Gastronomie

Ein neuer Biergarten für den Großen Alpsee

Auf dieser Wiese zwischen Konstanzer Aach und Badeweg will Axel Fetzer im Sommer einen Biergarten betreiben (am linken Bildrand das Alpseehaus). Früher stand an der Stelle der Gasthof „Alte Schmiede“.

Auf dieser Wiese zwischen Konstanzer Aach und Badeweg will Axel Fetzer im Sommer einen Biergarten betreiben (am linken Bildrand das Alpseehaus). Früher stand an der Stelle der Gasthof „Alte Schmiede“.

Bild: Benjamin Liss

Auf dieser Wiese zwischen Konstanzer Aach und Badeweg will Axel Fetzer im Sommer einen Biergarten betreiben (am linken Bildrand das Alpseehaus). Früher stand an der Stelle der Gasthof „Alte Schmiede“.

Bild: Benjamin Liss

Mit Blick auf den See soll auf dem Gelände der „Alten Schmiede“ in Immenstadt-Bühl im Sommer ein traditioneller Biergarten entstehen.
Auf dieser Wiese zwischen Konstanzer Aach und Badeweg will Axel Fetzer im Sommer einen Biergarten betreiben (am linken Bildrand das Alpseehaus). Früher stand an der Stelle der Gasthof „Alte Schmiede“.
Von Franz Summerer
12.02.2021 | Stand: 05:30 Uhr

Bei dem derzeitigen Wetter kommen einem zwar nicht unbedingt Gedanken an Sommer, Sonne, Strand. Doch wer künftig Angebote in dieser Richtung schaffen will, muss jetzt dafür planen. So behandelte der Bauausschuss des Immenstädter Stadtrats einen Antrag für einen neuen Biergarten in Bühl am Großen Alpsee. Einhellig stimmten die Stadträte dem Vorhaben zu. Die endgültige Entscheidung liegt aber beim Landratsamt.

Geplant ist der Biergarten mit etwa 100 Sitzplätzen auf der Fläche des ehemaligen Gasthofs „Alte Schmiede“, die im Besitz der Stadt ist. Damit würde ein traditioneller Gastronomie-Standort wiederbelebt, hieß es in der Sitzung. Initiator und Betreiber ist Axel Fetzer, der das Areal von der Stadt pachtet. „Das ist während der Corona-Pandemie natürlich ein Risiko und eine Herausforderung“, sagt Fetzer. Doch er ist zuversichtlich, dass es funktioniert. Schließlich wollten die Menschen im Sommer raus und hätten Sehnsucht danach, sich mit Familie und Freunden zu treffen. Außerdem sei von Kommunalpolitikern immer wieder erklärt worden, dass Immenstadt einen weiteren Biergarten brauchen könne.

Wenn das Landratsamt seinen Antrag genehmigt, will er den Biergarten im Juni eröffnen. Das Projekt soll dann über den Sommer bis Oktober – aber nur bei Biergartenwetter – laufen. Dazu plant er, zwei Container aufzustellen, Wege mit Kies oder Hackschnitzel anzulegen und eine eigene Toilettenanlage zu installieren. „Die Container sind als solche nicht zu erkennen, weil die mobilen Gastro-Einheiten völlig mit Holz verkleidet sind“, sagt Fetzer. In den Einheiten befinden sich eine komplette Küche und eine Schankvorrichtung.

Auf dem 600 Quadratmeter großen Gelände sollen 400 für den Biergarten samt Ausschank verwendet werden. Als Auflage der Stadt muss er sich zudem um die Abfallbeseitigung, eine „optisch ansprechende Einzäunung“, Fahrradstellplätze sowie um eine Bepflanzung des Geländes kümmern. So will er in Absprache mit der Stadtgärtnerei fünf Kastanien pflanzen. „Kastanien passen gut zu einem richtigen Biergarten“, findet Fetzer. Bis die allerdings ausreichend Schatten spenden, wird er noch Sonnenschirme aufstellen.

Mehrwegsystem geplant

Überhaupt stellt er sich einen „traditionellen und nachhaltigen Biergarten im Sinne der bayerischen Biergartenverordnung“ vor. Dazu soll es passende Speisen und Getränke aber auch internationale Gerichte geben. Essen und Trinken können zudem mitgenommen werden. Damit das nicht zu einer Plastikflut in der Umgebung führt, setzt Fetzer auf ein Mehrwegsystem. Dafür erntete er im Bauausschuss Lob von Bürgermeister Nico Sentner. Die motorisierten Besucher des Biergartens können auf dem städtischen Parkplatz am Alpseehaus parken.

Lesen Sie auch
Die frühere Wirtschaft „Kempter Hof“ wird abgerissen. Auf dem Areal soll ein Haus mit neun Wohnungen entstehen. Diskussionen gibt es allerdings über die Parkplätze für die zukünftigen Mieter.
Memmingen

Am Kempter Hof darf nun doch neu gebaut werden

Der 26-jährige Immenstädter ist Student der Wirtschaftswissenschaften. Mit der Organisation von Festen kennt er sich aus. Schließlich ist sein Vater Eberhard Fetzer Profi in Sachen Veranstaltungen und sein Sohn „schon seit zehn Jahren in der Branche dabei“, wie er sagt. Zudem hat er den Ausbildungsberuf Veranstaltungskaufmann gelernt. Trotzdem: Der Herausforderung eines Biergartenbetriebs unter Corona-Auflagen sieht er mit Spannung und Respekt entgegen.