Wandern in den Allgäuer Alpen

Freiwillige schaufeln Schnee, damit wir wandern können: Diese Allgäuer Berghütten öffnen jetzt

Bergsteiger auf dem Gipfel des Gimpels in den Tannheimer Bergen: Noch immer liegt nordseitig auf höheren Bergen viel Schnee. In der Bildmitte hinten der Hochvogel.

Bergsteiger auf dem Gipfel des Gimpels in den Tannheimer Bergen: Noch immer liegt nordseitig auf höheren Bergen viel Schnee. In der Bildmitte hinten der Hochvogel.

Bild: Benedikt Siegert

Bergsteiger auf dem Gipfel des Gimpels in den Tannheimer Bergen: Noch immer liegt nordseitig auf höheren Bergen viel Schnee. In der Bildmitte hinten der Hochvogel.

Bild: Benedikt Siegert

Oben in den Bergen im Allgäu liegt noch viel Schnee, doch ein Bergführer geht von normalen Verhältnissen demnächst aus. Schon öffnen weitere Hütten.
11.06.2021 | Stand: 10:17 Uhr

Weitere Hütten im Allgäu öffnen dieses Wochenende: Unter anderem planen das Prinz-Luitpold-Haus den Start in die Saison. Auch die Kemptner Hütte wird ab 11. Juni für Tagesgäste geöffnet sein, der Übernachtungsbetrieb startet aber wegen der Schneelage und einer Baustelle erst am 18. Juni. Die Mindelheimer Hütte will ebenfalls am 18. Juni öffnen. Die Hüttenöffnung des Waltenbergerhauses ist auf den 19. Juni verschoben worden. Auch die Enzianhütte möchte erst am 18. Juni öffnen. Die Fiederepasshütte hat bereits die Saison begonnen. Wegen der Schneesituation werde der Aufstieg übers Wildental empfohlen, sagt der Oberstdorfer Alpinberater Moritz Zobel. Nach seinen Worten müssen Übernachtungen unbedingt vorher gebucht werden.

Ebenfalls geöffnet sind inzwischen die meisten anderen, weniger hoch gelegenen Unterkunftshäuser in den Allgäuer Alpen. Die hoch gelegenen Hütten-Verbindungswege sind laut Oberstdorfer Alpinberatung komplett schneebedeckt. Entsprechend sind alpine Erfahrung und eine gute Ausrüstung erforderlich.

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Schnee im Juni in den Allgäuer Alpen: Freiwillige schaufeln

Auch der Heilbronner Weg, die hochalpine Verbindung zwischen Kemptner- und Rappenseehütte, liegt noch unter einer dicken Schneeschicht. In einer Woche wollen Freiwillige der Alpenvereinssektion Heilbronn und der Oberstdorfer Bergführer Andi Tauser den Weg an besonders kritischen Stellen freischaufeln. Eventuell würden zwei oder drei Tage dafür benötigt, sagt Tauser. Danach werde der Weg zumindest für erfahrene Wanderer mit entsprechender Ausrüstung begehbar sein.

Nach den Worten von Alpinexperte Tauser stammt ein Großteil des Schnees von den Niederschlägen im März, April und Mai. Darunter liege der Altschnee des Hochwinters. Wenn es jetzt rasch warm wird, werde vor allem die obere Schicht des Schnees relativ schnell tauen. „Dann haben wir bald ganz normale Verhältnisse für diese Jahreszeit“, sagt Tauser. Auch der Burgberger Bergführer Bernd Zehetleitner geht davon aus, dass die Bedingungen für Bergwanderer und -steiger sich rasch normalisieren werden.

E5 von Oberstdorf nach Meran: Erste Gruppen sind unterwegs

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Die meisten Bergschulen beginnen in der nächsten Woche mit ihren Führungen über den E5 von Oberstdorf nach Meran. Die ersten Gruppen sind bereits unterwegs, in höheren Lagen aber noch über ausgedehnte Schneefelder.

Gut sind die Wetteraussichten fürs Wochenende und auch die Tage danach: Laut Wetteronline können wir mit viel Sonnenschein und Höchsttemperaturen über 25 Grad rechnen. Auch die Gewitterneigung soll vorerst nur sehr gering sein. Erst ab Donnerstag werde sie deutlich ansteigen (Lesen Sie dazu: Omega-Hoch! Kommt jetzt die erste Hitzewelle des Sommers ins Allgäu?).

In der Füssener Hütte hat die Saison bereits begonnen.
In der Füssener Hütte hat die Saison bereits begonnen.
Bild: Benedikt Siegert