Tolle Aktion

Die Wette gilt: Kein Müll mehr in den Oberallgäuer Bergen

Startschuss für die Wette „Müllfreies Oberallgäu“ mit den Bürgermeistern Nico Sentner aus Immenstadt und Christian Wilhelm aus Sonthofen, Mitarbeitern von Bosch sowie den Unterstützern der Aktion.

Startschuss für die Wette „Müllfreies Oberallgäu“ mit den Bürgermeistern Nico Sentner aus Immenstadt und Christian Wilhelm aus Sonthofen, Mitarbeitern von Bosch sowie den Unterstützern der Aktion.

Bild: Benjamin Liss

Startschuss für die Wette „Müllfreies Oberallgäu“ mit den Bürgermeistern Nico Sentner aus Immenstadt und Christian Wilhelm aus Sonthofen, Mitarbeitern von Bosch sowie den Unterstützern der Aktion.

Bild: Benjamin Liss

Drei Bürgermeister und das Unternehmen Bosch im Wettkampf: Wer sammelt mehr Müll - die Schüler aus den drei Kommunen oder die Bosch-Mitarbeiter?
Startschuss für die Wette „Müllfreies Oberallgäu“ mit den Bürgermeistern Nico Sentner aus Immenstadt und Christian Wilhelm aus Sonthofen, Mitarbeitern von Bosch sowie den Unterstützern der Aktion.
Von Franz Summerer
16.10.2020 | Stand: 14:07 Uhr

Wer sammelt mehr Müll aus den Allgäuer Bergen: Schülerteams aus Immenstadt, Blaichach und Sonthofen oder die Mitarbeiter des Oberallgäuer Boschwerks? Um diese Streitfrage zu klären, haben jetzt die Bürgermeister der drei Kommunen und das Boschwerk Blaichach/Immenstadt eine Wette abgeschlossen. Ab nächstem Montag, 19. Oktober, geht’s los.

Immer mehr Bergtourismus bedeutet auch immer Abfall in den Allgäuer Bergen. Dabei verrottet Müll in Hochlagen viel langsamer als im Tal. Braucht eine Plastiktüte dazu im Flachland 80 Jahre, sind es in den Bergen 120 und mehr.

Um die Berge von dem Müll zu befreien, hatte das Bosch-BKK-Netzwerk „Gesundheit in Schulen im Oberallgäu“ die Idee zu der Wette. Und die drei Bürgermeister Nico Sentner aus Immenstadt, Christian Wilhelm aus Sonthofen und Christof Endreß aus Blaichach machten sofort mit.

"Challenge Müllfreies Oberallgäu" läuft vom 19. bis zum 30. Oktober

Jetzt sammeln Schülerteams aus den drei Kommunen und Bosch-Mitarbeiter im Wettstreit Abfall aus den Bergen. Die Aktion läuft zwei Wochen von Montag, 19. Oktober, bis Freitag, 30. Oktober.

Unterstützt wird sie vom Netzwerk „Challenge Müllfreies Oberallgäu“ und einer Reihe von Paten. Darunter sind neben der Firma Bosch und der Krankenkasse Bosch-BKK auch der ZAK, Eberl Medien, dm-Markt und Allgäuer Alpenwasser.

Das Netzwerk arbeitet bei diesem Projekt mit dem Start-Up „Patron – Plasticfree Peaks“ zusammen, das die Natur frei von Plastikmüll machen will.

Müll raus aus den Bergen: So soll die Aktion ablaufen

Die Aktion soll wie folgt ablaufen: Jedes Team kann sich eine individuelle oder eine bereits bestehende Route auf der Homepage von Plasticfree Peaks aussuchen und sich dafür anmelden.

Schüler und Bosch-Mitarbeiter bekommen dann einen Tag vor dem Start ein Set mit Müllsäcken und einer Greifzange zur Verfügung gestellt, mit denen der Abfall gesammelt werden kann. Der gesammelte Müll wird dann an einem von drei Container-Standorten abgegeben: dm in Immenstadt; FOS in Sonthofen oder Bosch-Werk Immenstadt-Seifen.

Wer mitmachen will, sollte sich anmelden auf der Homepage von Plasticfree Peaks unter: www.plasticfreepeaks.com

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Und: Taucher Dietmar Renn (49) liebt Bergseen. Deshalb will er zu ihrem Schutz beitragen. Er taucht mit Freunden nach Müll - und macht erstaunliche Entdeckungen.