Relegation in der Fußball-Landesliga

Der Traum lebt: So will der 1. FC Sonthofen in Dachau bestehen

Erfolgsgarant aus dem Hinspiel: Kevin Haug gehörte zu den besten Akteuren des 1. FC Sonthofen im ersten Relegationsduell gegen den TSV Dachau. Im Rückspiel am Samstag geht’s aufs Ganze.

Erfolgsgarant aus dem Hinspiel: Kevin Haug gehörte zu den besten Akteuren des 1. FC Sonthofen im ersten Relegationsduell gegen den TSV Dachau. Im Rückspiel am Samstag geht’s aufs Ganze.

Bild: Günter Jansen

Erfolgsgarant aus dem Hinspiel: Kevin Haug gehörte zu den besten Akteuren des 1. FC Sonthofen im ersten Relegationsduell gegen den TSV Dachau. Im Rückspiel am Samstag geht’s aufs Ganze.

Bild: Günter Jansen

Der 1. FC Sonthofen hat im Rückspiel in Dachau alle Trümpfe in der Hand. Trainer Müller muss einen Schlüsselspieler ersetzen, glaubt aber an den Sieg.

27.05.2022 | Stand: 18:21 Uhr

Der Traum lebt weiter. Vor dem entscheidenden Rückspiel der Aufstiegs-Relegation zur Bayernliga hat der 1. FC Sonthofen gute Aussichten auf ein Weiterkommen. Die Kreisstädter haben nach dem knappen 2:1-Heimsieg am vergangenen Mittwoch-Abend über den TSV Dachau alle Trümpfe in der Hand. Am Samstag kommt es ab 16.30 Uhr in Dachau zwischen dem 17. der abgelaufenen Bayernliga-Saison und dem Landesliga-Vizemeister zum Rückspiel.

Andreas Hindelang: "Mit gutem Gefühl"

Und das Duell könnte erneut eine Partie auf Augenhöhe werden. „Wir können mit einem guten Gefühl nach Dachau fahren und wissen, dass wir jederzeit für ein Tor gut sind“, sagt Sonthofens Routinier Andreas Hindelang. „Dachau muss auch erst einmal treffen, und wir haben schon in Sonthofen gesehen, wie schwer das sein kann.“

Eine entscheidende Rolle könnte dabei spielen, wer in der schon zehn Monaten andauernden Saison über die größeren Kraftreserven verfügt. Die Mannschaft, die sich in der Summe der beiden Begegnungen durchsetzt (gewertet wird nach altem Europapokal-Modus: bei Punkt- und Torgleichheit zählt die Mehrzahl der erzielten Auswärtstore), trifft in der kommenden Woche auf den Sieger der Paarung FC Unterföhring gegen SV Pullach (erstes Spiel 1:4). Der Gewinner aus Hin- und Rückspiel dieser zweiten Relegationsrunde wiederum hat das Bayernliga-Ticket für die kommende Saison in der Tasche.

Sonthofen im Relegationsmodus: Regenerieren, Kopf frei bekommen

Regenerieren, Kopf frei bekommen und Kräfte sammeln stand bei den Kreisstädtern in den drei Tagen Pause zwischen den beiden Begegnungen auf dem Plan. FCS-Coach Benjamin Müller weiß, wo er und seine Schützlinge den Hebel im Rückspiel ansetzen müssen. Im Hinspiel am Mittwoch habe er Licht und Schatten gesehen. „Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir viel richtig und in den wichtigen Momenten die Tore gemacht“, sagt der Coach. „Wir konnten Dachau zwar in den ersten 45 Minuten nicht komplett kontrollieren – da sind sie zu gut – wir waren aber sehr präsent. Nach dem Seitenwechsel haben wir sie dann zu wenig beschäftigt“.

Die Oberallgäuer machten sich das Leben durch leichte schnelle Ballverluste schwer und kamen nicht mehr aggressiv genug in die Zweikämpfe – aus einer derartigen Fehlerkette ist auch der Gegentreffer resultiert. Im Rückspiel sollten die Räume in der Tiefe besser verteidigt werden. „Da gilt es, die Balance zu finden: Wann gehe ich mit und wann gehe ich tief. Wir wollen auf alle Fälle mehr Nadelstiche im Umschaltspiel setzen“, ergänzt Müller. Die Chancen auf ein Weiterkommen bewertet er als gut.

Schäffler und Littig glauben an den Sieg

Lesen Sie auch
##alternative##
Fußball

Bayernliga in Reichweite: So geht der 1. FC Sonthofen in die Relegation gegen Dachau

Das sieht auch der im Hinspiel bärenstarke Innenverteidiger Manuel Schäffler so: „Uns hat nach der Pause etwas die Courage gefehlt. Wichtig war aber, dass wir die Führung nach dem Gegentor nicht aus der Hand gegeben und leidenschaftlich verteidigt haben“, sagt Schäffler. „Wir werden mit viel Motivation reingehen. Ich bin fest davon überzeugt, dass in unserer Truppe genügend Qualität ist, um eine Runde weiterzukommen.“

Im Zentrum muss Müller allerdings umbauen: Nach seiner Oberschenkelverletzung vom Mittwoch fehlt Spielmacher Markus Notz. Für Außenverteidiger Patrick Littig, der nach seiner frühen Gelben Karte in der Halbzeit sicherheitshalber ausgewechselt wurde und Kräfte sparen konnte, kein Grund zur Sorge. „Wir können befreit aufspielen und möchten auf jeden Fall gewinnen. Denn wir haben gesehen, dass wir Dachau schlagen können.“

Für nur 0,99 € einen Monat alle exklusiven AZ Plus-Artikel auf allgaeuer-zeitung.de lesen
Jetzt testen
Ausblenden | Ich habe bereits ein Abo.