Bischof Bertram Meier zu Besuch in Fischen

„Die Welt zu Gast in Fischen“ - Renovierung und gleich zwei Jubiläen wurden in Fischen gefeiert

St. Verena Fischen

Erinnerte in seiner Predigt an seine „Lehrjahre“ in Fischen: Bischof Dr. Bertram Meier beim Festgottesdienst in Fischen.

Bild: Günter Jansen

Erinnerte in seiner Predigt an seine „Lehrjahre“ in Fischen: Bischof Dr. Bertram Meier beim Festgottesdienst in Fischen.

Bild: Günter Jansen

Die Renovierung an der Pfarrkirche St. Verena in Fischen wurden abgeschlossen. Zudem feiert die Gemeinde 900 Jahre Pfämonstratenser und 350 Jahre Frauenkapelle.
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Von Sabine Verspohl-Nitsche
05.10.2021 | Stand: 15:00 Uhr

Mit den Worten „Die Welt ist zu Gast in Fischen“ wandelte Pater Joshy Palakunnel den bekannten Slogan der Fußball-WM 2006 für das Dreifachjubiläum am Sonntagabend in Fischen um. Der Abschluss der Renovierung an der Pfarrkirche St. Verena, 900 Jahre Prämonstratenser und 350 Jahre Frauenkapelle wurden mit einem Festgottesdienst begangen, den Bischof Dr. Bertram Meier mit zahlreichen Festgästen und Gläubigen feierte. Verbunden mit einem besonderen Dank an die 17 indischen Prämonstratenser für ihren pastoralen Dienst in Deutschland bemerkte der Bischof: „In der Weltkirche gibt es keine Ausländer. Wir sind global katholisch.“

Ein eindrucksvolles Bild bot sich den Fischingern und Gästen am Sonntagabend, als zu den Klängen der Musikkapelle Fischen Bischof Bertram, Dekan Karl-Bert Matthias, Pater Joshy, Diakon Andreas Martin, die indischen Priester des Prämonstratenserordens und zahlreiche Ministranten in die Pfarrkirche einzogen. Der Festgottesdienst wurde musikalisch vom Kirchenchor unter der Leitung von Thoms Kroll (Orgel) gestaltet.

Dreifachjubiläum in Fischen: Renovierung, 900 Jahre Prämonstratenser, 350 Jahre Frauenkapelle

In seiner Predigt erinnerte sich Bischof Dr. Bertram Meier an seine „Lehrjahre“ in Fischen. Als junger Student habe er unter dem damaligen Pfarrer Alois Haas sein Gemeindepraktikum absolviert, während seines Promotionsstudiums in Rom sei er als Urlaubsvertretung ins südliche Allgäu gekommen. Wenn er nun als Bischof an diesen Ort zurückkehre, spüre er den Mutterboden, der für einen Seelsorger wichtig sei. Diesen Mutterboden des Glaubens hätten Heilige aus drei Epochen in Fischen gelegt. Das seien Verena, Namenspatronin der Pfarrkirche, Norbert, der Gründer des Prämonstratenserordens, und Maria, die Namensgeberin der Frauenkapelle. Diese sei mit ihrer berühmten Pietà niemals leer, viele Gruppen beteten hier täglich den Rosenkranz, zeigte sich Bischof Bertram beeindruckt vom tiefen Glaubensleben der „Fischener“ und betonte „Gebet ist der Atem der Kirche“.

"Hören Sie nicht auf zu beten" - Die Bitte des Bischofs an die Gläubigen in Fischen

Mit einer besonderen Bitte wandte er sich sodann an die Gläubigen in Fischen: „Hören sie nicht auf zu beten. Die Kirche ist kein Verein, der sich ständig neuen Ordnungen und dem Zeitgeist anpasst. Die Kirche ist eine Gründung von Jesus Christus. Wenn wir meinen, sie unter dem Druck demokratischer Mehrheitsverhältnisse anpassen zu müssen, dann ruinieren wir uns selbst.“ Jesus lasse sich nicht unterkriegen.

Eine besondere Ehre wurde Pater Joshy zuteil, der vom Bischof als neues Mitglied des Priesterrats ernannt wurde. Der Rat repräsentiert alle Priester des Bistums und unterstützt und berät den Bischof als „Senat“ bei der Leitung der Diözese. Anschließend folgten Ansprachen des Kirchenpflegers Bernhard Graf, der einen Rückblick über die 490 000 Euro teure Kirchenrenovierung gab, und des Bürgermeisters Bruno Sauter. Er zeigte sich dankbar über die gute Zusammenarbeit von Kirche und Kommune.

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