Freiwillige des DAV im Einsatz für den Bergwald

Einen steilen Begangsteig setzte die Gruppe aus Freiwilligen des Deutschen Alpenvereins unter anderem instand.

Einen steilen Begangsteig setzte die Gruppe aus Freiwilligen des Deutschen Alpenvereins unter anderem instand.

Bild: Hermann Karg

Einen steilen Begangsteig setzte die Gruppe aus Freiwilligen des Deutschen Alpenvereins unter anderem instand.

Bild: Hermann Karg

Eine Gruppe des Deutschen Alpenvereins unterstützt die Bayerischen Staatsforsten bei Arbeiten im Hintersteiner Tal. Was die jungen Erwachsenen dabei lernen.
01.09.2022 | Stand: 12:10 Uhr

Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat die Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Sonthofen wieder mit einer Projektwoche unterstützt: Zehn freiwillige Helferinnen und Helfer nahmen sich laut einer Pressemitteilung Zeit, um notwendige Arbeiten im Hintersteiner Tal umzusetzen.

„Schon seit Jahren besteht zwischen den Bayerischen Staatsforsten und dem Deutschen Alpenverein eine Kooperation. Jährlich werden in diesem Rahmen rund 20 Projektwochen zum Arbeitseinsatz von Freiwilligen im Staatswald angeboten“, erläutert Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. Der DAV vermittelt die Freiwilligen, die dann in den Projektwochen vom Fachpersonal der Staatsforsten bei den Arbeiten im Wald betreut und angeleitet werden. Besonders freut es Oetting, dass sich eine Gemeinschaft einer evangelischen Freikirche nun zum dritten Mal seit 2020 an den Alpenverein gewandt hatte, um wieder im Hintersteiner Tal aktiv werden zu können. Der Wunsch der Gruppe, den Bergwald im Hintersteiner Tal durch aktive Mithilfe zu schützen und somit zu erhalten, hält nach wie vor an. Dass sie hierbei durch den Austausch mit Förster, Berufsjäger und Forstwirten auch Interessantes über den Bergwald lernen können, begeistere die Teilnehmer zusätzlich.

Hundert Weißtannen und Fichten gepflanzt

Der zuständige Revierleiter Rainer Ruf und Berufsjäger Josef Günster waren mit der erbrachten Leistung der überwiegend jungen Erwachsenen sehr zufrieden. Wichtige Arbeiten wurden mit den motivierten Helferinnen und Helfern in dieser Woche erledigt. Zur Anleitung und Mitarbeit bei der Gruppe bekam Günster Unterstützung von den Forstwirten Hermann Karg, Florian Karg, Hannes Braunsch und Luca Cammann.

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So galt es, zwischen Bruck und Hinterstein einige Hundert Weißtannen und Fichten auf einer Borkenkäfer-Schadensfläche zu pflanzen. Auf einer anderen Fläche wurden junge Weißtannen und Fichten von bedrängenden Buchen freigeschnitten, damit diese nicht untergehen. Laubholz samt sich in diesem Gebiet natürlich an und entwickelt sich gut. Nadelbäume müssen gepflanzt und gefördert werden, damit wieder ein gemischter, intakter Schutzwald heranwachsen kann.

Jann Oetting: „Es kann keinen funktionierenden Bergwald geben, ohne dass forstliche und jagdliche Maßnahmen ineinanderfließen"

Zudem half die Gruppe tatkräftig beim Instandsetzen von Begangsteigen und dem Bau von Jagdeinrichtungen mit. Sogar bei der Fällung und Hubschrauberbringung von Käferbäumen in der Nähe der Schwarzenberghütte konnten die Freiwilligen die Forstwirte unterstützen, indem sie die Absperrung des Wanderweges übernahmen.

Gerne werden sie im kommenden Jahr die Bayerischen Staatsforsten wieder unterstützen. „Es kann keinen funktionierenden Bergwald geben, ohne dass forstliche und jagdliche Maßnahmen ineinanderfließen“, ergänzte Oetting.

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