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Der olympische Traum für Oberstdorferin ist verschoben

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Paula Frick geht für den SC Oberstdorf an den Start. Die 19-jährige Telemarkerin wäre mit dem Deutschen Olympischen Jugendlager bei den Olympischen Spielen in Peking dabei gewesen. Wegen der Corona-Pandemie fällt die Reise aber aus, stattdessen gibt es ein Alternativprogramm in Bischofsgrün.

Bild: Ralf Lienert

Paula Frick geht für den SC Oberstdorf an den Start. Die 19-jährige Telemarkerin wäre mit dem Deutschen Olympischen Jugendlager bei den Olympischen Spielen in Peking dabei gewesen. Wegen der Corona-Pandemie fällt die Reise aber aus, stattdessen gibt es ein Alternativprogramm in Bischofsgrün.

Bild: Ralf Lienert

Paula Frick vom Skiclub Oberstdorf wollte ins Olympische Jugendlager nach Peking reisen. Doch die Pandemie machte ihr einen Strich durch die Rechnung.
15.01.2022 | Stand: 17:00 Uhr

„Keine Sterne in Athen, stattdessen Schnaps in St. Kathrein“ heißt es in einem wenig romantischen Song von Stefan Remmler aus dem Jahr 1986. „Kein Olympisches Jugendlager in Peking, stattdessen vom 3. bis 13. Februar ein Alternativprogramm in Bischofsgrün“, so lautet die eher nüchterne Realität für Paula Frick. Wie gern wäre die 19-jährige Telemarkerin mit 39 anderen jungen deutschen Sportlern und Sportlerinnen nach China gereist, um hautnah bei den Wettkämpfen um olympische Medaillen dabei zu sein. Das Corona-Virus hat all diesen Plänen des Deutschen Olympischen Jugendlagers (DOJL) einen kräftigen Strich durch die Rechnung gemacht.

Fricks Traum von Olympia vorerst geplatzt

„Es wäre wunderschön gewesen, diese Kultur kennenzulernen und live dabei sein zu dürfen“, träumt Frick immer noch ein bisschen. „Ich bin aber zuversichtlich, dass wir mit den Corona-Regeln auch bei uns in Deutschland eine schöne Zeit haben.“ Trotz Absage der Reise sei es ein unheimlich großes Erlebnis, ein Teil des Olympia-Teams zu sein, der die deutsche Olympiamannschaft in jeder Hinsicht unterstützt.

Auf die begrenzten Plätze hatte es einen riesigen Andrang gegeben. Zum jungen Team gehören Nachwuchsathleten sowie junge Engagierte aus 13 Bundesländern. Die Jugendlichen aus 23 verschiedenen Sommer- und Wintersportarten sind zwischen 16 und 19 Jahre alt.

Paula Frick fährt für den SC Oberstdorf.
Paula Frick fährt für den SC Oberstdorf.
Bild: Elke Wiartalla

Um als eine der 40 Auserkorenen im Olympischen Jugendlager dabei zu sein, hat sich Paula Frick ganz schön ins Zeug gelegt. Sie schrieb eine Bewerbung, in der sie genauestens aufzeigte, warum ausgerechnet sie genommen werden sollte. „Ich glaube, dass meine Bewerbung ganz sympathisch rübergekommen ist. Aber entscheidend war wohl auch, dass ich mit Telemark eine interessante Sportart vertrete, die vielleicht bald olympisch werden soll“, vermutet sie.

Oberstdorferin Paula Frick wechselte vor vier Jahren zum Telemark

Nachdem sie als Kind und Teenager zunächst „ganz normal“ im Skiclub Oberstdorf unterwegs war, wechselte sie vor vier Jahren zum Telemark. Seit dem letzten Jahr trainiert sie mit dem Nationalteam. Clubkollegin Johanna Holzmann, die in diesem Winter zum Skicross wechselte, sieht sie durchaus als Vorbild. „Johanna hat schon so viele tolle Sachen erlebt im Weltcup und ist eine beeindruckende Trainingspartnerin mit sehr viel Ehrgeiz“, schildert Frick.

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Statt Peking nun also Bischofsgrün im Bayerischen Wald. Sehr gespannt ist die Telemarkerin schon auf das dortige Alternativprogramm. Sie freut sich, neue Menschen aus den verschiedensten Sportarten kennenzulernen. Sicher werden die Teilnehmer vieles über Olympia und die Wettkämpfe mitbekommen und sich in passende Themen vertiefen. „Sportlich und spaßig unterwegs sein, gemeinsam eine gute Zeit und unvergessliche Momente erleben“, so stellt sich die Oberstdorferin ihr „Unternehmen Olympia“ vor.

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