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Der „Söder“ kommt ins Oberallgäu: "Kultursalons" im Oberallgäu starten wieder

Michael

Michael Schober ist Veranstalter der "Kultursalons" im südlichen Oberallgäu.

Bild: Achim Crispien

Michael Schober ist Veranstalter der "Kultursalons" im südlichen Oberallgäu.

Bild: Achim Crispien

Die „Kultursalons“ in Bad Hindelang und Oberstaufen starten im September. Warum dabei auch Markus Söder eine Rolle spielt.
29.08.2021 | Stand: 15:00 Uhr

Markus Söder in Oberstaufen? Und einen Tag später in Bad Hindelang? Fast. Aber Stephan Zinner kommt – der „Söder“ auf dem Münchner Nockherberg. Denn die „Kultursalons“ in den beiden Orten öffnen wieder ihre Pforten. Veranstalter sind seit 2017 Michael „Deville“ Schober, Gründer und Geschäftsführer von „Brainstorm Music Marketing“ in Vorderhindelang, sowie sein Event-Manager Florian Reiser. Im vergangenen Jahr blieben die Salons pandemiebedingt geschlossen. Nun haben Schober und Reiser jeweils sieben Veranstaltungen geplant – jeden dritten Mittwoch im Monat, von September bis März 2022. Zinner tritt erstmals am 19. Januar auf.

In Hindelang werden die "Kultursalons" in der Hofjagdstube im Hotel "Prinz-Luitpold-Bad" veranstaltet

Neben Stephan Zinner ist unter anderem auch „Orélie“ mit ihrer Zauberkunst dabei, der „Royal Guitar Club“ spielt Eigenkompositionen und interpretiert bekannte Songs und Herr Schröder, Comedy-Deutschlehrer, präsentiert sein neues Programm „Instagrammatik – das streamende Klassenzimmer“. In Bad Hindelang werden die „Kultursalons“ in der Hofjagdstube im Hotel „Prinz-Luitpold-Bad“ veranstaltet, in Oberstaufen in der Nagelfluhlounge im Kurhaus.

Schobers eigentliches Hauptgeschäft – Management, Booking und Beratung von Künstlern – musste zwei Jahre lang pausieren. Erst im Mai 2022 will er wieder durchstarten. Dank der staatlichen Gelder, die er erhalten hat, konnte der Hindelanger sein Unternehmen „gerade so“ über Wasser halten. Die drei Mitarbeiter wurden auf Kurzarbeit umgestellt. Er selber nahm sich einen Monat eine Auszeit. (Lesen Sie auch: Kabarett in Immenstadt: Wie ein Virus „wunde Punkte“ entblößt)

Manager Schober: "Unsere Hauptaufgabe bestand und besteht immer noch darin, Termine und Marketingaktionen umzulegen"

Aber die 25 Bands, die er und seine Mitarbeiter betreuen, waren nicht untätig. Da hatte man Zeit, zum Beispiel neue Songs zu schreiben. Das Dilemma aber blieb: Künstler veröffentlichen keine Platten, wenn es anschließend keine Tournee gibt. „Unsere Hauptaufgabe bestand und besteht immer noch darin, Termine und Marketingaktionen umzulegen“, sagt Schober, der gut 240 Konzerte verschieben musste. Erst ab Mai nächstes Jahr geht es wieder los. „Es wird 2022 eine totale Überflutung von Veranstaltungen geben, die sich von 2020 und 2021 aufgestaut haben“, lautet seine Prophezeiung. Er glaubt, dass erst 2023 oder gar erst 2024 wieder im Normalbetrieb laufen können.

Veranstalter: "Wir schaffen das schon"

Es bleibt aber das Problem, dass der Manager nicht weiß, ob die gebuchten Veranstaltungsorte überhaupt noch bestehen. Und was ist, wenn er tausend Karten verkauft hat, aber nur 250 Besucher erlaubt sind? Da gibt es noch viele Fragezeichen. Aber Schober ist optimistisch: „Wir schaffen das schon.“

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