Bauarbeiten im Erlebnisbad

Freizeitbad Aquaria in Oberstaufen: Weitere 2,6 Millionen für das Bauprojekt

Die Kosten für die Erneuerung der Außenbecken des Staufner Erlebnisbads Aquaria standen bislang in der mittelfristigen Finanzplanung – jetzt ist das Thema doch schon aktuell.

Die Kosten für die Erneuerung der Außenbecken des Staufner Erlebnisbads Aquaria standen bislang in der mittelfristigen Finanzplanung – jetzt ist das Thema doch schon aktuell.

Bild: Olaf Winkler

Die Kosten für die Erneuerung der Außenbecken des Staufner Erlebnisbads Aquaria standen bislang in der mittelfristigen Finanzplanung – jetzt ist das Thema doch schon aktuell.

Bild: Olaf Winkler

Am Freizeitbad Aquaria in Oberstaufen war der zweite Bauabschnitt für 2023 vorgesehen. Wieso die Arbeiten nun bereits ein Jahr früher beginnen sollen.
16.02.2021 | Stand: 14:39 Uhr

Derzeit laufen die Rest-arbeiten an einem neuen Außensauna-Bereich des FreizeitbadesAquaria“ in Oberstaufen. Knapp 6,5 Millionen Euro sollte das Projekt noch im Oktober 2020 kosten. Inzwischen ist klar: Mindestens 200 000 Euro kommen hinzu – vor allem durch Mehrkosten bei den Natursteinarbeiten. Doch nicht dies ließ die Mitglieder des Gemeinderates nervös werden. Es waren die Kosten für einen zweiten Bauabschnitt. 2,4 Millionen Euro kosten die geplanten neuen Außenbecken und der Austausch von Technikkomponenten.

Hintergrund zu den Bauplänen für das Aquaria in Oberstaufen

Eine neue Entwicklung ist der anstehende zweite Bauabschnitt nicht. Allerdings: Thema war er im Gemeinderat zuletzt im September 2019. Damals war klar: Sollte die Marktgemeinde nur in eine neue Außensauna investieren, erhält sie keine Zuschüsse. Im Paket mit Sanierungen waren sie aber möglich. So entschied das Gremium damals, dass es einen ersten Bauabschnitt mit dem Sauna-Neubau und einen zweiten Bauabschnitt mit den Sanierungen sowie einen gemeinsamen Förderantrag geben sollte.

1,9 Millionen Euro Zuschüsse vom Freistaat Bayern

Vor Weihnachten erhielt die Kommune dann den Bescheid: Gut 1,9 Millionen Euro fließen vom Freistaat. „Wir sind von einer höheren Förderung ausgegangen“, bekannte allerdings Marktbaumeister Josef Aichele in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Erfreulich jedoch: Gut 1,3 Millionen Euro sind bereits eingegangen. Und damit steigt auch der Druck, dem ersten nun schon bald auch den zweiten Bauabschnitt folgen zu lassen. Er stand für 2023 in der Finanzplanung der Marktgemeinde.

Baubeginn des zweiten Abschnitts geplant für Frühjahr 2022

Nun soll heuer die Planung erfolgen und im Frühjahr 2022 der Bau. Betroffen sind vor allem der Kinderbereich im Freien sowie das daneben liegende Außenbecken. „Es wird keine neuen Attraktionen geben“, stellte Bürgermeister Martin Beckel fest. Es handele sich nur um Ersatzbauten. Das Außenbecken ist im Anschluss um 80 Quadratmeter kleiner. Zudem soll es künftig behindertengerecht sein.

Thomas Wintergerst (Unabhängige Thaler Liste/UTL) bekannte: „Uns war nicht klar, dass der zweite Bauabschnitt unmittelbar nach dem ersten erfolgen muss“. Das habe zu Unverständnis und Diskussionen in der Fraktion geführt. Und er wollte wissen, ob es nicht sinnvoller sei, den Kinderbereich innen attraktiver zu machen.

Debatte um den Kinderbereich im Aquaria

Das sei mit dem Fördergeld nicht zu machen, entgegnete der Marktbaumeister. Denn beantragt waren die Finanzmittel für die Sanierung im Außenbereich. Franz Kienle (UTL) hätte die Pläne gern vorab im Aquaria-Beirat gesehen. Dessen Besetzung sei mit der des Tourismusausschuss identisch, stellte der Bürgermeister fest. Der hätte vorab getagt. Doch fiel die Sitzung coronabedingt aus. Björn Walser (UTL) verwies darauf, dass die Pläne nicht allen bekannt gewesen seien. (Lesen Sie auch: Die "Ampel" hilft beim gemeinsamen Lüften und Frieren)

Johannes Hummel (UTL) wusste auch warum: Als die Pläne im September 2019 zuletzt Thema waren, hatten Gemeinderat und Ausschüsse noch teilweise eine andere Besetzung. Die hat sich nach den Kommunalwahlen im März 2020 aber geändert. Auch Hummel hätte sich eine Verbesserung im Innern gewünscht. Der Kinderbereich dort sei „grauenhaft“ und „wüst“.

Abstimmung des Gemeinderats

In „Stein gemeißelt“ seien die Pläne noch nicht, stellte Bürgermeister Beckel fest. Details ließen sich noch ändern. So votierte der Gemeinderat einstimmig für die Planung des zweiten Bauabschnittes und eine Ausführung der Arbeiten im Frühjahr 2022. (Lesen Sie auch: Corona: Testcenter Oberstaufen hat „deutlich Luft nach oben“)