otto-Keck-Straße als Einbahnstraße ins Spiel. Das alles, sagte Sentner, soll jetzt im Laufe des Verfahrens geprüft werden.

Lesen Sie auch
In der nächsten Sitzung des Bauausschusses werden die Pläne für das Baugebiet "Akams Süd" vorgestellt.
Bauplätze im Allgäu

Bürger können Entwurf für das Baugebiet Akams Süd einsehen

Lesen Sie auch: Diskussion um Einfamilienhäuser: Das sagen und planen Allgäuer Bürgermeister