Corona-Prävention

Für den Corona-Fall: Oberallgäuer Landrätin fordert Konzepte für Schulen und Kitas

Die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller rät der Staatsregierung, die Wochen bis zum Schulbeginn nicht zu verschlafen.

Die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller rät der Staatsregierung, die Wochen bis zum Schulbeginn nicht zu verschlafen.

Bild: Ralf Lienert

Die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller rät der Staatsregierung, die Wochen bis zum Schulbeginn nicht zu verschlafen.

Bild: Ralf Lienert

Landrätin Indra Baier-Müller sagt, der Freistaat soll sinnvolle Strategien zur Vorsorge  entwickeln. So will sie eine pauschale Schließung von Einrichtungen vermeiden.
12.08.2020 | Stand: 18:30 Uhr

Nach den Sommerferien sollen Kitas und Schulen wieder öffnen. Doch die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller sieht den Schritt nicht ausreichend vorbereitet. Sie fordert Präventionskonzepte, um zu verhindern, dass im Infektionsfall Einrichtungen als Erstmaßnahme einfach pauschal geschlossen werden. „Der Besuch von Kitas und Schule ist entscheidend für Bildungserfolg und soziale Teilnahme der Kinder und entlastet die Familien.“

Man müsse sich gerade jetzt Gedanken über die Betreuung von Kindern und Jugendlichen sowie angemessene Hygienemaßnahmen machen und diese umsetzen, appelliert Baier-Müller. Die Staatsregierung sei gefordert, sinnvolle und angepasste Strategien zu Prävention und Bekämpfung des Corona-Virus in Bildungseinrichtungen zu definieren. „Die verbleibenden Wochen dürfen nicht verschlafen werden.“

Baier-Müller fordert, Befürchtungen des Personals, die aus einer Öffnung der Bildungseinrichtungen resultieren, ernst zu nehmen und dem Ansteckungsrisiko durch konkrete Maßnahmen zu begegnen. „Die tägliche Arbeit unserer Lehrer und Erzieher ist nicht nur system-, sondern zukunftsrelevant“, schließt sich die Landrätin der Einschätzung der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin an und verweist auch auf die Erklärung der Kinderärzte zur Aufrechterhaltung des Schul- und Kitabetriebs.

Was das konkret bedeutet? Eine differenzierte Strategie trage alters- und gruppenspezifischen Gesichtspunkten und dem örtlichen Infektionsgeschehen Rechnung. So seien etwa geteilte Klassen und feste Klassenverbände im Fall einer Häufung von Infektionen geboten. Dagegen sei Sportunterricht bei niedrigen Fallzahlen durchführbar. Auch die Bildung fester Gruppen in Kindertagesstätten helfe, eine pauschale Schließung von Einrichtungen zu vermeiden.