Naturfreibad in Altstädten

Freibad-Saison im Oberallgäu startet ohne große Besuchermassen

OA Freibäder

Familie Pia und Stefan Hauber mit ihrem Sohn Silvan (9) genießen die Sonne in Altstädten. Auch Tochter Emilia (6) kam nach dem Kindergarten hinzu.

Bild: Marina Kraut

Familie Pia und Stefan Hauber mit ihrem Sohn Silvan (9) genießen die Sonne in Altstädten. Auch Tochter Emilia (6) kam nach dem Kindergarten hinzu.

Bild: Marina Kraut

Freibäder starten in die Saison – unter strengen Hygiene-Auflagen. Tests, Online-Registrierung und beschränkte Besucherzahlen sind Voraussetzung. Was wo gilt.
01.06.2021 | Stand: 18:30 Uhr

Die Sonne scheint, es ist endlich warm und die Wassertemperatur beträgt 16 Grad: Im Freibad Altstädten hat die Badesaison am Dienstag begonnen. Am Eröffnungstag nutzen allerdings noch wenige Besucher das kühle Nass.

Auf der Liegewiese genießt mittags nur eine Familie das Badewetter. Die Haubers aus Altstädten freuen sich aber umso mehr, Urlaub „dahuim“ direkt vor der Haustüre zu machen. „Für uns sind die Tests kein Problem“, sagt Mutter Pia Hauber. „Heute Abend gehen wir wieder testen, damit wir morgen erneut baden können.“ (Lesen Sie auch: Diese Allgäuer Freibäder haben jetzt geöffnet)

Denn wer baden möchte, muss sich an einige Regeln halten. Für das Freibad Altstädten hat der Stadtrat Sonthofen bereits ein umfangreiches Hygienekonzept beschlossen: Pro Person werden zehn Quadratmeter an Fläche berechnet. In das Freibad Altstädten dürfen demnach maximal 160 Besucher.

Es gelten für alle Besucher strenge Einlassbeschränkungen im Freibad in Altstädten.
Es gelten für alle Besucher strenge Einlassbeschränkungen im Freibad in Altstädten.
Bild: Marina Kraut

Freibad-Saison im Oberallgäu: Die Regeln in Altstädten

Für das Schwimmbecken gilt ebenfalls eine Beschränkung von 30 Personen. Kontrolliert wird das anhand von Armbändern, die für den Aufenthalt im Becken angezogen werden müssen. Für die Besucher gibt es zudem zwei Bade-Zeitfenster: von 10 bis 15.30 Uhr und von 16 bis 19 Uhr. Dazwischen wird gereinigt – alle müssen das Bad verlassen.

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Vor Ort sind Rettungsschwimmer, die den Ablauf im Auge behalten, reinigen und am Eingang die Gäste nach ihrem negativen Corona-Test fragen. Rettungsschwimmer Heiko Knoll sieht in den Einlasskontrollen kein Problem. „Die allermeisten wissen Bescheid, sind getestet und haben sich bereits online registriert.“ Auch die Beschränkung der Besucherzahl sei keine Schwierigkeit. So viele Besucher auf einmal seien es ohnehin selten, sagen Knoll und seine Kollegen. Wie viele Gäste am heutigen Tag registriert wurden, wissen die Aufseher nicht. Die Übermittlung der Daten an sie habe noch nicht geklappt. Im Notfall sei auch vor Ort eine Registrierung möglich.

Ein Problem könnte laut Knoll die Vergabe der Armbänder in den Schwimmbecken werden, „wenn viele Kinder gleichzeitig in das Wasser wollen“.

Ähnliche Regeln in Hirschegg

Eine Online-Registrierung vor dem Schwimmbad-Besuch, Corona-Tests und bestimmte Bade-Zeitfenster gehören bei allen Oberallgäuer Freibädern zum Hygienekonzept. Das Freibad Riezlern in Hirschegg im Kleinwalsertal hat ebenfalls geöffnet, hält sich aber beim Einlass an die österreichischen Regelungen.

Die Becken waren noch leer, die Rettungsschwimmer des Freibades Altstädten aber bereit. Von links nach rechts: Lorenz Langen, Tobias Engel und Heiko Knoll.
Die Becken waren noch leer, die Rettungsschwimmer des Freibades Altstädten aber bereit. Von links nach rechts: Lorenz Langen, Tobias Engel und Heiko Knoll.
Bild: Marina Kraut

Der Unterschied liegt im Einlass von einmalig geimpften Personen. „22 Tage nach der ersten Impfung dürfen wir die Besucher ins Schwimmbad lassen“, heißt es vonseiten des Freibades. Das gelte auch für deutsche Besucher. Ansonsten lautet auch dort die Devise für den Einlass: Geimpft, Getestet oder Genesen. Die Resonanz der Gäste sei positiv. „Alle sind sehr zufrieden, wieder ein wenig Freiheit genießen zu können.“

Andere Freibäder im Landkreis öffnen später oder haben noch kein Öffnungsdatum. Ein Grund dafür sei auch die Art des Freibades, sagt der Altstädter Rettungsschwimmer Knoll: „In Altstädten haben wir ein Naturbad, das wird nicht beheizt. Bäder mit beheizten Becken brauchen wohl noch mehr Anlaufzeit.“ Die Sonnencreme der Rettungsschwimmer steht bereit, die Kurzarbeit ist beendet. Jetzt müssen nur noch die Gäste kommen.