Fußball-Landesliga

Bravouröse Generalprobe: 1. FC Sonthofen spielt 3:4 beim FC Memmingen

Erfolgreiches Sandwich: Mit vereinten Kräften trennen die Sonthofer Markus Sichler (oben) und Verteidiger Manuel Schäffler den Memminger Kian Fetic vom Ball.

Erfolgreiches Sandwich: Mit vereinten Kräften trennen die Sonthofer Markus Sichler (oben) und Verteidiger Manuel Schäffler den Memminger Kian Fetic vom Ball.

Bild: Olaf Schulze

Erfolgreiches Sandwich: Mit vereinten Kräften trennen die Sonthofer Markus Sichler (oben) und Verteidiger Manuel Schäffler den Memminger Kian Fetic vom Ball.

Bild: Olaf Schulze

Der 1. FC Sonthofen unterliegt im letzten Test vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs dem Regionalligisten FC Memmingen mit 3:4. Coach Müller sieht Luft nach oben.
Erfolgreiches Sandwich: Mit vereinten Kräften trennen die Sonthofer Markus Sichler (oben) und Verteidiger Manuel Schäffler den Memminger Kian Fetic vom Ball.
Von Dieter Latzel
14.09.2020 | Stand: 11:35 Uhr

Die Generalprobe ist zwar missglückt – der 1. FC Sonthofen hat sich aber bravourös geschlagen. Mit 3:4 (1:2) unterlagen die Landesliga-Fußballer aus der Kreisstadt beim überklassigen Regionalligisten FC Memmingen. Eine Woche vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs am kommenden Wochenende absolvierte der FCS von Trainer Benjamin Müller damit das letzte Vorbereitungsspiel. Dabei zeigten die Oberallgäuer aber allemal eine ordentliche Vorstellung.

Nach kurzer Anlaufphase war der FCS auch zügig gut im Spiel. Durch Balleroberungen in der eigenen Hälfte startete der Landesligist einige schnelle Gegenstöße. Als sich Markus Notz nach einer Viertelstunde das Spielgerät erkämpft hatte, landete die Hereingabe des Sommerneuzugangs bei Offensiv-Allrounder Jannik Keller, der die Gäste mit 1:0 in Führung brachte. Kurz vor der Pause kamen die Hausherren jedoch mit einem Doppelschlag in die Partie zurück. In der 43. Minute gelang Roland Wohnlich der Ausgleich und in der Nachspielzeit brachte Hasan Akcakaya den FCM noch mit 2:1 in Front.

Benjamin Müller sieht Licht und Schatten

Im zweiten Spielabschnitt verursachte Sonthofens Gregor Mürkl zunächst einen Strafstoß, den Memmingen jedoch verschoss. Dies beflügelte die Gäste, denn ab sofort waren die Oberallgäuer wieder besser im Spiel und Routinier Andreas Hindelang erzielte nach etwas mehr als einer Stunde das 2:2 (66.). In den letzten zehn Minuten überschlugen sich die Ereignisse: Zuerst zog der Regionalligist um den ehemaligen Sonthofer Trainer Esad Kahric durch zwei Treffer des eingewechselten Kian Fetic (79. und 80.) auf 4:2 davon. Dann verkürzte FCS-Verstärkung Umut Akan (84.) zum 3:4, was gleichzeitig den Endstand bedeutete. FCS-Coach Benjamin Müller sah bei seinem Team Licht und Schatten. Am Zweikampfverhalten gelte es noch zu arbeiten – auch beim Spielaufbau hatte er einiges zu bemängeln. Im vorderen Angriffsdrittel sah der Trainer dagegen einige sehr gute Aktionen.

Am kommenden Samstag startet der FCS, aktueller Landesliga-Dritter, mit dem Punktspielauftakt bei der SpVgg Kaufbeuren in den Spielbetrieb nach der Corona-Krise.

„Zweite“ des 1. FC Sonthofen mit torreichem Remis

Auch die Reserve des 1. FC Sonthofen absolvierte vor dem „Neustart“ in der Kreisliga Süd ihre, etwas dürftige, Generalprobe. Gegen den Kreisklassisten TV Hindelang kam der FCS II dabei nicht über ein 3:3 (2:2) hinaus.

Die klassenniederen Gäste präsentierten sich stark und brachten die Landesliga-Reserve von Trainer Martin Planasch mehrmals in arge Bedrängnis. In der ersten Hälfte waren die Gäste klar spielbestimmend. Die Tore fielen zunächst jedoch auf der Gegenseite durch Simon Scholz, der den FCS II mit 2:0 in Führung brachte. Kurz vor dem Seitenwechsel holte Hindelang aber innerhalb einer Minute zum Gegenschlag aus, als Kapitän Sebastian Gschwend und Jonas Waibel zum 2:2 trafen. Nach dem Seitenwechsel brachte Tim Kern (55.) die Hausherren wieder in Front, doch erneut war es Gschwend, der in der 79. Minute den 3:3-Endstand erzielte.

FCS-Coach Martin Planasch erkannte danach, dass sein Team mit dem Gegner überhaupt nicht zurecht kam. Die langen Bälle seien ganz schlecht verteidigt worden – auch das Passspiel sei viel zu ungenau gewesen. „Da gibt es in der kommenden Woche noch einiges zu tun“, sagte Planasch, der aber hofft, „dass auf die verpatzte Generalprobe ein besserer Punktspielauftakt folgt, denn die bisherige Vorbereitung ist nicht schlecht gelaufen.“