Bäder in der Region

Diese Freibäder im Oberallgäu haben noch offen - und so fällt die Bilanz aus

Freibad Fischen

Echtes Badewetter konnten die Freibad-Besucher (wie hier in Fischen) am Wochenende auch im Oberallgäu noch einmal genießen.

Bild: Günter Jansen

Echtes Badewetter konnten die Freibad-Besucher (wie hier in Fischen) am Wochenende auch im Oberallgäu noch einmal genießen.

Bild: Günter Jansen

Die meisten Freibäder im Oberallgäu bleiben noch bis zum Ferienende offen. Doch eines hat schon geschlossen, und Burgberg verpasste drei Wochen der Hauptsaison.
06.09.2021 | Stand: 06:31 Uhr

Bald ist Schicht im Schacht in den Oberallgäuer Freibädern. Einige haben im zweiten Corona-Sommer noch bis Ende der Woche offen, andere bereits zu, beispielsweise das Starzlachauenbad in Wertach. Begründung der Kommune: Weil es in den vergangenen Wochen an so vielen Tagen richtig kalt war.

Wir haben uns bei einigen Bäder-Betreibern im Oberallgäu umgehört, wie die Saison gelaufen ist.

  • Wertach Die Energiekosten schnellen in die Höhe, wenn man Freibadwasser ständig umwälzen - und dann wieder aufheizen muss, erklärt Wertachs Bürgermeisterin Gertrud Knoll. Also ist das Wertacher Bad seit einer Woche zu. „Alles in allem hatten wir eine gute und unfallfreie Freibadsaison“, sagt Knoll. Das sei wohl auch finanziell so gewesen. Allerdings werde die Abrechnung erst noch erstellt. Trotz des zweiten Corona-Sommers mit Hygienevorschriften seien „einige Kinder-Schwimmkurse in Wertach durchgeführt worden“.
  • Immenstadt Über 24 .000 Besucher sind trotz der Hygienevorschriften durch Corona ins Freibad nach Immenstadt gekommen. Das sind ungefähr 4000 weniger als 2020. Marion Burkert, kaufmännische Leiterin der Stadtwerke Immenstadt, führt den leichten Rückgang auf das schlechte Wetter in den Sommerferien zurück. Der besucherstärkste Tag war laut Burkert der 23. Juli mit 1 405 Gästen. Da war also Schlange stehen für einige angesagt, denn wegen der Corona-Regeln durften nur 750 Besucher gleichzeitig im Bad sein. Wann die Sommertore schließen, werde „wetterbedingt noch festgelegt“. Das Hallenbad öffnet am Montag, 20. September, die dortige Sauna am 1. Oktober.
  • Fischen Ungefähr 14 000 Gäste (1000 weniger als 2020) sind ins Freibad Fischen gekommen, erklärt Nadine Keppeler von der Verwaltungsgemeinschaft Hörnergruppe. Der besucherstärkste Tag war Donnerstag, 12. August, mit 1151 Wasserbegeisterten. Die Öffnungszeiten sind in drei Zeitfenster eingeteilt. Maximal 1400 Besucher können so an einem Tag kommen. Letzter Badetag ist Sonntag, 12. September.
  • Burgberg Wegen des Unwetters vom 26. Juli musste das Freibad im Familien Vitalpark bis 12. August geschlossen bleiben – mitten in der Hauptsaison. Bürgermeister André Eckardt: „Die Becken wurden gereinigt, neues Wasser eingelassen.“ Das Juli-Unwetter habe Schäden verursacht, die zunächst nur provisorisch gerichtet wurden. Wieviel eine endgültige Wiederherstellung der Anlage kostet, werde ermittelt. Eckardt: „Wir hoffen noch auf ein paar schöne Tage im September.“ Durch die kalten Nächte, die das Wasser abkühlen, rechnet der Bürgermeister im Naturfreibad aber nicht mit einem großen Ansturm. Eckardt geht „von der schlechtesten Saison nach dem Umbau im Jahr 2007 aus.

Freibad Rettenberg: Nach Starkregen Schlamm und Äste im Becken

  • Rettenberg Trotz des unbeständigen Sommers, Unwetterproblemen und strenger Corona-Regeln ist das Freibad in Rettenberg gut genutzt worden, sagt Yvonne Rädler von der Tourist-Info. Die genauen Besucherzahlen liegen ihr aber noch nicht vor. Durch den Starkregen am 26. Juli sei das Freibad von Schlamm, Dreck und Ästen überflutet und verunreinigt worden. „Daher musste das Schwimmbecken komplett geleert, gereinigt und neu mit Wasser befüllt werden.“ Beschädigungen durch das Hochwasser habe es zum Glück nicht gegeben, sagt Rädler. Maskenpflicht bestehe aktuell im Ein- und Ausgangsbereich, im WC und am Kiosk. Das Freibad hat noch bei guter Witterung bis 12. September geöffnet.
  • Bad Hindelang Am Eingang OP-Maske, dann durchs Drehkreuz: „Danach können sich die Besucher im Freibadgelände frei bewegen“, sagt Herbert Herz, der Betriebsleiter des Freibads in Bad Hindelang. „Wir hatten die wohl strengsten Corona-Regeln“, sagt Herz. Maximal 30 Schwimmer durften im Becken sein, nur in eine Richtung schwimmen – aber nicht kraulen und nicht auf dem Rücken schwimmen. Er begründet es mit der Gefahr durch „Wasser-Aerosole“. Außerdem mussten die Gäste ein Anmeldeformular ausfüllen. Da waren viele nicht begeistert: Knapp 11 000 Besucher seien dennoch gekommen, in einem normalen Durchschnittssommer seien es 20 000 bis 26 000. Bis Freitag, 10. September, wird offenbleiben, bei schönem Wetter „eventuell bis Sonntag, 12. September“.
  • Missen-Wilhams Seit dem 11. Juni ist das Freibad in der Gemeinde Missen-Wilhams offen. Wann es diesen Sommer geschlossen wird, steht laut Bürgermeisterin Martina Wilhelm noch nicht fest. Das richte sich nach dem Wetter. „Die Besucherzahlen sind recht stabil, wenn man Corona berücksichtigt“, sagt Wilhelm. 2019 waren es 18 500, im Jahr darauf 11 000 und heuer ungefähr 12 000 Besucher, sagt die Missener Bürgermeisterin. Das sei vor allem „einem sehr guten Juni-Ergebnis“ geschuldet. Wilhelm: „Für 2022 hoffen wir, dass es neben möglichst durchgehend bestem Badewetter auch keine Corona-Beschränkungen mehr gibt.“

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