Müllsammelaktion an drei Wochenenden

Oberallgäu fordert Ostallgäu heraus: Wer sammelt mehr Müll aus den Bergen?

Oberallgäu vs. Ostallgäu: In den kommenden Wochen werden wieder Schüler und Bosch-Mitarbeiter in den Allgäuer Bergen unterwegs sein, um die Natur von Müll zu befreien.

Oberallgäu vs. Ostallgäu: In den kommenden Wochen werden wieder Schüler und Bosch-Mitarbeiter in den Allgäuer Bergen unterwegs sein, um die Natur von Müll zu befreien.

Bild: Luke Maguire

Oberallgäu vs. Ostallgäu: In den kommenden Wochen werden wieder Schüler und Bosch-Mitarbeiter in den Allgäuer Bergen unterwegs sein, um die Natur von Müll zu befreien.

Bild: Luke Maguire

Am 25. September startet die "Challenge Müllfreies Oberallgäu". Dann strömen Schüler und Bosch-Mitarbeiter aus, um die Allgäuer Berge von Müll zu säubern.
16.09.2021 | Stand: 10:32 Uhr

Nach dem großen Erfolg des letztjährigen Wettstreits will die Bosch BKK die Müllsammelaktion in den Allgäuer Bergen erneut aufleben lassen. Auch heuer sind sich die Oberallgäuer Bürgermeister Nico Sentner (Immenstadt), Christof Endreß (Blaichach) und Christian Wilhelm (Sonthofen) sicher: „Unsere Schulklassen werden mehr Müll sammeln als die Mitarbeiter von Bosch und den Allgäustrom-Partnern.“ Und die Bürgermeister gehen noch weiter: Waren es im vergangenen Jahr noch knapp über 800 Schüler, die mitgemacht haben, soll heuer die 2000er-Marke geknackt werden.

Erweiterung der Challenge ins Ostallgäu: Oberallgäuer wollen mehr Müll sammeln als Gegner

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr ist die Erweiterung der Challenge ins Ostallgäu. Mit der Deckel Maho/DMG Mori aus Pfronten habe man einen Partner gefunden, der die „Challenge Müllfreies Ostallgäu“ nun in Angriff nimmt. Und auch hier gibt es eine Wette: Die Oberallgäuer behaupten nämlich, dass sie mehr Müll aus den Allgäuer Bergen holen als ihre „Gegner“ aus dem Ostallgäu.

Auf dem Bosch-Werk in Immenstadt präsentierten Funktionäre der teilnehmenden Firmen und die Bürgermeister Christian Wilhelm (Dritter von links, Sonthofen), Nico Sentner (Fünfter v.l., Immenstadt) und Christof Endreß (Vierter v.r., Blaichach) die „Challenge Müllfreies Oberallgäu“.
Auf dem Bosch-Werk in Immenstadt präsentierten Funktionäre der teilnehmenden Firmen und die Bürgermeister Christian Wilhelm (Dritter von links, Sonthofen), Nico Sentner (Fünfter v.l., Immenstadt) und Christof Endreß (Vierter v.r., Blaichach) die „Challenge Müllfreies Oberallgäu“.
Bild: Luke Maguire

Müllsammelaktion startet am 25. September

Beim Wettausruf auf dem Bosch-Werk in Immenstadt erklärten die Funktionäre, wie die Sammelaktion heuer aussehen soll: Demnach fällt der Startschuss der Challenge auf Anregung der Schulen bereits am 25. September, damit sich die Teilnahme in den Schulalltag besser integrieren lasse. Zudem wurde der Zeitraum der Müllsammelaktion verlängert, sodass diesmal an drei Wochenenden Gipfel, Wälder und Wiesen der Allgäuer Berge von liegen gebliebenem Müll befreit werden können. Waren es im vergangenen Jahr 733 Kilogramm Müll, die von Schülern und Bosch-Mitarbeitern gesammelt wurden, „so wollen wir heuer noch mehr einsammeln“, sagt der Projektverantwortliche Thomas Mayinger von Bosch BKK.

Spenden für regionale Einrichtungen

Neben einer sauberen Naturlandschaft gibt es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch Preise zu gewinnen, die in einer Tombola verlost werden. Des Weiteren werden die besten Müllsammel-Klassen der Schulen mit Aktionstagen und Team-Events belohnt. Und Spenden der Partner wird es wieder geben. Der Gewinner der „Challenge Müllfreies Oberallgäu“ legt die Verteilung der Gelder für die Spenden fest, die für regionale Einrichtungen im Oberallgäu verwendet werden sollen.

Allgäuer sammelten schon viel Müll bei "Clean Up Days"

Mehr als 850 Freiwillige hatten im Juli schon vier Tage lang Müll in den Allgäuer Alpen eingesammelt. Die Allgäuer "Clean Up Days" 2021 waren ein voller Erfolg. Mehr dazu hier.

So verhält man sich richtig in den Bergen: Ranger geben Tipps

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Schüler sammeln wieder Müll

Nicht nur viel Müll sorgt in den Allgäuer Bergen für Probleme: In den Bergen tummeln sich auch immer mehr unerfahrene Menschen. Das ist teils gefährlich und kann auch der Natur schaden. Das Thema "Richtiges Verhalten in den Bergen" wollen beispielsweise die Ranger des Naturparks Nagelfluhkette auch Touristen näher bringen. Schützen und Nützen steht hierbei im Vordergrund“, sagt Rangerin Theresa Hilber. Der Mensch sei primär kein Störfaktor, doch sein Verhalten in der Natur wichtig. Mehr dazu hier.

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