Bergwacht Hinterstein

Bergwacht rettet drei Bergsteiger im Dunkeln am Rauhorn

Nicht zu Fuß, aber mit dem Hubschrauber mussten drei Bergsteiger am Rauhorn aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Sie blieben glücklicherweise unverletzt.

Nicht zu Fuß, aber mit dem Hubschrauber mussten drei Bergsteiger am Rauhorn aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Sie blieben glücklicherweise unverletzt.

Bild: Bergwacht Hinterstein

Nicht zu Fuß, aber mit dem Hubschrauber mussten drei Bergsteiger am Rauhorn aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Sie blieben glücklicherweise unverletzt.

Bild: Bergwacht Hinterstein

Drei Bergsteiger am Rauhorn im Allgäu kommen spätabends alleine nicht mehr weiter. Helfer müssen sie mit in einer Rettungsaktion mit einem Hubschrauber bergen.
21.12.2020 | Stand: 20:36 Uhr

Ein Notruf vom Gipfel des Rauhorns (2.240 m) erreichte die Integrierte Leitstelle Allgäu am Samstag gegen 18.30 Uhr. Da war es schon stockdunkel. Die Bergwacht Hinterstein rettete die Wanderer aus ihrer misslichen Lage mithilfe eines Hubschraubers. In einer Mitteilung der Retter heißt es: „Die Bergsteiger hatten großes Glück, dass das Wetter mitspielte und weder Nebel noch Wind eine Hubschrauberrettung verhinderten.“

Im Einsatz war ein Polizeihubschrauber, der derzeit in Kaufbeuren stationiert ist. Ohne diesen hätte die Rettungsaktion wohl sechs bis acht Stunden gedauert. Und dann, so lässt ein Bergwachtler durchblicken, hätte es kritisch für die drei Bergsteiger werden können, denn „sie waren schon sehr unterkühlt“.

Übersteigung des Rauhorns falsch eingeschätzt

Die Dreiergruppe aus dem Bodenseeraum war – gut ausgerüstet – zu einer Übersteigung des Rauhorns in Hinterstein aufgebrochen. Aber keiner hat offensichtlich bedacht, dass die Tage so kurz sind, und Touren im Winter wegen Schnee, Kälte und Eis viel länger dauern. Die Gruppe habe „das äußerst anspruchsvolle Unternehmen in Schwierigkeit und Länge unterschätzt“, urteilt ein Bergwachtler.

Am Rauhhorn konnten im nachtflugtauglichen Hubschrauber zwei Bergretter im „Schwebeflug“ – also an einem Seil hängend – bei den Hilfesuchenden abgesetzt werden. Mit der Rettungswinde seien dann die Bergsteiger an Bord der Maschine gezogen und zur Rettungswache nach Hinterstein geflogen worden. „Sie waren glücklichweise unverletzt“, sagt der Bergwachtler und fügt an: „Solche nächtlichen Rettungsaktionen sind sehr anspruchsvoll und erfordern große Erfahrung der Hubschraubercrew und der Bergretter.“

Bergrettungen im Allgäu

Die Geretteten werden diesen Einsatz wohl aus eigener Tasche zahlen müssen „außer sie haben eine entsprechende Versicherung“,sagt der Bergwachtmann.

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Immer wieder kommt es im Allgäu zu solchen Rettungsaktionen durch die Bergwacht. Auch in Füssen kam es kürzlich zu einem Einsatz, bei dem Kletterer nachts in einer Felswand stecken blieben. Am Schrecksee hat die Bergwacht Hinterstein bereits die Reißleine gezogen. Der Wanderweg zum Schrecksee ist gesperrt.