Verschmutzung

Verbot künftiger Feiern? Müll von feiernden Jugendlichen am Sonthofer See sorgt für Ärger

Statt in Papierkörben (Symbolbild) lag Müll nach einer Feier verstreut am Sonthofer See herum. Darüber beschwerten sich Anwohner.

Statt in Papierkörben (Symbolbild) lag Müll nach einer Feier verstreut am Sonthofer See herum. Darüber beschwerten sich Anwohner.

Bild: Daniel Karmann, dpa (Symbolfoto)

Statt in Papierkörben (Symbolbild) lag Müll nach einer Feier verstreut am Sonthofer See herum. Darüber beschwerten sich Anwohner.

Bild: Daniel Karmann, dpa (Symbolfoto)

Anwohner beschweren sich über feiernde Jugendliche, die Müll am Sonthofer See hinterlassen haben. Das war nicht alles.
19.07.2021 | Stand: 17:28 Uhr

Anwohner des Sonthofer Sees sind verärgert: Zum wiederholten Mal feierten dort „zahlreiche Abschlussklassen“ das Ende ihrer Schulzeit, heißt es in einer Zuschrift an unsere Redaktion. Was nun für Unmut sorgt: Die Jugendlichen hinterließen nach der Schilderung der Anwohner nicht nur viel Müll, sondern saßen in privaten Gärten oder urinierten dort sogar. Außerdem seien zwei mobile Toiletten umgeworfen und die Bank in der Umkleidekabine auf der Liegewiese zerbrochen worden.

Auch eine andere Bürgerin schreibt an unsere Redaktion: Sie freue sich, wenn Menschen miteinander eine schöne Zeit verbrächten. Doch bei umgeworfenen mobilen Toiletten oder Glasscherben auf der Wiese höre der Spaß auf. Sie danke den Bauhof-Mitarbeitern, die nach ihren Worten den Unrat beseitigten. (Lesen Sie auch: Hunderte Freiwillige sammeln tonnenweise Müll in den Allgäuer Alpen)

Feiernde Jugendliche hinterlassen Müll: Polizeisprecher bestätigt Einsatz am Sonthofer See

Dominik Geißler, Pressesprecher im Polizeipräsidium Schwaben Süd-West, bestätigt auf Nachfrage unserer Redaktion einen Einsatz am Sonthofer See: Nachdem die Beamten gerufen wurden, stellten sie 50 bis 60 Jugendliche fest, die in kleineren Gruppen verteilt auf der Liegewiese saßen. Als die Polizei vor Ort war, hätten sich keine Jugendlichen in privaten Gärten aufgehalten.

Auch Sachbeschädigungen oder gar Straftaten seien zum Zeitpunkt des Einsatzes nicht festgestellt worden. „Es lag aber einiges an Müll herum“, teilt Geißler mit. Daraufhin verteilten die Beamten Tüten an die jungen Leute, damit diese den Müll einsammeln. Das sei auch erfolgt. Daraufhin erhielten die Jugendlichen einen Platzverweis, dem sie nach Angaben des Sprechers nachkamen. (Lesen Sie auch: "Randale, Müll, Sexparties": Allgäuer schockiert über Vorfälle an seinem idyllischem Baggersee)

Forderung an die Stadtverwaltung: Verbot künftiger Feiern verbieten

Die verärgerten Bürger wollen nicht abwarten, bis die nächste Party an dem Sonthofer Gewässer stattfindet: „Wir sind direkte Anwohner des Sees und ertragen jeden Sommer die unangenehmen Begleiterscheinungen, die diese zahlreichen Feiern mit sich bringen.“ Sie sehen „dringenden Handlungsbedarf“ und bringen ein mögliches Verbot künftiger Feiern am Sonthofer See ins Spiel.

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Bei der Stadt heißt es gestern auf Nachfrage: Der Inhalt des Schreibens der Anwohner, das auch an die Verwaltung geschickt wurde, müsse erst einmal aufgearbeitet werden. Erst im Anschluss daran könne die Kommune eine Stellungnahme abgeben.

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