Handwerk

Freisprechungsfeier Fischen: Auszeichnung für die besten Junggesellen

Freisprechungsfeier

Erhielten den dualen Förderpreis 2021: (von links) Niko Buhl (Kempten), Anja Schmid (Wertach) und Denis Wittmann (Sonthofen).

Bild: Fotos: Sabine Metzger

Erhielten den dualen Förderpreis 2021: (von links) Niko Buhl (Kempten), Anja Schmid (Wertach) und Denis Wittmann (Sonthofen).

Bild: Fotos: Sabine Metzger

77 Lehrlinge aus dem Handwerk schließen ihre Ausbildung ab. Die Prüfungsbesten werden ausgezeichnet. Für einige gibt es zudem einen besonderen Förderpreis.
26.09.2021 | Stand: 17:00 Uhr

Bei der Freisprechungsfeier in Fischens Kurhaus Fiskina wurden die frischgebackenen Gesellen von Kreishandwerksmeister Ulrich Kennerknecht geehrt und die besten unter ihnen ausgezeichnet. Maurer Sylvest Maugg aus Bad Hindelang, Maler- und Lackiererin Lisa Berwanger aus Obermaiselstein, Schreiner Valentin Brosda aus Sonthofen und Zimmerer Max Reichart aus Oberstaufen erreichten bei ihrer Abschlussprüfung die besten Ergebnisse und wurden damit Innungsbeste ihres Fachs.

„Mit eurer Gesellenprüfung habt ihr einen wichtigen Lebensabschnitt geschafft“, sagte Kennerknecht und verglich die Lehrzeit mit einer Bergtour: An der Talstation beginne die Ausbildung, an der Mittelstation finde die Zwischenprüfung statt und an der Bergstation sei das große Ziel erreicht. „Ihr seid jetzt Stütze und Aushängeschild der Betriebe“, erklärte der Kreishandwerksmeister und ermutigte die jungen Gesellen, sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. (Lesen Sie dazu: "Nachwuchs ist das Wichtigste im Handwerk": Westallgäuer Azubis und Betriebe erzählen vom Ausbildungsstart)

77 Auszubildende schließen Lehre ab

Insgesamt meisterten 77 Auszubildende aus den Innungen Bau, Friseur, Maler- und Lackierer, Schreiner und Zimmerer ihre Gesellenprüfung. Dabei, sagte Kennerknecht, sei das vergangene Jahr coronabedingt für die Azubis nicht immer leicht gewesen.

„Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung habt ihr einen wertvollen Grundstock für euer Leben gesetzt“, so die stellvertretende Landrätin Christine Rietzler. Das Handwerk spiele gerade mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen dieser Zeit wie Energiewende, Klimaschutz oder smartes Wohnen eine ganz wesentliche Rolle. Im Oberallgäu sei das Handwerk der zweitgrößte Ausbildungsbereich, für das neue Ausbildungsjahr gebe es allerdings noch einige freie Lehrstellen. „Dieser Tag ist ein guter Tag für das Handwerk“, so auch Landtagsabgeordneter Eric Beißwenger (CSU). „Das Handwerk ist und bleibt unverzichtbar.“

Besonderer Rahmen in Fischens Kurhaus Fiskina

Ein Gesellenbrief öffne Türen, meinte Fischens Bürgermeister Bruno Sauter und zollte den jungen Gesellen Respekt für ihre Leistung. Seine Anerkennung galt aber auch der Kreishandwerkerschaft Oberallgäu, die für die Freisprechung ihrer Auszubildenden immer einen besonderen Rahmen schaffe. Diesmal wurden Moderator Thomas Häuslinger und das Trio „Holzschuhabuabe“ engagiert.

Dualer Förderpreis für die besten Azubis

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Mehr Lehrstellen als Bewerber

Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem die dualen Förderpreise für die besten Auszubildenden im Schreinerhandwerk vergeben. Die Preise, die mit insgesamt 360 Euro dotiert sind, gingen in diesem Jahr an Niko Buhl, Anja Schmid und Denis Wittmann. Sie schafften den besten Schulabschluss unter Berücksichtigung ihres sozialen und kulturellen Engagements sowie die beste Gesellenprüfung nach der Gesamtpunktzahl.

Sie sind die besten ihres Jahrgangs: (von links) Maler- und Lackiererin Lisa Berwanger (Ausbildungsbetrieb Malerbetrieb Hermann Luitz, Bolsterlang), Maurer Sylvest Maugg (Wechs GmbH, Bad Hindelang) und Zimmerer Max Reichart (Holzbau Strobel, Oberstaufen). Auf dem Foto fehlt Schreiner Valentin Brosda (Schreinerei Gehring, Blaichach).
Sie sind die besten ihres Jahrgangs: (von links) Maler- und Lackiererin Lisa Berwanger (Ausbildungsbetrieb Malerbetrieb Hermann Luitz, Bolsterlang), Maurer Sylvest Maugg (Wechs GmbH, Bad Hindelang) und Zimmerer Max Reichart (Holzbau Strobel, Oberstaufen). Auf dem Foto fehlt Schreiner Valentin Brosda (Schreinerei Gehring, Blaichach).
Bild: Sabine Metzger

Der duale Förderpreis wurde von ehemaligen Lehrern des Fachbereichs Holztechnik der Berufsschule Immenstadt initiiert und wird von ihnen gesponsert. Damit sollen junge Auszubildende motiviert und gefördert werden. Schon während ihrer Ausbildung haben die Azubis aus diesem Fachbereich die Möglichkeit, mit dem kleinen oder dem großen „Holzwurmpreis“ für besondere Leistungen ausgezeichnet zu werden. Bislang wurden im Rahmen des Projekts über 9600 Euro an Preisgeldern vergeben.

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