Tourismus

Die Schroth-Kur in Oberstaufen soll wieder populärer werden

Schrothheilbad Oberstaufen

Starteten den Auftakt zu „30 Jahre Schrothheilbad Oberstaufen“: (von links) Vorstandsmitglied Gerhard Huber vom Schroth-Verband, Tourismuschefin Constanze Höfinghoff und Bürgermeister Martin Beckel.

Bild: Olaf Winkler

Starteten den Auftakt zu „30 Jahre Schrothheilbad Oberstaufen“: (von links) Vorstandsmitglied Gerhard Huber vom Schroth-Verband, Tourismuschefin Constanze Höfinghoff und Bürgermeister Martin Beckel.

Bild: Olaf Winkler

Die Oberstaufener Tourismuschefin Constanze Höfinghoff sieht einen Trend zum gesünderen Leben. Ein Foto-Kalender liefert Tipps dazu.
04.12.2021 | Stand: 11:30 Uhr

1991 erfolgte die Ernennung von Oberstaufen zum Schrothheilbad. Vor fünf Jahren war das Anlass zu einer großen Jubiläumsfeier im Kursaal. Der Auftakt zum 30-jährigen Bestehen fiel coronabedingt ganz anders aus: Bei kühlen Temperaturen und Regen fand sich nur eine kleine Anzahl von Anbietern der Schrothkur und der Oberstaufen Tourismus Marketing (OTM) samt Bürgermeister Martin Beckel vor dem Kursaal ein. Dort erfolgte der symbolische Startschuss zu einer Reihe von Veranstaltungen.

Die Schrothkur hat Oberstaufen groß gemacht – davon ist der Bürgermeister überzeugt. Die hohe Dichte an Vier- und Fünf-Sterne-Hotels sei eine Folge davon. Jedoch: Die Zahl jener Besucher, die heute noch nach Oberstaufen kommen, um eine Schrothkur zu absolvieren, ist seit der Ernennung zum Heilbad vor 30 Jahren zurückgegangen.

26.000 Gäste vor 30 Jahren

Damals kamen immerhin 26.000 Gäste zur Kur nach Oberstaufen, 2001 waren es nur noch 14.000. Konkrete aktuelle Zahlen gibt es nicht, da 22 Betriebe im Ort die Kur zwar anbieten, längst aber nicht jeder Gast sie dort auch nutzt. OTM und Bürgermeister schätzen, dass es derzeit 23.000 Gäste sind, die den Ort wegen einer Schrothkur besuchen. 250.000 Übernachtungen stehen mit einer Kur im Zusammenhang – ein gutes Sechstel der gut 1,4 Millionen Übernachtungen, die Oberstaufen in einem Nicht-Corona-Jahr üblicherweise in Gemeinde verbuchen kann.

"Schrothkur passt perfekt in die Zeit"

Doch Tourismuschefin Constanze Höfinghoff ist überzeugt: „Themen wie Gesundheit und Vitalität sind wieder aktuell“. Daher passe das „Produkt Schrothkur“ perfekt in die Zeit. Und 2022 will die OTM daher bewusst Impulse setzen, um in diesem Bereich neue Gäste in den Ort zu holen. Ein zentrales Medium dabei: Ein Kalender, der einerseits mit „Postkartenmotiven“ für Oberstaufen wirbt – auf der Rückseite aber viele praktische Tipps zur gesunden Lebensweise und Ernährung nach den Grundsätzen von Johann Schroth. Den Kalender versenden in diesen Tagen viele Vermieter zu Weihnachten. Er ist aber auch für fünf Euro bei der OTM erhältlich.

Alleinstellungsmerkmal für den Kurort

Neben dem Kalender sollen im neuen Jahr eine Vielzahl von Veranstaltungen über die Kur informieren oder beispielsweise auch zur Bewegung animieren. Und auch in den sozialen Netzwerken steht Schroth ab sofort im Mittelpunkt der OTM-Aktivitäten.

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Für Bürgermeister Beckel ist klar: „Die Schrothkur hat für Oberstaufen nicht mehr die Bedeutung wie einst.“ Trotzdem stelle sie ein „Alleinstellungsmerkmal“ dar und liege „voll im Trend“. Denn: „Kaum eine andere Therapie trifft die Gesundheitsprobleme unserer Gesellschaft besser.“ Beckel setzt auf gute Zusammenarbeit von Gemeinde und OTM mit dem Schroth-Verband, dessen zweiter Vorsitzender er zugleich ist.

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