Derby in der Handball-Landesliga

Dezimiert und ernüchtert: Immenstädter Handballer mit schwachem Saisonstart

Dezimierter Kader, dürftige Vorstellung: Der TV Immenstadt haderte beim Auftakt in die neue Landesliga-Saison mit vielen Punkten.

Dezimierter Kader, dürftige Vorstellung: Der TV Immenstadt haderte beim Auftakt in die neue Landesliga-Saison mit vielen Punkten.

Bild: Dirk Klos

Dezimierter Kader, dürftige Vorstellung: Der TV Immenstadt haderte beim Auftakt in die neue Landesliga-Saison mit vielen Punkten.

Bild: Dirk Klos

Nach fast einem Jahr Spielpause legt der TV Immenstadt beim Derby in Dietmannsried einen 20:33-Fehlstart in die Landesliga hin. Tohrüter verhindern Debakel.
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Von Redaktion Allgäuer Anzeigeblatt
20.09.2021 | Stand: 18:25 Uhr

Es ist ein ernüchternder Auftakt in die neue Landesliga-Saison. Beinahe ein Jahr nach dem letzten Pflichtspiel unterlagen die Handballer des TV Immenstadt im Allgäuer Derby bei der HSG Dietmannsried/Altusried klar und auch in der Höhe verdient mit 20:33.

So wirklich anzumerken war die lange handballlose Zeit von Beginn an nur den Gästen aus Immenstadt.

Frühe Auszeit für den TV Immenstadt

Die HSG zündete von Beginn an ein spielerisches Feuerwerk – durch aufmerksame Deckungsleistung gelangen schnelle Ballgewinne, die in einfache Torerfolge umgemünzt wurden – sodass der Städtler Trainer Mihaly More sich bereits in der zehnten Spielminute beim Stand von 6:1 für die Heimmannschaft dazu entschloss, das erste Time-Out des Spiels zu zücken.

Die Auszeit zeigte zunächst auch ihre Wirkung und der TVI fand nun allmählich besser ins Spiel. Bis zum Spielstand von 7:11 aus Sicht der „Grünen“ konnte der Rückstand zumindest konstant gehalten werden. In den letzten zehn Minuten des ersten Spielabschnitts kam jedoch wieder mächtig Sand ins Getriebe des Immenstädter Spiels. „Jedes Mal, wenn wir die Gelegenheit hatten, den Abstand zu verkürzen, unterliefen uns einfache Fehler, die gegen einen Gegner wie diesen einfach zwangsläufig zum Gegentor führen“, ärgerte sich More. Beim Stand von 17:8 aus Sicht der HSG zur Halbzeitsirene war die Partie quasi schon entschieden.

Schadensbegrenzung in der zweiten Halbzeit

Schadensbegrenzung war die ausgegebene Marschroute der Immenstädter für Halbzeit zwei. Durch drei Toren in Folge konnte der Rückstand bis zum 11:18 noch etwas verkürzt werden. Mit etwas mehr taktischer Disziplin war die Chance auch durchaus da, mit einem ordentlichen Resultat die Heimreise anzutreten. Das hatten auch die Gastgeber erkannt, die in ihrer Spielberichterstattung vermeldeten: „Zwar konnte den Gästen in Sachen Einstellung und Moral kein Vorwurf gemacht werden, allerdings bissen sie sich auch im zweiten Spielabschnitt die Zähne an der HSG-Deckung aus.“

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Dietmannsried/Altusried, bei dem alle Feldspieler trafen, konnte aber allen voran über seinen starken Rückraumspieler Maximilian Schneider, der letztendlich neun Tore beisteuerte, den Abstand bis zum Spielende nochmals auf 20:33 erhöhen. Lediglich die Torhüter Simon Weigl und der Neuzugang Miguel Pires verhinderten ein echtes Debakel und zeigten beim TVI Normalform. Entsprechend groß war die Freude bei den Gastgebern. „Am Ende zählt nur, dass wir in dieser schweren Staffel erfolgreich in die neue Saison gestartet sind“, sagte der Sportliche Leiter Thomas Kinkel: „Natürlich ist es erfreulich, dass wir so eindeutig gewinnen konnten, aber Immenstadt war der erwartet unangenehme und unbekannte Gegner. Sowohl mit der Abwehrarbeit als auch mit der Angriffsleistung können wir unter dem Strich zufrieden sein.“

Coach Mihaly More: „Cleverer werden“

Auf Immenstädter Seite begann nach der Partie sogleich die Analyse. „Sage und schreibe elf Gegenstoßtreffer nach technischen Fehlern im Positionsangriff sind nicht nur gegen einen guten Gegner wie die HSG inakzeptabel“, versuchte More die Niederlage zu erklären und ergänzte: „Dass dann noch unnötige Zeitstrafen hinzukamen, war natürlich zusätzlich kontraproduktiv. Hier trifft die Schuld aber keineswegs die Schiedsrichter, die ihren Job gut gemacht haben. Wir müssen einfach cleverer werden. Wir haben faktisch zehn Minuten in Unterzahl gespielt.“ Zeit zum Aufarbeiten gibt es im Lager des TV Immenstadt genügend: Aufgrund des entzerrten Spielplans kommt es erst in vier Wochen, am 16. Oktober, zum nächsten Auswärtsspiel beim TSV Herrsching, bevor eine Woche darauf das erste Spiel vor heimischer Kulisse gegen die HSG Würm-Mitte in der heimischen Julius-Kunert-Halle ansteht. (hart, maio)