Neuheit im Nahverkehr

Pilotprojekt für E-Tickets in Bussen im Oberallgäu - Wie das neue System funktioniert

Elektrische Fahrkarten für Busse soll es in Zukunft auch im Oberallgäu geben.

Elektrische Fahrkarten für Busse soll es in Zukunft auch im Oberallgäu geben.

Bild: Ralf Lienert

Elektrische Fahrkarten für Busse soll es in Zukunft auch im Oberallgäu geben.

Bild: Ralf Lienert

Im Oberallgäu sollen Bus-Gäste künftig E-Tickets kaufen können. Das ermöglicht ihnen zukünftig die Allgäu-Walser-Card. Wie das umgesetzt wird.
24.11.2021 | Stand: 10:39 Uhr

Die Allgäu-Walser-App ermöglicht Gästen unter anderem das Einchecken in der Unterkunft sowie eine ÖPNV-Fahrplanauskunft. Zukünftig soll auch der Kauf von elektronischen Fahrkarten (E-Tickets) möglich sein. In Orten mit Urlauber-Freifahrten im Gemeindegebiet wäre das Ticket für den Gast verfügbar und damit auch ersichtlich, ab wann er durch den Vermieter bei der Gemeinde gemeldet ist.

Dafür gibt es ein Pilotprojekt, an dem sich auch der Landkreis Oberallgäu beteiligen soll. Der Kreisausschuss für ÖPNV hat empfohlen, ein Viertel der Kosten zu tragen. Das wären 30.800 Euro. (Lesen Sie auch: So wird die 3G-Regel in Bus und Bahn kontrolliert - und diese Strafen drohen)

Pilotprojekt mit E-Tickets im Oberallgäu: Die Gesamtkosten liegen bei 123.200 Euro

Die Oberallgäu Tourismus Service GmbH (OATS) weist darauf hin, dass möglichst bald in Pilotkommunen das E-Ticket zur Verfügung stehen soll, um Vorarbeiten für die flächendeckende Einführung etwa ein Jahr später zu bewältigen. Als Pilotkommunen böten sich das Kleinwalsertal und Oberstdorf aufgrund des hohen Gästeaufkommens sowie der Urlauberkarte an. Diese finanziert der Landkreis mit.

Naheliegend sei auch eine Einführung im Westallgäuer Scheidegg: In den dortigen Bussen der Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund GmbH (Bodo) seien bereits Bordcomputer installiert. Die anfallenden Kosten sollen nach aktuellem Stand der Verhandlungen unter diesen Akteuren gleichberechtigt aufgeteilt werden. Die Gesamtkosten für das Pilotprojekt liegen bei 123.200 Euro.

Langfristig liegt der Anteil des Landkreises Oberallgäu jährlicher bei weniger als 3000 Euro

Die jährlichen Gesamtkosten werden in den Folgejahren durch die steigende Zahl von Ticketkäufen auf bis zu 164.000 Euro steigen. Davon muss der Landkreis nur noch einen untergeordneten Anteil tragen. Nach aktuellem Stand wären es weniger als 3000 Euro jährlich. (Lesen Sie auch: Grüne im Oberallgäu fordern spürbare Verbesserungen beim ÖPNV)

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Bislang gibt es laut Landkreisverwaltung noch keinen gesetzlichen Rahmen für E-Tickets. Die Verkehrsministerien in Bayern und Berlin haben aber angekündigt, landes- beziehungsweise bundesweite Tickets nach einheitlichem Standard noch vor 2025 einzuführen. Die derzeitigen, auf einer Chipkarte wie der Allgäu-Walser-Card gespeicherten Tickets würden abgelöst.