Curling

Curlerinnen aus Füssen und Oberstdorf können nicht bei der WM starten

Curling Oberstdorf Füssen

Deutsche Nationalmannschaft der Curling-Juniorinnen (von links): Kim Sutor, Sara Messenzehl, Zoe Antes, Elisa Scheuerl und Anne Kapp.

Bild: Markus Messenzehl

Deutsche Nationalmannschaft der Curling-Juniorinnen (von links): Kim Sutor, Sara Messenzehl, Zoe Antes, Elisa Scheuerl und Anne Kapp.

Bild: Markus Messenzehl

Spielerinnen von Füssen und Oberstdorf dürfen wegen der Corona-Pandemie nicht zur WM nach Finnland. Stattdessen stehen nun andere Wettkämpfe auf dem Programm.
20.01.2022 | Stand: 08:22 Uhr

48 Stunden vor dem Abflug der deutschen Nationalmannschaft der Curling-Juniorinnen zur B-WM nach Finnland erreichten Trainer Markus Messenzehl Informationen, die seine Sportlerinnen vom EC Oberstdorf und CC Füssen den Jahresbeginn 2022 sicherlich so schnell nicht vergessen lassen: Nachdem einige Teilnehmer der B-WM der Junioren positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, beschlossen der Welt-Curling-Verband, der nationale Ausrichter im finnischen Lohja sowie die zuständige Gesundheitsbehörde, den laufenden Wettbewerb abzubrechen und den der Juniorinnen abzusagen.

Deutsches Juniorinnen-Team: Zurück in die A-Gruppe ist das Ziel

So musste das deutsche Juniorinnen-Team mit Skip Sara Messenzehl, Kim Sutor, Zoe Antes, Elisa Scheuerl und Anne Kapp die bereits gepackten Koffer wieder auspacken. Gleichzeitig wissen die jungen Frauen nicht, ob die vielen Trainingsstunden nun umsonst waren und wie es grundsätzlich weitergeht. „Zahllose Stunden haben wir in den letzten drei Monaten auf dem Eis trainiert, acht Turniere im In- und Ausland gespielt, täglich Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining absolviert, um mit der internationalen Konkurrenz mithalten zu können“, sagt Sara Messenzehl. „Unser großes Ziel war und ist, auch die deutschen Juniorinnen wieder in die A-Gruppe zurückzuführen.“

Dafür hätten die jungen Frauen das Turnier auf einem der ersten drei Plätze in der Gesamtrangliste beenden müssen. „Ein hohes Ziel, aber wir haben in der Vorbereitung wirklich alles dafür gegeben,“ so die übereinstimmende Meinung aller fünf Athletinnen. (Lesen Sie auch: Die Allgäuer Sporthighlights des Jahres: Zwischen Lockdown und Lockerheit)

Den Aussagen seines Teams kann Trainer Markus Messenzehl nichts hinzufügen. Nun liegt es an ihm, aber auch an den Entscheidungen des Welt-Curling-Verbandes, die Motivation der Athletinnen weiter hochzuhalten. Wie es für alle weitergeht, die momentan in der B-Gruppe sind, ist noch nicht final geklärt.

Die A-WM soll vom 5. bis 12. März in Jönköping (Schweden) stattfinden. Ob die für diesen Wettbewerb bereits qualifizierten Juniorinnen- und Junioren-Mannschaften um die drei besten Teams aus der B-Gruppe aufgestockt werden, ist derzeit noch unklar. Es sei aber nicht davon auszugehen, da nicht klar ist, ob die B-WM überhaupt nachgeholt wird.

"Jugend-Star-League" in Prag

Trotz dieser großen Enttäuschung arbeiten die fünf Sportlerinnen und ihr Coach unverändert weiter – mit großem Einsatz und viel positiver Energie. Denn in den nächsten Wochen stehen noch weitere Höhepunkte für die Spielgemeinschaft des EC Oberstdorf/CC Füssen auf dem Programm. Neben der erstmaligen Teilnahme an einem international besetzten Damen-Weltcupturnier in St. Gallen (20. bis 23. Januar) steht am darauffolgenden Wochenende eine Reise nach Prag an. Hier hat das Team die Chance, erstmalig die internationale Serie „Jugend-Star-League“ zu gewinnen, in der sie aktuell als führende Mannschaft starten.

National finden zum Abschluss der Saison noch die Deutschen Meisterschaften der Juniorinnen und der Damen im März und April statt – dort stellen sie die Weichen für die Saison 2022/2023.

Bei einem Trainingsspiel gegen den amtierenden Deutschen Seniorenmeister bestätigten sie ihre Trainingsleistung: Das Team setzte sich in einem spannenden Spiel mit 6:4 gegen die „Alten Herren“ des deutschen Curling um Skip Andi Kapp durch.

Lesen Sie auch: Sommereis im BLZ Füssen laut Bürgermeister Maximilian Eichstetter ein Erfolg