Mobilität im Oberallgäu

In Oberstdorf rollen jetzt zwei Elektrobusse durch den Ort

Elektrobusse

Zwei Elektrobusse rollen nun durch Oberstdorf. Jetzt hat auch das zweite Fahrzeug (mit Sommermotiv) den Betrieb aufgenommen.

Bild: Sophia Ungerland

Zwei Elektrobusse rollen nun durch Oberstdorf. Jetzt hat auch das zweite Fahrzeug (mit Sommermotiv) den Betrieb aufgenommen.

Bild: Sophia Ungerland

Lieferschwierigkeiten hatten den Start des zweiten E-Busses in Oberstdorf verzögert. Nur eine weitere Oberallgäuer Gemeinde hat Pläne zur Elektro-Mobilität.
06.10.2021 | Stand: 11:30 Uhr

Nach monatelangem Warten ist es nun soweit: Der zweite Elektrobus rollt durch Oberstdorf, der erste nahm bereits im März, pünktlich zur Nordischen Ski-WM, den Betrieb auf. Der Startschuss für den zweiten Bus verzögerte sich allerdings. Ursprünglich sollte das Fahrzeug im Mai geliefert werden. Doch beim Hersteller Mercedes gab es Lieferschwierigkeiten. Nun befördert aber auch der zweite Elektrobus Gäste in dem Luftkurort.

„Das ist wieder ein Meilenstein mehr für Oberstdorf“, sagt Bürgermeister Klaus King. Die Zukunft sei die Klimaneutralität. Mit der Anschaffung der Elektrobusse gehe die Regionalverkehr Allgäu GmbH (RVA) in die richtige Richtung. Gerade für Oberstdorf als Luftkurort sei die Elektromobilität wichtig, sagt King. Durch den batteriebetriebenen Motor werden keine umweltschädlichen Abgase ausgestoßen.

Elektro-Mobilität in Oberstdorf: Zweiter E-Bus ist nun im Einsatz

Bei den Bussen handelt es sich um zwei Mercedes Benz des Typen eCitaro, die vollständig elektrisch betrieben werden. Auch die Heizung wird aus einer Batterie gespeist. Die Fahrzeuge haben drei Doppeltüren und bieten mit einer Länge von zwölf Metern eine Kapazität von 32 Sitz-, 41 Stehplätze sowie Raum für einen Rollstuhl und einen Kinderwagen. Die beiden Fahrzeuge mit einer Reichweite von 250 Kilometern werden auf der Ortslinie 9 eingesetzt. Aufgeladen werden die Busse laut Christiane Jentsch, Geschäftsführerin der RVA, nur nachts. Die Kosten für die Busse von je 650 000 Euro tragen die Gemeinde und der Tourismusbetrieb.

Der erste Bus ist mit einem Winter- , der zweite mit einem Sommermotiv bedruckt. In dieser Gestaltung spiegelt sich laut Tourismusdirektor Frank Jost, dass Oberstdorf eine Ganzjahresdestination ist. Beide Busse sind seit Anfang August in Betrieb. Wegen des Aufdrucks wurde der neue Sommerbus erst jetzt der Öffentlichkeit präsentiert.

Elektro-Mobilität in Oberallgäuer Gemeinden: Hindelang plant Rufbus

„Oberstdorf ist Vorreiter im Oberallgäu“, sagt Rafael Pfister vom Bereich ÖPNV beim Landratsamt. In anderen Gemeinden im Oberallgäu gebe es aktuell keine Pläne für Elektromobilität im Öffentlichen Nahverkehr. Eine Ausnahme ist Bad Hindelang. Dort startet im Dezember mit dem Rufbus „Emmi“ ein elektrisch betriebenes Verkehrskonzept. „In Sonthofen und Immenstadt ist der Bedarf deutlich niedriger“, sagt Pfister. Dort gebe es kaum Einnahmen durch Übernachtungsgäste und beim ÖPNV stehe der soziale Aspekt im Vordergrund.

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